20 – Sonstige Eigenkapitalposten

Sonstige Eigenkapitalposten

Die ergebnisneutral im sonstigen Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge werden in zwei Kategorien unterteilt: Posten, die in Zukunft über die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht werden (sogenanntes Recycling) oder nicht. Zu der ersten Kategorie gehören Translationsanpassungen, die Bewertung von Wertpapieren zu Marktwerten und die Marktwertänderungen von Derivaten, die zur Absicherung künftiger Zahlungsströme und von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe eingesetzt werden. Zu den Posten im sonstigen Eigenkapital, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, gehören die Effekte aus der Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne und die Neubewertung von Vermögenswerten und Schulden auf Grund von Mehrheitserwerb.

Translationsanpassung

Die Differenz zwischen dem zu historischen Kursen bei Einzahlung oder Einbehalt und dem zu Stichtagskursen am Abschlussstichtag umgerechneten Eigenkapital der Gesellschaften wird als Translationsanpassung gesondert im Eigenkapital ausgewiesen und erst beim Abgang einer Gesellschaft erfolgswirksam berücksichtigt.

Bewertung von Wertpapieren zu Marktwerten

Bei voll und anteilmäßig konsolidierten sowie den im Rahmen der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften werden Wertänderungen der zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere, die über den Anschaffungskosten liegen, so lange ergebnisneutral im Eigenkapital berücksichtigt, bis diese Wertpapiere veräußert werden. Bei Veräußerung werden die im Eigenkapital ausgewiesenen Wertänderungen ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Absicherung zukünftiger Zahlungsströme (Cashflow Hedge)

Zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen werden Derivate eingesetzt. Der effektive Teil der Marktwertänderung dieser Derivate wird ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst. Dies umfasst auch die Eigenkapitaleffekte aus der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme von im Rahmen der Equity-Methode einbezogenen Gesellschaften.

Der deutliche Rückgang der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme im Jahr 2014 resultierte im Wesentlichen aus einem Anstieg der negativen Marktbewertung von Warenderivaten bei der WINGAS GmbH.

Die Absicherung zukünftiger Zahlungsströme bei der at Equity einbezogenen Beteiligung an Nord Stream AG, Zug/Schweiz, ergab im Jahr 2014 eine Veränderung in Höhe von −29 Millionen € und im Jahr 2013 in Höhe von 30 Millionen €.

Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe

Zur Absicherung von Translationsrisiken aus Investitionen in ausländische Tochtergesellschaften kann Hedge Accounting angewendet werden. Die im Eigenkapital erfassten Effekte werden beim Verkauf der Tochtergesellschaften oder bei der Rückführung des Kapitals ergebniswirksam erfasst.

Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus Schätzungsänderungen in Bezug auf versicherungsmathematische Annahmen, die der Berechnung der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen zu Grunde liegen, sowie die Differenz zwischen normiertem und tatsächlichem Ertrag aus Planvermögen werden ergebnisneutral im sonstigen Eigenkapital ausgewiesen.

Neubewertung auf Grund von Mehrheitserwerb

Effekte aus der Neubewertung des Reinvermögens auf Grund des Mehrheitserwerbs von zuvor anteilmäßig konsolidierten Gesellschaften wurden bis 2008 ergebnisneutral im Eigenkapital abgebildet. Die zusätzliche Abschreibung des neubewerteten Vermögens führte zu einer ergebnisneutralen Auflösung dieser Eigenkapitalposition bis 2013.