27 – Zusatzangaben zu Finanzinstrumenten

27.1 – Finanzwirtschaftliche Risiken

Marktrisiken

Währungsrisiken: Änderungen von Wechselkursen können zu Wertverlusten bei Finanzinstrumenten sowie zu nachteiligen Veränderungen künftiger Zahlungsströme aus geplanten Transaktionen führen. Währungsrisiken aus Finanzinstrumenten resultieren aus der Umrechnung von finanziellen Forderungen, Ausleihungen, Wertpapieren, Barmitteln und finanziellen Verbindlichkeiten zum Stichtagskurs in die funktionale Währung der jeweiligen Gruppengesellschaft. Zur Sicherung des Wechselkursrisikos aus originären Finanzinstrumenten sowie aus geplanten Transaktionen werden Devisenkontrakte in einer Vielzahl von Währungen eingesetzt.

Das Währungsrisiko-Exposure entspricht dem Nettobetrag des Nominalvolumens der originären und der derivativen Finanzinstrumente, die Währungsrisiken ausgesetzt sind. Außerdem werden geplante Einkaufs- und Umsatztransaktionen des jeweiligen Folgejahres einbezogen, soweit diese im Währungsrisikomanagement berücksichtigt werden. Gegenläufige Positionen in derselben Währung werden gegeneinander aufgerechnet.

Bei der Ermittlung der Sensitivität wird eine Abwertung von 10 % aller Währungen gegenüber der jeweiligen funktionalen Währung simuliert. Die Auswirkung auf das Ergebnis vor Ertragsteuern der BASF hätte zum 31. Dezember 2014 −351 Millionen € und zum 31. Dezember 2013 −286 Millionen € betragen. Der Effekt aus den im Rahmen von Hedge Accounting designierten Positionen hätte das Eigenkapital vor Ertragsteuern zum 31. Dezember 2014 um 48 Millionen € erhöht (2013: Erhöhung um 93 Millionen €). Hierbei handelt es sich um Geschäfte in US-Dollar und Britischen Pfund. Das Währungs-Exposure zum 31. Dezember 2014 lag bei 2.009 Millionen € und zum 31. Dezember 2013 bei 1.905 Millionen €.

Exposure und Sensitivität nach Währungen (in Mio. €)

 

 

Exposure 31.12.2014

Sensitivität 31.12.2014

Exposure 31.12.2013

Sensitivität 31.12.2013

USD

 

1.767

−261

1.231

−121

Sonstige

 

242

−42

674

−72

Summe

 

2.009

−303

1.905

−193

Auf Grund des Einsatzes von Optionen zur Absicherung gegenüber Währungsrisiken ist die Sensitivität keine lineare Funktion der unterstellten Veränderung der Wechselkurse.

Zinsänderungsrisiken: Zinsänderungsrisiken bestehen auf Grund potenzieller Änderungen des Marktzinses und können bei festverzinslichen Finanzinstrumenten zu einer Änderung des beizulegenden Zeitwerts und bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zu Zinszahlungsschwankungen führen. Zur Absicherung werden Zinsswaps und kombinierte Zins-/Währungsderivate abgeschlossen. Zinsänderungsrisiken sind im finanzwirtschaftlichen, nicht aber im operativen Bereich von wesentlicher Bedeutung.

Die variable Zinsrisikoposition, die auch im Folgejahr fällige festverzinsliche Anleihen beinhaltet, betrug zum 31. Dezember 2014 −3.343 Millionen € (2013: −2.666 Millionen €). Ein Anstieg aller relevanten Zinssätze um einen Prozentpunkt hätte zum 31. Dezember 2014 ein um 12 Millionen € höheres Ergebnis vor Ertragsteuern und zum 31. Dezember 2013 ein um 6 Millionen € höheres Ergebnis vor Ertragsteuern zur Folge gehabt. Der Effekt aus den im Rahmen von Hedge Accounting designierten Positionen hätte das Eigenkapital vor Ertragsteuern zum 31. Dezember 2014 um 30 Millionen € erhöht (2013: Erhöhung um 19 Millionen €).

Buchwerte der originären verzinslichen Finanzinstrumente (in Mio. €)

 

 

31.12.2014

31.12.2013

 

 

Fest verzinslich

Variabel verzinslich

Fest verzinslich

Variabel verzinslich

Ausleihungen

 

264

760

1.012

122

Wertpapiere

 

33

42

24

6

Finanzschulden

 

11.673

3.711

12.004

2.403

Nominal- und Marktwerte der Zins- und kombinierten Zins-/Währungsswaps (in Mio. €)

 

 

31.12.2014

31.12.2013

 

 

Nominalwert

Marktwert

Nominalwert

Marktwert

Zinsswaps

 

1.900

−31

1.800

−20

davon Festzinszahler-Swaps

 

1.900

−31

1.800

−20

Kombinierte Zins-/Währungsswaps

 

1.979

142

1.667

30

davon feste Verzinsung

 

1.979

142

1.667

30

Optionen zur Beteiligungsveräußerung: BASF und INEOS hatten Optionen zum Ausstieg der BASF aus der Beteiligung an Styrolution vereinbart. Diese Optionen stellten Derivate im Sinne des IAS 39 dar. Eine wesentliche für die Bewertung beider Optionen maßgebliche Risikovariable war der Unternehmenswert. Auf Grund der Verkaufsvereinbarung mit INEOS im Juni 2014 und des im November 2014 erfolgten Abschlusses des Verkaufs bestehen diese Optionen zum 31. Dezember 2014 nicht mehr.

Warenpreisrisiken: Einige Unternehmensbereiche der BASF sind starken Schwankungen der Rohstoffpreise ausgesetzt. Diese resultieren vor allem aus folgenden Rohstoffen: Naphtha, Propylen, Benzol, Laurinöle, Titandioxid, Cyclohexan, Methanol, Erdgas, Butadien, LPG-Kondensat, Ammoniak sowie Edelmetalle. BASF trifft die folgenden Maßnahmen, um Preisrisiken aus dem Rohstoffeinkauf zu reduzieren:

  • BASF verwendet Warenderivate zur Absicherung gegen Risiken aus der Volatilität von Rohstoffpreisen. Dabei handelt es sich insbesondere um Optionen und Swaps auf Erdöl, Erdölprodukte und Erdgas.
  • Im Segment Oil & Gas werden Warenderivate verwendet, insbesondere Swaps auf Ölprodukte, um Margen zu sichern. Margenrisiken entstehen in den volatilen Märkten, wenn Einkaufs- und Verkaufsverträge unterschiedlich verpreist werden.
  • Der Unternehmensbereich Catalysts schließt sowohl kurzfristige als auch langfristige Abnahmeverträge mit Herstellern von Edelmetallen ab und kauft darüber hinaus an den Kassamärkten Edelmetalle von einer Vielzahl von Geschäftspartnern zu. Das Preisrisiko aus Edelmetallen, die für den Weiterverkauf an Dritte oder für die Verwendung in der Produktion von Katalysatoren erworben werden, wird mit derivativen Instrumenten gesichert. Dabei kommen vor allem Terminkontrakte zum Einsatz, die durch Abschluss gegenläufiger Kontrakte oder durch Lieferung des Edelmetalls erfüllt werden.
  • Im Unternehmensbereich Crop Protection ist der Verkaufspreis von Produkten teilweise an den Preis bestimmter Agrarprodukte gekoppelt. Um die daraus entstehenden Risiken abzusichern, werden Derivate auf Agrarprodukte abgeschlossen.

Darüber hinaus hält BASF bei Edelmetallen und Erdölprodukten in begrenztem Umfang ungesicherte Positionen zu Eigenhandelszwecken, die auch derivative Instrumente umfassen können. Der Wert dieser Positionen ist der Volatilität der Marktpreise ausgesetzt und unterliegt einer ständigen Kontrolle.

Im Rahmen des CO2-Emissionshandels werden verschiedene Arten von CO2-Zertifikaten auf Termin ge- und verkauft. Ziel dieser Transaktionen ist es, im Markt vorhandene Preisdifferenzen zu nutzen. Die Erfüllung der Geschäfte erfolgt durch physische Lieferung. Sowohl zum 31. Dezember 2014 als auch zum 31. Dezember 2013 waren keine Geschäfte im Bestand. Darüber hinaus hält BASF in geringem Umfang Derivate auf Emissionszertifikate.

Auf Grund des Haltens von Warenderivaten und Edelmetallhandelspositionen ist BASF Preisrisiken ausgesetzt. Diese Risiken bestehen darin, dass die Bewertung von Warenderivaten und Edelmetallhandelspositionen zum Marktwert bei einer nachteiligen Veränderung der Marktpreise zu Belastungen von Ergebnis und Eigenkapital der BASF führen kann.

BASF führt Value-at-Risk-Analysen für alle Warenderivate und Edelmetallhandelspositionen durch. Mit Value at Risk wird fortlaufend das Marktrisiko quantifiziert und der maximal mögliche Verlust innerhalb des gegebenen Konfidenzintervalls über einen bestimmten Zeitraum prognostiziert. Der Value-at-Risk-Rechnung liegt ein Konfidenzintervall von 95 % und eine Haltedauer von einem Tag zu Grunde. Die Anwendung des Konfidenzintervalls von 95 % bedeutet, dass der maximale Verlust in einem Zeitraum von einem Tag mit einer Wahrscheinlichkeit von 95 % den Value at Risk nicht übersteigt. Für Edelmetalle basiert der Value at Risk auf einem Konfidenzintervall von 99 %. BASF wendet den Varianz-Kovarianz-Ansatz an.

BASF nutzt Value at Risk im Zusammenhang mit anderen Kennzahlen im Rahmen des Risikomanagementsystems. Neben Value at Risk werden volumenbasierte Grenzen, Exposure- und Stop-Loss-Limits gesetzt.

Risikoposition aus Warenderivaten (in Mio. €)

 

 

31.12.2014

31.12.2013

 

 

Exposure

Value at Risk

Exposure

Value at Risk

Erdöl, Erdölprodukte und Erdgas

 

959

22

3.291

29

Edelmetalle

 

61

1

42

1

Emissionszertifikate

 

14

1

Agrarprodukte

 

120

0

−133

1

Summe

 

1.154

24

3.200

31

Das Exposure entspricht dem Nettobetrag aller Kauf- und Verkaufspositionen der jeweiligen Warenkategorie.

Ausfall- oder Bonitätsrisiken

Ausfall- oder Bonitätsrisiken bestehen, wenn Vertragspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. BASF analysiert regelmäßig die Kreditwürdigkeit jedes wesentlichen Schuldners und räumt auf dieser Grundlage Kreditlimits ein. Auf Grund der weltweiten Tätigkeit und der diversifizierten Kundenstruktur der BASF-Gruppe liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor. Der Buchwert aller Forderungen, Ausleihungen und verzinslichen Wertpapiere zuzüglich der Nominalwerte der Haftungsverhältnisse ohne potenzielle Gewährleistungsverpflichtungen stellt das maximale Ausfallrisiko der BASF dar.

Liquiditätsrisiken

Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden frühzeitig im Rahmen der Liquiditätsplanung erkannt. Durch das laufende Commercial-Paper-Programm sowie von Banken verbindlich zugesagte Kreditlinien kann BASF jederzeit auf umfangreiche liquide Mittel zurückgreifen.

27.2 – Fälligkeitsanalyse

Relevant für die Darstellung der Fälligkeiten vertraglicher Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten sind Zinszahlungen und Zahlungen des Prinzipals sowie sonstige Zahlungen für derivative Finanzinstrumente. In dieser Darstellung werden künftige Zahlungsströme nicht abgezinst.

Derivate werden mit ihren Nettozahlungsströmen einbezogen, soweit sie negative Marktwerte haben und daher Verbindlichkeiten darstellen. Derivate mit positiven Marktwerten sind Vermögenswerte und werden daher nicht berücksichtigt.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Wesentlichen unverzinslich und innerhalb eines Jahres fällig. Der Buchwert von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht daher der Summe der künftigen Zahlungsströme.

Fälligkeiten vertraglicher Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 (in Mio. €)

 

 

Anleihen
und sonstige
Kapitalmarkt­verbind­lichkeiten

Verbind­lichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten

Derivative Verbind­lichkeiten

Sonstige
Verbind­lichkeiten

Summe

2015

 

2.748

1.197

821

877

5.643

2016

 

1.178

57

33

40

1.308

2017

 

1.680

24

6

37

1.747

2018

 

1.995

3

12

12

2.022

2019

 

905

1.572

3

11

2.491

2020 und darüber hinaus

 

6.484

8

44

624

7.160

Summe

 

14.990

2.861

919

1.601

20.371

Fälligkeiten vertraglicher Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2013 (in Mio. €)

 

 

Anleihen
und sonstige
Kapitalmarkt­verbind­lichkeiten

Verbind­lichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten

Derivative Verbind­lichkeiten

Sonstige
Verbind­lichkeiten

Summe

2014

 

2.894

815

171

921

4.801

2015

 

2.506

1.029

28

79

3.642

2016

 

1.285

20

2

49

1.356

2017

 

976

2

25

1.003

2018

 

1.934

2

22

1.958

2019 und darüber hinaus

 

5.539

9

425

5.973

Summe

 

15.134

1.877

201

1.521

18.733

27.3 – Finanzinstrumente nach Klassen und Kategorien

Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Übrigen Forderungen und sonstigem Vermögen, Ausleihungen, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstigen Verbindlichkeiten entspricht der Buchwert annähernd dem Marktwert. In den Sonstigen Finanzanlagen sind nicht an einem aktiven Markt notierte Beteiligungen enthalten, deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich ermittelt werden kann und die daher zu Anschaffungskosten bewertet werden.

Der Buchwert der Beteiligungen, die an einem aktiven Markt notiert sind und daher zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, belief sich zum 31. Dezember 2014 auf weniger als 1 Million € und zum 31. Dezember 2013 auf 1 Million €. Diese sind im Posten Sonstige Finanzanlagen enthalten.

Der Buchwert der Finanzschulden betrug 15.384 Millionen € zum 31. Dezember 2014 sowie 14.407 Millionen € zum 31. Dezember 2013. Der Marktwert der Finanzschulden belief sich zum Jahresende 2014 auf 16.194 Millionen € gegenüber 14.918 Millionen € am Jahresende 2013. Der Marktwert von Finanzschulden wird auf der Grundlage von Interbank-Zinssätzen ermittelt. Die Differenz zwischen Buch- und Marktwert resultiert vornehmlich aus Zinsänderungen.

Buch- und Marktwerte von Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2014 (in Mio. €)

 

 

Buchwerte

Summe Buchwerte im An­wendungs­bereich des IFRS 7

Bewer­tungs­kategorien gemäß IAS 39 2

Fair Value

davon Fair Value Stufe 1 3

davon Fair Value Stufe 2 4

davon Fair Value Stufe 3 5

Beteiligungen 1

 

462

462

Afs

0

0

Forderungen aus Finanzierungsleasing

 

43

43

n.a.

43

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

10.385

10.385

LaR

10.385

Derivate – kein Hedge Accounting

 

772

772

aFVtPL

772

23

749

Derivate – Hedge Accounting

 

61

61

n.a.

61

61

Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen 6

 

4.654

1.965

LaR

1.965

Wertpapiere

 

97

97

Afs

97

97

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

1.718

1.718

LaR

1.718

1.718

Summe Vermögenswerte

 

18.192

15.503

 

15.041

1.838

810

Anleihen

 

12.424

12.424

AmC

13.234

Commercial Paper

 

124

124

AmC

124

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

2.836

2.836

AmC

2.836

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

 

90

90

n.a.

90

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

4.861

4.861

AmC

4.861

Derivate – kein Hedge Accounting

 

622

622

aFVtPL

622

13

609

Derivate – Hedge Accounting

 

614

614

n.a.

614

614

Übrige Verbindlichkeiten 6

 

3.435

1.952

AmC

1.952

Summe Verbindlichkeiten

 

25.006

23.523

 

24.333

13

1.223

Buch- und Marktwerte von Finanzinstrumenten zum 31. Dezember 2013 (in Mio. €)

 

 

Buchwerte

Summe Buchwerte im An­wendungs­bereich des IFRS 7

Bewer­tungs­kategorien gemäß IAS 39 2

Fair Value

davon Fair Value Stufe 1 3

davon Fair Value Stufe 2 4

davon Fair Value Stufe 3 5

1

Der Unterschied zwischen Buchwert und Fair Value resultiert aus zu Anschaffungskosten bewerteten Beteiligungen, für die die beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich bestimmbar sind (2014: 462 Millionen €, 2013: 610 Millionen €).

2

Afs: Available-for-sale (Kategorie: zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte); LaR: Loans and receivables (Kategorie: Kredite und Forderungen); aFVtPL: at-fair-value-through-profit-or-loss (Kategorie: Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden); AmC: Amortized Cost (Kategorie: Finanzielle Verbindlichkeiten, die keine Derivate sind); eine detaillierte Beschreibung der Kategorien ist in Anmerkung 1 enthalten.

3

Die Ermittlung des Fair Value erfolgte auf Basis notierter, unangepasster Preise auf aktiven Märkten.

4

Die Ermittlung des Fair Value erfolgte auf Basis von Parametern, für die direkt oder indirekt abgeleitete notierte Preise auf einem aktiven Markt zur Verfügung stehen.

5

Die Ermittlung des Fair Value erfolgte auf Basis von Parametern, für die keine beobachtbaren Marktdaten zur Verfügung stehen.

6

Ohne die separat dargestellten Derivate sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Beteiligungen 1

 

611

611

Afs

1

1

Forderungen aus Finanzierungsleasing

 

29

29

n.a.

29

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

10.233

10.233

LaR

10.233

Derivate – kein Hedge Accounting

 

347

347

aFVtPL

347

7

340

Derivate – Hedge Accounting

 

72

72

n.a.

72

72

Übrige Forderungen und sonstiges Vermögen 6

 

4.143

1.746

LaR

1.746

Wertpapiere

 

49

49

Afs

49

49

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

1.827

1.827

LaR

1.827

1.827

Summe Vermögenswerte

 

17.311

14.914

 

14.304

1.884

412

Anleihen

 

11.363

11.363

AmC

11.874

Commercial Paper

 

1.232

1.232

AmC

1.232

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

 

1.812

1.812

AmC

1.812

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

 

85

85

n.a.

85

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

 

5.153

5.153

AmC

5.153

Derivate – kein Hedge Accounting

 

275

275

aFVtPL

275

3

156

116

Derivate – Hedge Accounting

 

84

84

n.a.

84

84

Übrige Verbindlichkeiten 6

 

3.040

1.658

AmC

1.658

Summe Verbindlichkeiten

 

23.044

21.662

 

22.173

3

240

116

Derivate, für die die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts auf nicht am Markt beobachtbaren Parametern basiert (Stufe 3), beinhalteten im Vorjahr ausschließlich die mit INEOS vereinbarten Optionen über den Verkauf des von BASF gehaltenen Anteils an der Styrolution Holding GmbH. Die Verkaufsoption und die Kaufoption wurden in der Bilanz unter den langfristigen sonstigen Forderungen beziehungsweise den langfristigen sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Marktwert der Optionen belief sich zum 31. Dezember 2013 auf −116 Millionen €. Bis zur Bekanntgabe der mit INEOS getroffenen Verkaufsvereinbarung im Juni 2014 führte die Marktbewertung der Optionen im Berichtsjahr zu einem Aufwand von −42 Millionen €, welcher im Finanzergebnis erfasst wurde. Mit Abschluss des Styrolution-Verkaufs im November 2014 wurden die Marktwerte der Optionen in Höhe von −158 Millionen € erfolgswirksam gegen das Abgangsergebnis ausgebucht.

Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 (in Mio. €)

 

 

Saldierte Beträge

Nicht saldierungsfähige Beträge

 

 

 

Brutto­ausweis

Saldier­ung

Netto­ausweis

auf Grund von Global­netting­verein­barungen

im Zusam­menhang mit
finanziellen Sicherheiten

Potenzieller Nettobetrag

Derivate mit positiven Marktwerten

 

788

−4

784

−293

−6

485

Derivate mit negativen Marktwerten

 

1.201

−4

1.197

−297

−77

823

Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2013 (in Mio. €)

 

 

Saldierte Beträge

Nicht saldierungsfähige Beträge

 

 

 

Brutto­ausweis

Saldier­ung

Netto­ausweis

auf Grund von Global­netting­verein­barungen

im Zusam­menhang mit
finanziellen Sicherheiten

Potenzieller Nettobetrag

Derivate mit positiven Marktwerten

 

413

−24

389

−63

−32

294

Derivate mit negativen Marktwerten

 

257

−24

233

−87

−15

131

Die Tabelle Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten zeigt, in welchem Maße finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten in der Bilanz saldiert wurden sowie mögliche Auswirkungen aus der Aufrechnung von Instrumenten, die einer rechtlich durchsetzbaren Globalnettingvereinbarung oder einer ähnlichen Vereinbarung unterliegen. Gemäß IAS 32 sind finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nur dann zu saldieren, wenn ein Unternehmen einen Rechtsanspruch auf die Verrechnung hat und auch beabsichtigt, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen.

Abweichungen zu den innerhalb der übrigen Forderungen und übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Posten Derivate mit positiven Marktwerten und Derivate mit negativen Marktwerten ergaben sich zum Jahresende 2013 im Wesentlichen aus den Optionen zur Beteiligungsveräußerung, da diese keiner Nettingvereinbarung unterliegen und somit nicht in obiger Aufstellung enthalten sind. Gleiches gilt für beide Berichtsjahre für eingebettete Derivate sowie Derivate, die keiner Aufrechnungsvereinbarung unterliegen.

Die Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten umfassen Bewertungsergebnisse, das Fortschreiben von Agien und Disagien, das Erfassen und das Stornieren von Aufwendungen aus Wertminderungen, Ergebnisse aus der Währungsumrechnung sowie Zinsen, Dividenden und alle sonstigen Ergebniswirkungen aus Finanzinstrumenten. Im Posten Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente sind nur Ergebnisse aus solchen Instrumenten enthalten, die nicht als Sicherungsinstrumente im Rahmen einer Sicherungsbeziehung nach IAS 39 designiert sind. Nettogewinne und Nettoverluste aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten enthalten Ergebnisse aus Abschreibungen, Zuschreibungen, Zinsen, Dividenden sowie Umbuchungen von Bewertungseffekten aus dem Eigenkapital bei Veräußerung von Wertpapieren beziehungsweise Beteiligungen.

Die Nettoverluste aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen Ergebnisse aus der Währungsumrechnung.

Nettogewinne und Nettoverluste aus Finanzinstrumenten (in Mio. €)

 

 

2014

2013

Kredite und Forderungen

 

389

−295

davon Zinsergebnis

 

105

92

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

 

224

−28

davon Zinsergebnis

 

1

2

Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten

 

−1.056

−115

davon Zinsergebnis

 

−421

−450

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte finanzielle Finanzinstrumente

 

−19

22

27.4 – Derivative Finanzinstrumente und Sicherungsbeziehungen

Einsatz derivativer Finanzinstrumente

BASF ist im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Währungs-, Zinsänderungs- und Warenpreisrisiken ausgesetzt. Diese Risiken werden nach einer zentral festgelegten Strategie bei Bedarf durch derivative Instrumente abgesichert. Zusätzlich werden derivative Instrumente auch als Ersatz für originäre Finanzinstrumente, zum Beispiel festverzinsliche Wertpapiere, genutzt. Eine Absicherung wird nur für bestehende Grundgeschäfte aus dem Produktgeschäft, Geldanlagen und Finanzierungen sowie für erwartete Umsätze und Rohstoffbezüge vorgenommen. Die aus den Grundgeschäften resultierenden Risiken sowie die Derivate werden laufend überwacht. BASF unterliegt Kreditrisiken aus Derivategeschäften, soweit diese einen positiven Marktwert haben und die Vertragspartner ihre Leistungen nicht erfüllen können. Zur Beschränkung des Ausfallrisikos bei den positiven Marktwerten der Derivate werden Transaktionen nur im Rahmen festgelegter Limits mit Banken und Partnern guter Bonität getätigt.

Um ein effizientes Risikomanagement zu ermöglichen, werden Risikopositionen bei der BASF SE und bestimmten Gruppengesellschaften zentralisiert. Der Abschluss und die Abwicklung der zu Sicherungszwecken abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente erfolgen nach internen Richtlinien und unterliegen strengen Kontrollen.

Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden anhand von Bewertungsmodellen ermittelt, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren. Ausnahme hiervon bilden einige Warenderivate, deren Bewertung unmittelbar auf Marktpreisen beruht.

Marktwerte derivativer Instrumente (in Mio. €)

 

 

31.12.2014

31.12.2013

Devisentermingeschäfte

 

−104

48

Währungsoptionen

 

80

93

Fremdwährungsderivate

 

−24

141

davon als Sicherungsinstrumente im Sinne von IAS 39 designiert (Hedge Accounting)

 

−45

38

Zinsswaps

 

−31

−20

davon als Sicherungsinstrumente im Sinne von IAS 39 designiert (Hedge Accounting)

 

−30

4

Kombinierte Zins-/Währungsswaps

 

142

30

davon als Sicherungsinstrumente im Sinne von IAS 39 designiert (Hedge Accounting)

 

39

−34

Zinsderivate

 

111

10

Optionen zur Beteiligungsveräußerung

 

−116

Warenderivate

 

−490

25

davon als Sicherungsinstrumente im Sinne von IAS 39 designiert (Hedge Accounting)

 

−517

−20

Derivative Finanzinstrumente

 

−403

60

Cashflow Hedge Accounting

Ein Teil der geplanten Einkäufe von Naphtha wird mit Swaps und Optionen auf Öl und Ölprodukte gesichert. Diese Sicherungsbeziehungen wurden im Abschluss der BASF teilweise mittels Cashflow Hedge Accounting abgebildet, so dass Gewinne und Verluste aus den Sicherungsinstrumenten zunächst ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst wurden. Die Gewinne oder Verluste aus den Sicherungsinstrumenten werden zu dem Zeitpunkt, in dem das Grundgeschäft in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst wird, in den Herstellungskosten berücksichtigt.

Des Weiteren wird in geringem Umfang Cashflow Hedge Accounting für Erdgasbezüge angewandt.

Im Arbeitsgebiet Natural Gas Trading setzt BASF Cashflow Hedge Accounting für Swaps auf Erdöl ein, um sich gegen Preisrisiken aus Ein- und Verkaufsverträgen für Erdgas abzusichern. Diese Verträge sind variabel verpreist, die Preisformel ist an den Ölpreis gekoppelt.

Sowohl der überwiegende Teil der geplanten Transaktionen als auch die daraus resultierende Erfolgswirkung treten innerhalb des jeweils auf den Bilanzstichtag folgenden Jahres ein. Ein geringer Teil davon entfällt auf spätere Jahre. Im Jahr 2014 wurden −322 Millionen € und im Jahr 2013 −9 Millionen € an effektiven Wertänderungen von Sicherungsinstrumenten im Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE gebucht. Aus dem Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE ausgebucht und direkt als Aufwand in den Herstellungskosten erfasst wurden im Jahr 2014 19 Millionen €. Im Jahr 2013 entstand hieraus ein Aufwand in Höhe von 9 Millionen €. Der ineffektive Teil der Wertänderungen der Sicherungsinstrumente betrug −4 Millionen € im Jahr 2014 und 2 Millionen € im Jahr 2013. Dieser Betrag wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Herstellungskosten sowie in den Sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

BASF wendet Cashflow Hedge Accounting für Derivate zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken aus Gasein- und -verkaufsverträgen an. Im Jahr 2014 wurden effektive Wertänderungen aus den Sicherungsgeschäften in Höhe von −110 Millionen € und im Jahr 2013 in Höhe von −32 Millionen € im Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE erfasst. Ineffektivitäten traten nicht auf. Ausbuchungen aus dem Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE erhöhten die Herstellungskosten um 101 Millionen € (2013: 21 Millionen €).

BASF wendet Cashflow Hedge Accounting teilweise auch für Fremdwährungsderivate zur Absicherung geplanter Umsätze in US-Dollar an. Die Erfolgswirkung aus den zu Grunde liegenden Transaktionen tritt im Jahr 2015 ein. Im Jahr 2014 wurden effektive Wertänderungen aus den Sicherungsgeschäften in Höhe von −66 Millionen € und im Jahr 2013 in Höhe von −18 Millionen € im Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE erfasst. Ausbuchungen aus dem Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE beliefen sich auf 37 Millionen € (2013: 43 Millionen €) und wurden in den Aufwendungen aus Fremdwährungsgeschäften erfasst. Die Absicherung war vollständig effektiv.

Das Zinsänderungsrisiko der im Berichtsjahr emittierten variabel verzinslichen 300 Millionen € Anleihe 2014/2017 sowie der im Vorjahr emittierten variabel verzinslichen Anleihen wurde mittels Zinsswaps abgesichert. Die Anleihen und die Zinsswaps wurden als Sicherungsbeziehung designiert. Im Jahr 2014 wurden effektive Wertänderungen in Höhe von −22 Millionen € im Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE erfasst (2013: −10 Millionen €). Ineffektivitäten traten nicht auf.

Des Weiteren wurde das im Vorjahr begebene fix verzinsliche US Private Placement der BASF SE in Höhe von 1,25 Milliarden US$ mittels Währungsswaps in Euro gewandelt. Diese Absicherung wurde als Cashflow Hedge designiert. Die Absicherung war vollständig effektiv. Im Jahr 2014 wurden Wertänderungen in Höhe von 38 Millionen € im Eigenkapital der Aktionäre der BASF SE erfasst (2013: −7 Millionen €). Im Jahr 2014 wurden 110 Millionen € bei der Position Sonstige Eigenkapitalposten ausgebucht und als Ertrag im Finanzergebnis erfasst (2013: 14 Millionen € Ertrag im Finanzergebnis).