11 – Steueraufwand

Millionen €

 

2014

2013

Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und Gewerbeertragsteuer (Deutschland)

 

528

339

Ausländische Ertragsteuern

 

1.244

1.139

Steuern für Vorjahre

 

−127

−65

Laufender Aufwand für Ertragsteuern

 

1.645

1.413

Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (−)

 

66

74

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

 

1.711

1.487

Sonstige Steuern sowie Umsatz- und andere Verbrauchsteuern

 

266

342

Steueraufwand

 

1.977

1.829

Das Ergebnis vor Ertragsteuern beläuft sich insgesamt auf 7.203 Millionen € (2013: 6.600 Millionen €). Davon entfallen 1.797 Millionen € (2013: 1.860 Millionen €) auf Deutschland und 5.406 Millionen € (2013: 4.740 Millionen €) auf das Ausland.

In Deutschland wird auf ausgeschüttete und auf einbehaltene Gewinne einheitlich eine Körperschaftsteuer von 15,0 % und darauf ein Solidaritätszuschlag von 5,5 % erhoben. Neben der Körperschaftsteuer ist für die in Deutschland erzielten Gewinne eine Gewerbeertragsteuer zu zahlen. Diese variiert in Abhängigkeit von den Kommunen, in denen das Unternehmen vertreten ist. Für das Jahr 2014 ergab sich ein gewichteter Durchschnittssatz von 13,4 % (2013: 13,3 %). Auf Grund einer Anhebung des Gewerbesteuerhebesatzes in Ludwigshafen erhöht sich der gewichtete Durchschnittssatz ab dem Jahr 2015 auf 14 %.

Infolgedessen wurden die latenten Steuern bei deutschen Gruppengesellschaften mit 30 % (2013: 29 %) berechnet.

Der von den ausländischen Gruppengesellschaften erzielte Gewinn wird mit den im jeweiligen Sitzland geltenden Sätzen versteuert.

Die latenten Steuern wurden im Ausland mit den im jeweiligen Sitzland maßgeblichen Steuersätzen von durchschnittlich 32,6 % im Jahr 2014 und 30,8 % im Jahr 2013 ermittelt.

In den sonstigen Steuern waren Grundsteuer und andere vergleichbare Steuern von 96 Millionen € im Jahr 2014 und 99 Millionen € im Jahr 2013 enthalten. Sie sind den betrieblichen Funktionskosten zugeordnet.

Aus der Veränderung von Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche für steuerliche Verlustvorträge resultierte ein Ertrag in Höhe von 3 Millionen € im Jahr 2014 und 6 Millionen € im Jahr 2013.

Überleitungsrechnung auf den effektiven Steueraufwand und die Steuerquote

 

 

2014

2013

 

 

Millionen €

%

Millionen €

%

Ergebnis vor Ertragsteuern

 

7.203

6.600

Erwartete Körperschaftsteuer nach der Tarifbelastung in Deutschland (15 %)

 

1.080

15,0

990

15,0

Solidaritätszuschlag

 

11

0,2

8

0,1

Gewerbeertragsteuer

 

217

3,0

182

2,7

Einfluss abweichender Steuersätze für Einkommen ausländischer Gruppengesellschaften

 

920

12,8

718

10,9

Steuerfreie Erträge

 

−354

−4,9

−258

−3,9

Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen

 

111

1,5

90

1,4

Ergebnis von nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (Nach-Steuer-Ergebnis)

 

−45

−0,6

−45

−0,7

Steuern für Vorjahre

 

−127

−1,8

−65

−1,0

Latente Steuerschulden für sich zukünftig umkehrende temporäre Differenzen auf Anteile an Beteiligungen

 

−7

−0,1

−16

−0,2

Sonstiges

 

−95

−1,3

−117

−1,8

Effektive Ertragsteuern/Steuerquote

 

1.711

23,8

1.487

22,5

Für geplante Dividendenausschüttungen von Gruppengesellschaften und geplante Veräußerungen werden die zukünftig entstehenden Ertrag- und Quellensteuern als latente Steuerschulden abgegrenzt, sofern diese zur Umkehr einer temporären Differenz führen. Für geplante Dividendenausschüttungen wurde ein Planungshorizont von einem Jahr unterstellt. Ein Rückgang der geplanten Ausschüttungen führte zu einem latenten Steuerertrag von 7 Millionen € im Jahr 2014 (2013: 16 Millionen €).

Die Anhebung des durchschnittlichen Steuersatzes der Gewerbesteuer in Deutschland führte zu einem latenten Steueraufwand in Höhe von 37 Millionen €. Belastungen der Konzernsteuerquote durch Ergebnisverbesserungen in hoch besteuerten Ländern, insbesondere Norwegen, standen weitgehend steuerfreie Erträge im Zusammenhang mit Beteiligungsveräußerungen gegenüber, insbesondere der Anteile an Styrolution, an VNG – Verbundnetz Gas AG sowie aus der Veräußerung von Öl-und-Gas-Feldern in der Nordsee an die MOL-Gruppe. Daneben führten Auflösungen aus Steuerverpflichtungen für Vorjahre zu Entlastungen der Konzernsteuerquote. Im Vorjahr führte die Veräußerung von Anteilen am Entwicklungsfeld Edvard Grieg sowie das Ergebnis aus dem Verlust der Kontrolle an der GASCADE Gastransport GmbH zu keinen steuerlichen Belastungen.

Abgrenzungsposten für latente Steuern (in Mio. €)

 

 

Latente Steueransprüche

Latente Steuerschulden

 

 

2014

2013

2014

2013

Immaterielle Vermögenswerte

 

119

128

1.747

1.806

Sachanlagen

 

199

224

3.195

2.415

Finanzanlagen

 

24

13

87

70

Vorräte und Forderungen

 

294

263

766

614

Pensionsrückstellungen

 

2.687

1.577

487

463

Übrige Rückstellungen und Verbindlichkeiten

 

1.574

1.164

152

129

Steuerliche Verlustvorträge

 

388

423

Sonstiges

 

155

204

146

244

Saldierungen

 

−3.160

−2.847

−3.160

−2.847

Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche

 

−87

−143

davon auf steuerliche Verlustvorträge

 

−40

−48

Summe

 

2.193

1.006

3.420

2.894

davon kurzfristig

 

597

440

346

290

Latente Steuern ergeben sich aus temporären Abweichungen zwischen steuerbilanziellen Wertansätzen und den gemäß IFRS bilanzierten Vermögenswerten und Schulden sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen und noch nicht genutzten Steuergutschriften. Durch die Neubewertung aller Vermögenswerte und Schulden im Rahmen von Akquisitionen gemäß IFRS 3 bestehen wesentliche Abweichungen zwischen den anzusetzenden Zeitwerten und den Werten in der Steuerbilanz, die hauptsächlich zur Bilanzierung von latenten Steuerschulden führen.

Latente Steueransprüche wurden mit latenten Steuerschulden derselben Fristigkeit saldiert, sofern diese sich gegen dieselbe Steuerbehörde richten.

Für temporäre Differenzen aus thesaurierten Gewinnen von Tochtergesellschaften in Höhe von 7.472 Millionen € im Jahr 2014 (7.985 Millionen € im Jahr 2013) wurden keine latenten Steuerschulden angesetzt, da diese Gewinne bei Ausschüttung keiner entsprechenden Besteuerung unterliegen oder auf unbestimmte Zeit reinvestiert werden sollen.

Die steuerlichen Verlustvorträge teilen sich regional wie folgt auf:

Steuerliche Verlustvorträge (in Mio. €)

 

 

Steuerliche Verlustvorträge

Latente Steueransprüche

 

 

2014

2013

2014

2013

Deutschland

 

1

1

Ausland

 

2.302

2.379

348

375

Summe

 

2.303

2.380

348

375

Steuerliche Verlustvorträge bestehen insbesondere in den Regionen Europa, Asien und Nordamerika. Steuerliche Verluste können in Deutschland auf unbestimmte Zeit vorgetragen werden. Im Ausland ist der Vortrag nur bedingt möglich. Der wesentliche Bestand an Verlustvorträgen wird in Europa bis zum Jahr 2018, in Asien bis zum Jahr 2019 und in Nordamerika bis zum Jahr 2032 verfallen. Für steuerliche Verlustvorträge von 14 Millionen € wurden Wertberichtigungen auf latente Steueransprüche aufgelöst (2013: 14 Millionen €). Auf steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 1.441 Millionen € (2013: 1.350 Millionen €) wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet.

Steuerschulden umfassen überwiegend veranlagte Ertragsteuern und sonstige Steuern sowie noch nicht veranlagte Ertragsteuern des laufenden Jahres. Im Jahr 2014 betrugen die Steuerschulden 1.079 Millionen € (2013: 968 Millionen €).