Aussichten für wichtige Abnehmerbranchen

Für das Jahr 2014 erwarten wir folgende Entwicklungen in wichtigen Abnehmerbranchen:

  • Wachstum der globalen Industrieproduktion mit 3,7 % über dem Niveau des Vorjahres (+2,5 %)
  • Transport: Deutlich stärkeres Wachstum als im Jahr 2013
  • Energie und Rohstoffe: Wachstum über dem Vorjahresniveau
  • Bauindustrie: Leichte Belebung des Wachstums
  • Konsumgüterbranche: Stärkeres Wachstum; robustes Wachstum der Elektro- und Textilindustrie
  • Elektronikindustrie: Deutliche Beschleunigung des Wachstums
  • Gesundheit und Ernährung: Weiterhin solides Wachstum
  • Landwirtschaft: Wachstum auf Vorjahresniveau

Vor dem Hintergrund der prognostizierten gesamtwirtschaftlichen Belebung erwarten wir für das Jahr 2014 ein höheres Wachstum der globalen Industrieproduktion als im Vorjahr (2014: +3,7 %; 2013: +2,5 %). In den Schwellenländern wird die Industrieproduktion voraussichtlich weiterhin deutlich stärker wachsen (+5,2 %) als in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften (+2,3 %).

Wir erwarten, dass die Transportindustrie 2014 wieder deutlich stärker wachsen wird als im Vorjahr. Für die asiatischen Schwellenländer und Osteuropa prognostizieren wir eine signifikante Erhöhung der Automobilproduktion. In Westeuropa wird die Automobilbranche dagegen voraussichtlich weiter schrumpfen, allerdings weniger stark als im Vorjahr.

Das Wachstum des globalen Energie- und Rohstoffsektors wird im Jahr 2014 voraussichtlich höher ausfallen als 2013. Wir rechnen mit einer etwas stärkeren Zunahme der Energie- und Rohstoffnachfrage auf Grund der schneller steigenden Industrieproduktion.

Für die Bauindustrie erwarten wir ebenfalls eine leichte Belebung. Nach den starken Rückgängen der Bauaktivität in Europa in den vergangenen Jahren gehen wir davon aus, dass der Markt 2014 insgesamt nur noch wenig schrumpfen wird. Allerdings werden die Unterschiede in der Europäischen Union nach wie vor beträchtlich sein: Wir erwarten eine weiterhin rückläufige Entwicklung in Spanien, Italien und Frankreich, während wir in Deutschland, im Vereinigten Königreich und in Nordeuropa mit Zuwächsen rechnen. Der Aufschwung am US-amerikanischen Häusermarkt wird sich voraussichtlich fortsetzen. In den Schwellenländern Asiens und in Südamerika erwarten wir hohe Zuwachsraten bei den Infrastrukturinvestitionen.

Wir rechnen damit, dass die Konsumgüterbranche 2014 stärker wachsen wird als im Vorjahr. In den Industrieländern wird die Produktion voraussichtlich leicht zunehmen; insbesondere aus Japan und den USA werden positive Impulse erwartet. Für Europa rechnen wir dagegen nur mit einem schwachen Anstieg. Das Wachstum in den Schwellenländern wird sich voraussichtlich etwas beschleunigen. Insgesamt erwarten wir vor allem für die Elektro- und die Textilindustrie ein robustes Wachstum, während die Produktion in der Papierindustrie verhaltener zunehmen wird.

Für die üblicherweise stark zyklische Elektronikindustrie prognostizieren wir eine deutliche Beschleunigung des Wachstums. Insbesondere in den Schwellenländern Asiens, aber auch in Japan und den USA wird die Elektronikindustrie voraussichtlich stark wachsen. In Europa erwarten wir dagegen lediglich ein moderates Wachstum.

Der Bereich Gesundheit und Ernährung wird im Jahr 2014 voraussichtlich weiterhin solide zunehmen. Wir rechnen in den Schwellenländern mit einem hohen, aber im Vergleich zum Jahr 2013 nicht wesentlich stärkeren Wachstum. Dagegen gehen wir für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften von einer Beschleunigung des Wachstums aus.

Für die Landwirtschaft prognostizieren wir ein solides Produktionswachstum, das auf dem Niveau des Vorjahres liegen wird.