2.4 – Akquisitionen und Devestitionen

Akquisitionen

Folgende Aktivitäten wurden von BASF im Jahr 2014 erworben:

  • Am 31. Oktober 2014 vollzog BASF im Segment Oil & Gas den Erwerb eines Anteils von 2,5 % am Produktionsfeld Brage in der norwegischen Nordsee von Tullow Oil Norge AS, Oslo/Norwegen. Die Transaktion wurde mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2014 abgeschlossen. Mit diesem Erwerb erhöhte BASF ihre Beteiligung an Brage auf insgesamt 35,2 %.
  • Am 1. Dezember 2014 schloss BASF im Segment Oil & Gas den am 12. September 2014 mit Statoil, Stavanger/Norwegen, vereinbarten Erwerb von Anteilen an den produzierenden Feldern Gjøa (5 %) und Vega (24,5 %), am Entwicklungsprojekt Aasta Hansteen (24 %), dem Fund Asterix (19 %), dem Pipelineprojekt Polarled (13,2 %) sowie an vier Explorationslizenzen in der Nähe von Aasta Hansteen ab. Der Kaufpreis betrug 1,25 Milliarden US$ beziehungsweise 1,0 Milliarden €. Darüber hinaus wird BASF eine zusätzliche Zahlung von bis zu 50 Millionen US$ leisten, wenn das Aasta-Hansteen-Feld gemäß dem aktuellen Projektplan entwickelt wird. Die Transaktion wurde mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2014 vollzogen. Die seit Jahresbeginn 2014 angefallenen Erträge der anteiligen Produktion sowie die getätigten Investitionen führten zu einer Anpassung des vertraglichen Kaufpreises. Weiterhin wurde in Höhe des Erwartungswertes der zukünftig zu leistenden Kaufpreiszahlung eine Rückstellung gebildet.

Die folgende Übersicht gibt die Elemente des Gesamtkaufpreises für den Erwerb von Vermögenswerten von Statoil zum 1. Dezember 2014 wieder.

Gesamtkaufpreis des Erwerbs von Statoil (in Mio. €)

 

 

01.12.2014

Vertraglicher Kaufpreis

 

1.002

Erwartungswert der zukünftig zu leistenden Kaufpreiszahlung

 

10

Kaufpreisanpassungen

 

−45

Gesamtkaufpreis

 

967

Die folgende Übersicht gibt die beizulegenden Zeitwerte der von Statoil erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum 1. Dezember 2014 wieder.

Vorläufige Kaufpreisallokation der Akquisition von Vermögenswerten und Schulden von Statoil zum 1. Dezember 2014 (in Mio. €)

 

 

Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt

Sachanlagen

 

977

Übriges immaterielles Vermögen

 

121

Finanzanlagen und übriges langfristiges Vermögen

 

65

Langfristiges Vermögen

 

1.163

 

 

 

Vorräte

 

4

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

 

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

Übriges kurzfristiges Vermögen

 

Kurzfristiges Vermögen

 

4

Vermögen

 

1.167

 

 

 

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

 

Sonstige langfristige Rückstellungen

 

53

Latente Steuerschulden

 

521

Übrige langfristige Verbindlichkeiten

 

Langfristiges Fremdkapital

 

574

 

 

 

Finanzschulden

 

Rückstellungen

 

26

Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten

 

183

Kurzfristiges Fremdkapital

 

209

Fremdkapital

 

783

 

 

 

Nettovermögen

 

384

Geschäfts- oder Firmenwert

 

583

 

 

 

Gesamtkaufpreis

 

967

Die Übernahme von Vermögenswerten von Statoil erhöhte den Umsatz des Geschäftsjahres 2014 um 28 Millionen € und den Jahresüberschuss nach Anteilen anderer Gesellschafter um 3 Millionen €. Bei einem Einbezug der erworbenen Vermögenswerte zum 1. Januar 2014 hätten die Proforma-Umsatzerlöse 365 Millionen € und der Jahresüberschuss 45 Millionen € betragen.

Die Summe der Kaufpreise der 2014 erworbenen Geschäfte betrug einschließlich nicht zahlungswirksamer Kaufpreisbestandteile 973 Millionen €. Die Auszahlungen für Akquisitionen beliefen sich auf 963 Millionen €. Die Aufteilung der Kaufpreise nach IFRS 3 erfolgte auf Basis von Schätzungen. Die Kaufpreisaufteilungen sind als vorläufig anzusehen und können innerhalb eines Jahres nach Erwerb angepasst werden.

Die vorläufige Kaufpreisallokation aus dem Vorjahr für den Erwerb von Vermögenswerten von Statoil am 31. Juli 2013 wurde zum Ende des 12-monatigen Bewertungszeitraums nach IFRS 3 überprüft und auf Grund detaillierterer Informationen zu den Produktionsprofilen der erworbenen Felder Vega, Brage und Gjøa in Teilen angepasst. Dies führte zu einem Rückgang des langfristigen Vermögens um 20 Millionen € auf 1.413 Millionen € und einem Rückgang der langfristigen Schulden um 22 Millionen € auf 954 Millionen €. Ferner wurde im Zusammenhang mit der Entwicklung des Vega-Feldes der Erwartungswert der Zahlungsverpflichtung gegenüber Statoil um 42 Millionen € erhöht, was zu einer entsprechenden Erhöhung des Gesamtkaufpreises auf 895 Millionen € führte. Die Anpassungen resultierten insgesamt in einer Erhöhung des Geschäfts- oder Firmenwerts um 40 Millionen € auf 683 Millionen €.

Die Kaufpreisallokationen der übrigen Akquisitionen des Vorjahres wurden nicht angepasst.

  • Am 12. Februar 2015 vollzog BASF die Übernahme des Geschäftes von Taiwan Sheen Soon („TWSS“) in Taiwan, die am 8. Dezember 2014 angekündigt worden war. Der Kaufpreis für diese Aktivitäten betrug 36 Millionen US$. Die Kaufpreisallokation nach IFRS 3 wird derzeit erstellt. TWSS ist ein führender Hersteller von Vorprodukten für Klebstoffe auf Basis von thermoplastischen Polyurethanen. Die Aktivitäten wurden bei BASF in den Unternehmensbereich Performance Materials integriert. Die Übernahme weiterer Vermögenswerte auf dem chinesischen Festland und damit der Abschluss der Transaktion ist abhängig von externen Genehmigungen und wird im Laufe des Jahres 2015 erwartet.

Im Jahr 2013 akquirierte BASF die folgenden Geschäfte:

  • Am 31. Januar 2013 übernahm BASF sämtliche Anteile an der Pronova BioPharma ASA, Lysaker/Norwegen, die im Bereich der Erforschung, Entwicklung und Herstellung von hochkonzentrierten Omega-3-Fettsäuren tätig ist. Durch die Akquisition von Pronova BioPharma ASA strebt BASF an, im globalen Markt für Omega-3-Fettsäuren eine führende Position einzunehmen. Das Geschäft von Pronova BioPharma ASA wurde mit den bisherigen Aktivitäten von BASF innerhalb des Unternehmensbereichs Nutrition & Health in einer globalen Geschäftseinheit zusammengeführt.
  • Zum 11. März 2013 vollzog BASF die im dritten Quartal 2012 angekündigte Übernahme von Teilen des TDI-Geschäfts der Ciech-Gruppe. Der Erwerb umfasste überwiegend gewerbliche Schutz- und Urheberrechte und den Zugang zu Kunden. TDI wird vor allem in Anwendungen der Möbel- und Automobilindustrie eingesetzt. Das akquirierte Geschäft wurde in den Unternehmensbereich Monomers integriert.
  • Am 17. April 2013 erwarb BASF die Enzymtechnologie für Wasch- und Reinigungsmittel der Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf. Diese umfasst Stämme für die Produktion von Enzymen, verschiedene Enzyme für Wasch- und Reinigungsmittel sowie die damit verbundenen geistigen Eigentumsrechte. Die Aktivitäten wurden in den Unternehmensbereich Care Chemicals integriert.
  • Am 31. Juli 2013 schloss BASF den Erwerb von Vermögenswerten von Statoil, Stavanger/Norwegen, ab. Dabei wurden Anteile an den Feldern Brage (32,7 %), Vega (30 %) und Gjøa (15 %) erworben und die Aktivitäten in das Segment Oil & Gas integriert. Statoil erhielt im Gegenzug einen 15-prozentigen Anteil am Entwicklungsprojekt Edvard Grieg sowie einen finanziellen Ausgleich in Höhe von 1,35 Milliarden US$ beziehungsweise 1,02 Milliarden €. In Abhängigkeit von der Entwicklung im Vega-Feld wurde eine zusätzliche Zahlung von bis zu 100 Millionen US$ vereinbart. Die Transaktion wurde mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2013 vollzogen.
  • Mit Wirkung zum 31. Oktober 2013 vollzog BASF den Erwerb sämtlicher Aktien der Verenium Corporation, San Diego/Kalifornien. Verenium Corporation ist in der Entwicklung und Vermarktung hochwertiger Enzyme tätig, die als Katalysatoren biologische und chemische Prozesse ermöglichen und beschleunigen. Die erworbenen Aktivitäten wurden im Akquisitionszeitpunkt dem Segment Performance Products und Sonstige zugeordnet.

Die folgende Übersicht zeigt die Auswirkungen der Akquisitionen in den Jahren 2014 und 2013 auf den Konzernabschluss. Sofern im Zuge von Akquisitionen Vermögenswerte hingegeben oder zusätzliche Verpflichtungen eingegangen wurden, wird die saldierte Auswirkung dargestellt.

Auswirkung der Akquisitionen

 

 

2014

2013

 

 

Millionen €

%

Millionen €

%

Geschäfts- oder Firmenwert

 

623

7,7

779

11,2

Übrige immaterielle Vermögenswerte

 

109

2,3

310

5,8

Sachanlagen

 

1.001

4,3

1.386

7,2

Finanzanlagen

 

Übriges Vermögen

 

67

1,8

236

12,5

Langfristige Vermögenswerte

 

1.800

4,1

2.711

7,1

Kurzfristige Vermögenswerte

 

4

0,0

276

1,1

davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

69

3,8

Vermögen

 

1.804

2,5

2.987

4,7

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital

 

2

0,0

164

0,6

Langfristiges Fremdkapital

 

621

2,3

1.094

4,9

davon Finanzschulden

 

19

0,2

Kurzfristiges Fremdkapital

 

218

1,4

504

3,5

davon Finanzschulden

 

171

5,3

Kapital

 

841

1,2

1.762

2,7

Auszahlungen für Akquisitionen

 

963

 

1.225

 

Devestitionen

Folgende Aktivitäten wurden von BASF im Jahr 2014 veräußert:

  • Am 25. März 2014 schloss BASF den am 12. Dezember 2013 vereinbarten Verkauf ausgewählter Öl-und-Gas-Beteiligungen in der Nordsee an die ungarische MOL-Gruppe ab. Damit erwarb MOL 14 Lizenzen, unter anderem an dem nicht eigenoperierten Produktionsfeld Broom (29 %) sowie an den Funden Catcher (20 %), Cladhan (33,5 %) und Scolty/Crathes (50 %). Weitere Bestandteile der Transaktion waren der Verkauf der Anteile von BASF an der Infrastruktur des Sullom-Voe-Terminals und am Brent-Pipeline-System. Die Transaktion wurde finanziell rückwirkend zum 1. Januar 2013 vollzogen. Der vereinbarte Kaufpreis betrug 375 Millionen US$; abzüglich Anpassungen ergab sich ein Gesamtkaufpreis von 264 Millionen € sowie ein Ertrag von 132 Millionen €.
  • Am 2. Juni 2014 schloss BASF den Verkauf des PolyAd-Services-Geschäfts an Edgewater Capital Partners, L.P. ab. PolyAd Services erbringt Dienstleistungen für ein breites Spektrum von Kunststoffanwendungen in verschiedenen Industrien wie der Automobil-, Bau-, Verpackungs- sowie der Elektroindustrie. Die Aktivitäten waren dem Unternehmensbereich Performance Chemicals zugeordnet.
  • Mit Wirkung zum 17. November 2014 veräußerte BASF den 50-prozentigen Anteil an Styrolution Holding GmbH an die INEOS-Gruppe. Bereits im Gesellschaftervertrag von 2011 waren wechselseitige Optionen zum Verkauf des Anteils durch BASF beziehungsweise den Kauf durch INEOS vereinbart worden. Zum 30. Juni 2014 waren der Equity-Buchwert an Styrolution und diese Optionen in das Vermögen und die Schulden von Veräußerungsgruppen umgegliedert und die Equity-Methode ausgesetzt worden. Insgesamt wurde zum Abgangszeitpunkt ein Betrag von 458 Millionen € in den Sonstigen betrieblichen Erträgen realisiert. Die Beteiligung an Styrolution und die damit verbundenen Erträge waren bei BASF Sonstige zugeordnet.

Die folgende Übersicht zeigt die einzelnen Komponenten der Gewinnrealisierung bei BASF aus der Veräußerung des 50-prozentigen Anteils an Styrolution:

Gewinnrealisierung aus der Veräußerung der Beteiligung von 50 % an Styrolution Holding GmbH (in Mio. €)

 

 

17.11.2014

Kaufpreis

 

1.109

Abgang der Beteiligung von 50 % an Styrolution

 

−776

Ausbuchung anteiliger Translationseffekte

 

−33

Ausbuchung der Optionen zur Beteiligungsveräußerung

 

158

Abgangsergebnis

 

458

  • Am 31. Dezember 2014 vollzog BASF den Verkauf des 50-prozentigen Anteils an der Joint Operation Ellba Eastern Private Ltd., Singapur, die Styrolmonomer und Propylenoxid herstellt, an den Partner Shell. Auf Grund der weiterhin hohen Bedeutung von Propylenoxid und seiner Wertschöpfungsketten haben BASF und Shell einen Vertrag abgeschlossen, um BASF mit den benötigten Mengen zu beliefern. Infolge der Devestition wurde ein Ertrag von 109 Millionen € realisiert. Die Aktivitäten von Ellba Eastern waren bei BASF dem Unternehmensbereich Petrochemicals sowie Sonstige zugeordnet.

Folgende Aktivitäten wurden von BASF im Jahr 2013 veräußert:

  • Mit Wirkung zum 2. April 2013 schloss BASF den im vierten Quartal 2012 angekündigten Verkauf des Geschäfts mit Betonspritzmaschinen für den Tunnel- und Bergbau an Atlas Copco ab. Die Transaktion umfasste den Produktionsstandort Winterthur/Schweiz sowie die Vertriebs- und Serviceaktivitäten in Hermsdorf. Das Geschäft war dem Unternehmensbereich Construction Chemicals zugeordnet.
  • Zum 1. Juli 2013 veräußerte BASF die Aktivitäten des Arbeitsgebietes CONICA Sports Surfaces einschließlich des Standorts Schaffhausen/Schweiz an die Serafin Unternehmensgruppe, München. Der Verkauf umfasste die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Belagsystemen für Laufbahnen, Sporthallen, Tennis- und Spielplätze sowie Lösungen für Kunstrasen. Die Aktivitäten waren dem Unternehmensbereich Construction Chemicals zugeordnet.
  • Am 30. September 2013 schloss BASF den am 15. Mai 2013 angekündigten Verkauf der Industrial Water Management France S.A.S., Lyon/Frankreich, an Degrémont, eine Tochtergesellschaft von SUEZ ENVIRONNEMENT, ab. Das Geschäft war dem Unternehmensbereich Performance Chemicals zugeordnet.
  • Am 31. Dezember 2013 schloss BASF den am 18. Juli 2013 angekündigten Verkauf der Wall Systems GmbH & Co. KG, Marktredwitz, an ROCKWOOL ab. Die Hauptgeschäftsfelder der Gesellschaft waren Systeme für die Außen- und Innendämmung von Gebäuden sowie zur Renovierung und Restaurierung historischer Gebäude. Die Aktivitäten waren dem Unternehmensbereich Construction Chemicals zugeordnet.
  • Zum 31. Dezember 2013 lief eine Zusatzvereinbarung zum Gesellschaftsvertrag der GASCADE Gastransport GmbH aus. Mit der damit einhergehenden Änderung der Corporate-Governance-Struktur verlor BASF die alleinige Kontrolle über GASCADE Gastransport GmbH und kann seither nur noch maßgeblichen Einfluss auf die Beteiligung ausüben. Gemäß IFRS 10 endete damit die Vollkonsolidierung der Gesellschaft, und die Beteiligung wird seitdem als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. BASF hält weiterhin einen Anteil von 50,02 % an der GASCADE Gastransport GmbH.

Die folgende Übersicht zeigt die Auswirkungen der Devestitionen in den Jahren 2014 und 2013 auf den Konzernabschluss. Beim Umsatz wird der durch die Devestitionen verursachte Rückgang gegenüber dem Vorjahr dargestellt. Die Auswirkung auf das Eigenkapital betrifft im Wesentlichen Abgangsgewinne beziehungsweise -verluste aus Devestitionen.

Auswirkungen der Devestitionen

 

 

2014

2013

 

 

Millionen €

%

Millionen €

%

Umsatz

 

−157

−0,2

−208

−0,3

 

 

 

 

 

 

Langfristige Vermögenswerte

 

−343

−0,8

−345

−0,9

davon Sachanlagen

 

−250

−1,1

−895

−4,7

Kurzfristige Vermögenswerte

 

−644

−2,3

297

1,1

davon Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

 

−1

0,0

−3

−0,2

Vermögen

 

−987

−1,4

−48

−0,1

 

 

 

 

 

 

Eigenkapital

 

763

2,7

233

0,8

Langfristiges Fremdkapital

 

−104

−0,4

−200

−0,9

davon Finanzschulden

 

Kurzfristiges Fremdkapital

 

−309

−1,9

−14

−0,1

davon Finanzschulden

 

Kapital

 

350

0,5

19

0,0

Einzahlungen aus Devestitionen

 

1.337

 

67

 

Bereits vereinbarte Transaktionen

  • Am 10. Juli 2014 gab BASF die Unterzeichnung einer Vereinbarung mit der Alpek-Gruppe zu den Geschäftsfeldern EPS (expandierbares Polystyrol) und PU (Polyurethan) ihres Joint Ventures Polioles, S.A. de C.V., Mexiko, bekannt. Polioles wird bei BASF nach der Equity-Methode einbezogen. Die Transaktion umfasst seitens BASF den Verkauf des weißen EPS-Geschäfts in Nord- und Südamerika. Es handelt sich dabei um Produktionsanlagen und den Zugang zu Kunden sowie sämtliche Anteile an den Beteiligungsgesellschaften Aislapol S.A., Santiago de Chile/Chile, und BASF Poliestireno Expansivel do Brasil Ltda., Guaratinguetá/Brasilien. Gleichzeitig erwirbt Alpek alle EPS-Geschäftsaktivitäten von Polioles. Als weiterer Teil der Vereinbarung erwirbt BASF von Polioles deren PU-Geschäft. Die abzugebenden Aktivitäten sind bei BASF dem Unternehmensbereich Performance Materials, in den das akquirierte PU-Geschäft integriert werden soll, zugeordnet. Der Abschluss der Transaktion wird gegen Ende des ersten Quartals 2015 erwartet.
  • Am 16. Oktober 2014 veröffentlichte BASF den Abschluss einer Vereinbarung zum Verkauf des globalen Geschäfts mit Textilchemikalien an Archroma. Archroma ist ein Anbieter von Spezialchemikalien für die Textil- und Papierindustrie sowie für Emulsionen und gehört zu SK Capital Partners. Die zu veräußernden Aktivitäten sind bei BASF dem Unternehmensbereich Performance Chemicals zugeordnet. Vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden, wird der Abschluss der Transaktion für Mitte 2015 erwartet.
  • Am 30. Oktober 2014 kündigte BASF an, mit TODA KOGYO CORP., einem führenden Unternehmen bei der Entwicklung und Herstellung von Kathodenmaterialien für Lithium-Ionen-Batterien, in Japan eine Gesellschaft zu gründen. BASF wird an diesem Unternehmen, in dem beide Firmen ihre Geschäfte für Kathodenmaterialien, Patente und Produktionskapazitäten in Japan bündeln werden, einen Anteil von 66 % halten, TODA wird mit 34 % beteiligt sein. Bei BASF werden die Aktivitäten dem Unternehmensbereich Catalysts zugeordnet werden. Mit dem Abschluss der Transaktion und dem operativen Start des neu gegründeten Unternehmens wird bis Ende Februar 2015 gerechnet.