Compliance

Mit unserem gruppenweiten Compliance-Programm wollen wir die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Richtlinien sicherstellen. Das Thema Compliance haben wir in unsere „We create chemistry“Strategie integriert. Unser Verhaltenskodex für alle Mitarbeiter verankert diese Standards verbindlich im Unternehmensalltag. Auch die Mitglieder des Vorstands sind diesen Grundsätzen ausdrücklich verpflichtet.

Verhaltenskodex

als Kern unseres Compliance-Programms

mehr als 59.000

Teilnehmer an Compliance-Schulungen

104 Prüfungen

zur Einhaltung von Compliance intern durchgeführt

Das Compliance-Programm der BASF basiert auf international geltenden Standards und fasst wichtige Gesetze sowie teilweise darüber hinausgehende unternehmensinterne Regelwerke zusammen, die das Verhalten aller BASF-Mitarbeiter in ihrem Umgang mit Geschäftspartnern, Amtsträgern, Kollegen und der Gesellschaft regeln. Kern unseres Compliance-Programms ist der globale, einheitliche Verhaltenskodex, den wir an alle Mitarbeiter verteilt haben. Er beschreibt unsere Verhaltensgrundsätze und umfasst nicht nur Themen wie Korruption und Kartellrecht, sondern beispielsweise auch Menschenrechte, Arbeits- und Sozialstandards, Interessenkonflikte sowie Handelskontrolle und Datenschutz.

Die Einhaltung der Compliance-Standards ist Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung. Dies haben wir in unseren Werten ausdrücklich verankert. Dort heißt es: „Wir halten uns strikt an unsere Compliance-Standards.“ Wir sind davon überzeugt, dass die Einhaltung dieser Standards nicht nur die mit Verstößen verbundenen Nachteile – zum Beispiel Strafen und Bußgelder – vermeidet, sondern sehen darin auch den richtigen Weg, um den langfristigen Erfolg unseres Unternehmens sicherzustellen.

Vorrangiges Ziel unseres Compliance-Programms ist es, Verstöße von vornherein zu vermeiden. Zu diesem Zweck müssen alle Mitarbeiter innerhalb vorgeschriebener Fristen an Grund-, Auffrischungs- oder auch Spezialschulungen, zum Beispiel zum Kartellrecht oder zu Handelskontrollbestimmungen, teilnehmen. Die Trainings finden in unterschiedlichen Formaten statt, beispielsweise als Präsenzschulungen, in elektronischer Form oder als Workshops. Im Jahr 2014 haben wir zudem ein neues E-Learning-Programm zum Thema Compliance eingeführt. Insgesamt haben 2014 mehr als 59.000 Mitarbeiter weltweit zusammengenommen circa 65.000 Stunden an Compliance-Schulungen teilgenommen.

Verhaltenskodex der BASF – Compliance-konformes Verhalten ist die Voraussetzung für unser Handeln und umfasst wichtige Gesetze sowie unternehmensinterne Regeln, die teilweise über gesetzliche Verpflichtungen hinausgehen.

Verhaltenskodex der BASF (Grafik)

Kontrolle der Einhaltung unserer Compliance- Grundsätze

  • Zentrale Rolle des Chief Compliance Officers und der Compliance-Beauftragten
  • Weltweit 50 externe Hotlines
  • Compliance-Management-System intern auditiert

Der BASF Chief Compliance Officer (CCO) steuert die Umsetzung unseres Compliance-Management-Systems. Er wird dabei von weltweit 89 Compliance-Beauftragten unterstützt. Der CCO berichtet regelmäßig an den Vorstand über den Stand der Umsetzung sowie wesentliche Erkenntnisse. Außerdem informiert er den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats mindestens einmal jährlich über den Status sowie wesentliche Entwicklungen des Compliance-Programms. Bei wichtigen Ereignissen wird der Prüfungsausschuss durch den Vorstand umgehend unterrichtet.

Wir legen besonderen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter bei Zweifeln aktiv und frühzeitig Rat einholen. Hierfür stehen nicht nur die Vorgesetzten, sondern auch bestimmte Fachstellen sowie die Compliance-Beauftragten des Unternehmens zur Verfügung. Zudem haben wir weltweit 50 externe Hotlines eingerichtet, an die sich unsere Mitarbeiter auch anonym wenden können. Wir stellen sicher, dass jedes Anliegen innerhalb kurzer Zeit bearbeitet und beantwortet wird.

Im Jahr 2014 gingen über unsere externen Hotlines 276 Anrufe und E-Mails ein (2013: 304). Die Anliegen umfassten beispielsweise Fragen zur Personalführung, zum Umgang mit Firmeneigentum und Hinweise auf das Verhalten von Geschäftspartnern. In allen uns bekannt gewordenen Fällen, bei denen ein Verdacht auf Fehlverhalten bestand, haben wir Untersuchungen eingeleitet. Festgestellte Verstöße wurden mit Disziplinarmaßnahmen bis hin zur Entlassung geahndet. Dabei haben wir sichergestellt, dass wir unternehmensintern nach einheitlichen Maßstäben die notwendigen Konsequenzen ziehen. In einem Korruptionsverdachtsfall erfolgte eine Meldung an die zuständigen Behörden.

Die Einheit Corporate Audit der BASF überprüft, ob die Compliance-Grundsätze eingehalten werden. Dabei werden alle Themenfelder möglicher Compliance-Verstöße abgedeckt. Es wird sowohl geprüft, ob die Mitarbeiter die vorgegebenen Regeln einhalten, als auch ob die etablierten Prozesse, Arbeitsabläufe und Kontrollen angemessen und ausreichend sind, um mögliche Risiken zu minimieren oder Verstöße von vornherein auszuschließen. Im Jahr 2014 wurden gruppenweit 104 (2013: 111) solcher Prüfungen durchgeführt, vorwiegend in den Bereichen Kartellrecht, Importe und Exporte sowie Geschenke und Einladungen.

Auch unser Compliance-Management-System selbst wird regelmäßig auditiert, zuletzt im August 2014. Sofern sich aus den Compliance-Audits die Notwendigkeit ergibt, Arbeitsabläufe zu optimieren oder Kontrollmaßnahmen zu vertiefen, setzen wir dies umgehend um. Zudem haben wir die Überprüfung unserer Geschäftspartner im Vertriebsbereich intensiviert. Inhalt und Umfang der Überprüfung werden durch eine global geltende Richtlinie sichergestellt.

Auch außerhalb unseres Unternehmens setzen wir uns für die Einhaltung der Menschenrechte sowie die Bekämpfung von Korruption ein. So sind wir Gründungsmitglied des UN Global Compact und bekennen uns zu unserer Verantwortung entsprechend den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte. Als Mitglied bei Transparency International Deutschland sowie der „Partnering Against Corruption Initiative“ des World Economic Forum begleiten wir die Umsetzung der Zielsetzungen dieser Organisationen. Als Mitglied von UN Global Compact LEAD berichten wir nach dem Blueprint for Corporate Sustainability Leadership. Dieser Aktionsplan umfasst Maßnahmen zur Unterstützung der UN-Entwicklungsziele und zu Themen wie Einbeziehung von Stakeholdern oder auch Transparenz.