29 – Kapitalflussrechnung und Kapitalstrukturmanagement

Kapitalflussrechnung

Im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sind folgende Zahlungen enthalten:

Millionen €

 

2014

2013

Ertragsteuerzahlungen

 

1.231

1.125

Zinszahlungen

 

490

446

Erhaltene Dividenden

 

244

238

Die Zinszahlungen beinhalteten 187 Millionen € (2013: 160 Millionen €) erhaltene und 677 Millionen € (2013: 606 Millionen €) gezahlte Zinsen.

Außerdem waren im Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Rentenzahlungen in Höhe von 47 Millionen € (2013: 250 Millionen €) berücksichtigt, für die im Rahmen eines Contractual Trust Arrangements eine Vermögensdeckung besteht.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beinhaltete Auszahlungen für Akquisitionen in Höhe von 963 Millionen € (2013: 1.156 Millionen €). Diese ergaben sich insbesondere für den Erwerb von Anteilen an produzierenden Öl-und-Gas-Feldern sowie Explorationslizenzen von Statoil, Stavanger/Norwegen, und Tullow Oil Norge AS, Oslo/Norwegen. Einzahlungen aus Devestitionen in Höhe von 1.336 Millionen € (2013: 63 Millionen €) ergaben sich insbesondere aus der Veräußerung des 50-prozentigen Anteils an Styrolution Holding GmbH an die INEOS-Gruppe in Höhe von etwa 900 Millionen €. Außerdem enthielten die Devestitionen unter anderem Einzahlungen aus dem Verkauf von Anteilen an nicht eigenoperierten Öl-und-Gas-Feldern an die MOL-Gruppe sowie aus dem Verkauf des PolyAd-Services-Geschäfts an Edgewater Capital Partners, L.P., Cleveland/Ohio. Die Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 5.296 Millionen € enthielten die Investitionen des Jahres 2014, soweit diese bereits zahlungswirksam wurden.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente unterlagen, wie auch im Vorjahr, keinen Verfügungsbeschränkungen auf Grund von Restriktionen.

Kapitalstrukturmanagement

Ziel des Kapitalstrukturmanagements ist es, finanzwirtschaftlich flexibel zu bleiben, um das Geschäftsportfolio weiterentwickeln und strategische Optionen wahrnehmen zu können. Ziele der Finanzierungspolitik sind die Sicherung der Zahlungsfähigkeit, die Begrenzung finanzwirtschaftlicher Risiken sowie die Optimierung der Kapitalkosten.

Das Kapitalstrukturmanagement orientiert sich an den Anforderungen, die für einen uneingeschränkten Kapitalmarktzugang und ein solides A-Rating notwendig sind. Die Kapitalstruktur wird im Rahmen der Finanzplanung unter Berücksichtigung ausgewählter Finanzkennzahlen, wie zum Beispiel dynamischer Verschuldungsgrößen, gesteuert. Das bilanzielle Eigenkapital der BASF-Gruppe betrug zum 31. Dezember 2014 28.195 Millionen € (31. Dezember 2013: 27.673 Millionen €), die Eigenkapitalquote belief sich am 31. Dezember 2014 auf 39,5 % (31. Dezember 2013: 43,1 %).

Fremdkapital nimmt BASF bevorzugt über Kapitalmärkte auf. Zur kurzfristigen Finanzierung wird ein Commercial-Paper-Programm genutzt, während zur mittel- und langfristigen Finanzierung Unternehmensanleihen, die in Euro und anderen Währungen mit unterschiedlichen Laufzeiten begeben werden, zum Einsatz kommen. Ziel ist, das Fälligkeitsprofil ausgewogen zu gestalten, eine Diversifikation der Investoren zu erzielen und unsere Fremdfinanzierungskonditionen zu optimieren.

Im Rahmen des Risikomanagements werden Aktivitäten in Ländern mit Transferrestriktionen kontinuierlich überwacht. Hierzu gehört unter anderem die regelmäßige Analyse von makroökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen, der Eigenkapitalausstattung und des Geschäftsmodells der operativen Einheit. Übergeordnetes Ziel ist das Management von Counterparty-, Transfer- und Währungsrisiken für die BASF-Gruppe.

BASF verfügt derzeit über folgende Ratings:

 

 

31.12.2014

31.12.2013

 

 

Moody’s

Standard & Poor’s

Moody’s

Standard & Poor’s

Langfristige Finanzschulden

 

A1

A+

A1

A+

Kurzfristige Finanzschulden

 

P-1

A-1

P-1

A-1

Ausblick

 

stabil

stabil

stabil

stabil

Das kurz- und langfristige Rating der BASF haben Moody’s am 31. Oktober 2014 und Standard & Poor’s am 11. Dezember 2014 bestätigt und mit einem stabilen Ausblick versehen.

BASF strebt an, mindestens ein solides A-Rating zu halten, das einen uneingeschränkten Zugang zu den Geld- und Kapitalmärkten gewährleistet.