Transport und Lagerung

Unsere Regelungen und Maßnahmen für Transport- und Lagersicherheit umfassen die Lieferung von Rohstoffen, die Lagerung und Verteilung von chemischen Produkten zwischen BASF-Standorten und Kunden sowie den Transport von Abfällen von unseren Standorten zu den Entsorgern.

Stationen entlang der Wertschöpfungskette

Die Grafik stellt die verschiedenen Stationen entlang der Wertschöpfungskette dar. Das jeweils dunkelgrün hervorgehobene Feld zeigt an, welche Station im jeweiligen Kapitel thematisiert wird. (hier: Transport, Transport)

Strategie

Ziel 2020

Weniger Transportunfälle
–70 %
Wir wollen die Anzahl der weltweiten Transportunfälle pro 10.000 Transporte auf Basis des Jahres 2003 um 70 % senken.

Wir haben für den Transport und die Lagerung von chemischen Produkten in unseren und in angemieteten Lagern global geltende Richtlinien festgelegt und diese aktualisiert. Um den Transport unserer Produkte mit Binnenschiffen noch sicherer zu gestalten, haben wir im Jahr 2013 neue Anforderungen festgelegt. Zudem haben wir eine Anforderung für die Auswahl von externen Lagern eingeführt, die Sicherheitsaspekte verstärkt mit einbezieht.

Unser Ziel ist es, die Anzahl der weltweiten Transportunfälle pro 10.000 Transporte auf Basis des Jahres 2003 bis zum Jahr 2020 um 70 % auf 0,17 Unfälle zu senken. 2013 haben wir die Zahl der jährlichen Transportunfälle von 0,56 im Jahr 2003 auf 0,22 pro 10.000 Transporte gesenkt (2012: 0,24), das entspricht –61 %. Die Zahl der Produktaustritte bei Transporten lag 2013 bei 0,23 pro 10.000 Transporte (2012: 0,25).

Transportunfälle pro 10.000 Transporte (Reduzierung zu Basisjahr 2003: –61 %)
Transportunfälle pro 10.000 Transporte (Balkendiagramm)Bild vergrößern

Unfallprävention und Hilfsmaßnahmen

Unseren Logistikdienstleistern geben wir weltweit Anforderungen vor und überprüfen sie hinsichtlich Sicherheit und Qualität. Im Jahr 2013 haben wir weltweit rund 450 Unternehmen bewertet. Unsere Experten nutzen sowohl eigene Instrumente zur Bewertung und Überprüfung als auch international anerkannte Systeme wie das europäische Safety-and-Quality-Assessment-System. Stellen wir Abweichungen zu unseren Standards fest, werden diese mit den Logistikdienstleistern erörtert und die erforderlichen Verbesserungsmaßnahmen umgehend eingeleitet.

Im Rahmen eines Kooperationsprojekts des United Nations Environment Programme und des International Council of Chemical Associations haben wir gemeinsam mit anderen Unternehmen im Jahr 2013 Workshops in Mombasa/Kenia und Tema/Ghana zur Transport- und Lagersicherheit in Hafenanlagen durchgeführt.

Für den Transport von Rohstoffen mit hohem Gefährdungspotenzial bewerten wir die Risiken: Im Jahr 2013 haben wir beispielsweise in Italien Risikobewertungen für den kombinierten Transport auf Straße und Schiene von Chlor sowie in Indien für den Transport von Propylenoxid erstellt. Um einheitliche Standards zu Transportsicherheit in der chemischen Industrie weiter voranzutreiben, haben wir 2013 gemeinsam mit dem europäischen Chemieverband CEFIC eine Leitlinie für die Durchführung von Risikobewertungen erarbeitet. Wir planen, diese vom Jahr 2014 an weltweit zu implementieren.

Sollte sich trotz aller Präventivmaßnahmen ein Unfall ereignen, greifen weltweit schnelle und speziell abgestimmte Hilfsmaßnahmen. Mehr als 150 Mitarbeiter sind weltweit als ausgebildete Gefahrgutbeauftragte tätig, in Prozesse und Abläufe bei Hilfsmaßnahmen involviert und unterstützen dabei, geeignete Maßnahmen abzuleiten, um Ereignisse zu vermeiden.

Engagement in externen Netzwerken

Wir engagieren uns in externen Netzwerken, die im Notfall schnell Informationen liefern und Hilfe leisten. Hierzu zählt unter anderem das deutsche Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS), bei dem BASF koordinierend tätig ist. Im Jahr 2013 haben wir anderen Unternehmen in rund 250 Fällen Hilfe geleistet. Die im Rahmen von TUIS gesammelten Erfahrungen nutzen wir für den Aufbau ähnlicher Systeme in anderen Ländern. Im Jahr 2013 haben wir beispielsweise die weltweite Standardisierung von Einsatztechniken bei Unfällen vorangetrieben.

Informationen mit Relevanz im Sinne des Global Compact