Aussichten für die chemische Industrie

Für das Jahr 2014 erwarten wir folgende Entwicklungen in der chemischen Industrie:

  • Stabiles Wachstum der weltweiten Chemieproduktion (2014: +4,4 %; 2013: +4,6 %)
  • Europäische Union: Keine durchgreifende Belebung (+1,1 %)
  • USA: Zuwachsrate mit +2,8 % etwa auf dem Vorjahresniveau; robustes Wachstum wichtiger Kundenindustrien
  • Asien (ohne Japan): Etwas schwächeres Wachstum (+7,2 %) auf Grund der erwarteten Konsolidierung in China
  • Japan: Wachstum mit 2,5 % stärker als im Vorjahr
  • Südamerika: Leichte Erholung (2,4 %)
Ausblick zur Chemieproduktion 2014
(ohne Pharma)
(Reale Veränderung gegenüber Vorjahr)
Ausblick zur Chemieproduktion 2014 (ohne Pharma) (Balkendiagramm)Bild vergrößern
Trends Chemieproduktion 2014–2016
(ohne Pharma)
(Reale jährliche Veränderung im Durchschnitt)
Trends Chemieproduktion 2014–2016 (ohne Pharma) (Balkendiagramm)Bild vergrößern

Wir rechnen mit einem Wachstum der Chemieproduktion (ohne Pharma) im Jahr 2014 von 4,4 % (2013: 4,6 %). Die steigende Nachfrage in den Kundenindustrien wird voraussichtlich zu einer soliden Nachfrage nach Produkten der chemischen Industrie führen. Für die Schwellenländer gehen wir auf Grund der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Konsolidierung im weltgrößten Chemiemarkt China von einem weiterhin hohen, aber im Vergleich zum Vorjahr etwas geringeren Wachstum aus (+6,3 %). Die Chemieproduktion in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird voraussichtlich etwas stärker als 2013 zunehmen (+1,9 %).

Wir erwarten nicht, dass sich die Chemiekonjunktur in der Europäischen Union 2014 durchgreifend beleben wird. Während die Produktion in Spanien und Italien voraussichtlich stagnieren oder leicht sinken wird, rechnen wir in Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich mit einem geringen Wachstum.

Auf Grund des robusten Wachstums der Automobilindustrie, der Bauproduktion und weiterer wichtiger Kundenbranchen prognostizieren wir für die USA eine ähnlich hohe Zuwachsrate der Chemieproduktion wie im Jahr 2013. Die Chemieindustrie in den USA wird in zunehmendem Maße von den günstigen Energie- und Rohstoffkosten profitieren.

In Asien (ohne Japan) werden der Bausektor und die Automobil-, Elektronik- und Konsumgüterbranche 2014 voraussichtlich für eine solide Nachfrage nach Vorleistungen aus der Chemieindustrie sorgen. Infolge der erwarteten Konsolidierung in China gehen wir dennoch von einem etwas schwächeren Wachstum im Vergleich zum Vorjahr aus.

Für Japan rechnen wir auf Grund der prognostizierten höheren Zuwachsraten der Industrieproduktion mit einem zunehmenden Wachstum der Chemiebranche.

Wir gehen davon aus, dass sich das Wachstum der Chemieproduktion in Südamerika 2014 leicht beschleunigen wird. Das Wachstum in Brasilien, dem größten Markt der Region, wird voraussichtlich nur geringfügig zunehmen und weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt des Landes liegen. In Argentinien wird das Umfeld herausfordernd bleiben. Stärkere Wachstumsimpulse werden voraussichtlich von Chile und Kolumbien ausgehen.