Innovation

Innovationen auf Basis effektiver und effizienter Forschung und Entwicklung sind ein wichtiger Wachstumsmotor der BASF. Unsere Mitarbeiter arbeiten in interdisziplinären Teams an innovativen Prozessen und Produkten für eine nachhaltige Zukunft. Mit chemiebasierten Lösungen für fast alle Industriebranchen sichern wir so unseren langfristigen Geschäftserfolg.

rund 10.700

Mitarbeiter weltweit in Forschung und Entwicklung

1.884 Millionen €

für Forschung und Entwicklung aufgewendet

3.000

Projekte in der Forschungspipeline

Ein steigender Bedarf an Energie, Nahrung und sauberem Wasser, begrenzte Ressourcen und eine schnell wachsende Weltbevölkerung – dies alles miteinander in Einklang zu bringen, ist die größte Herausforderung unserer Zeit. Innovationen aus der Chemie nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein, denn sie liefern einen entscheidenden Beitrag für neue Lösungen.

Wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt: Im Jahr 2015 wollen wir mit neuen und verbesserten Produkten oder Anwendungen, die dann seit weniger als fünf Jahren auf dem Markt sind, einen Umsatz von rund 10 Milliarden € und ein EBITDA von rund 2,5 Milliarden € erzielen. Im Jahr 2020 wollen wir den Umsatz mit Innovationen, die dann nicht länger als zehn Jahre auf dem Markt sind, auf rund 30 Milliarden € und das EBITDA auf rund 7 Milliarden € steigern.

Umsatz- und EBITDA-Ziele mit Innovationen (in Mrd. €)
Umsatz- und EBITDA-Ziele mit Innovationen (Balkendiagramm)

1 Bezieht sich auf Innovationen, die dann seit weniger als zehn Jahren auf dem Markt sind.
2 Bezieht sich auf Innovationen, die dann seit weniger als fünf Jahren auf dem Markt sind.

Unser globales Team aus hochqualifizierten Mitarbeitern unterschiedlicher Fachrichtungen ist die Basis unserer Innovationskraft. Im Jahr 2014 stieg die Zahl der Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung auf rund 10.700 (2013: 10.650). Die zentralen Forschungsbereiche Advanced Materials & Systems Research, Biological & Effect Systems Research, Process Research & Chemical Engineering sowie BASF Plant Science sind unsere Wissens- und Kompetenzzentren. Zusammen mit den Entwicklungseinheiten unserer Unternehmensbereiche sowie der BASF New Business und der BASF Venture Capital bilden sie den Kern unseres weltweiten Wissensverbunds.

Globales Netzwerk in Wissenschaft und Wirtschaft

  • Netzwerk mit mehr als 600 exzellenten Universitäten, Forschungsinstituten und Unternehmen
  • Forschungsinitiative „Network for Advanced Materials Open Research“ in Asien gegründet
  • „California Research Alliance by BASF“ gestartet

Ein entscheidender Baustein unseres Wissensverbunds ist unser globales Netzwerk mit mehr als 600 exzellenten Universitäten, Forschungsinstituten und Unternehmen. Wir arbeiten mit ihnen in vielen verschiedenen Disziplinen zusammen, um unsere ehrgeizigen Wachstumsziele zu erreichen. 2014 haben wir mit sieben führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen in China, Japan und Südkorea die Forschungsinitiative „Network for Advanced Materials Open Research“ gegründet. Gemeinsam wollen wir neue Materialien für eine Vielzahl von Anwendungen entwickeln. Zunächst stehen dabei Produkte für die Automobil-, Bau-, Wasch- und Reinigungsmittelindustrie sowie die Wasser- und Windenergiebranche im Vordergrund. Zusammen mit bedeutenden Universitäten an der amerikanischen Westküste haben wir darüber hinaus die „California Research Alliance by BASF“ gegründet, ein multidisziplinäres Forschungsinstitut, dessen Schwerpunkte auf neuen anorganischen Materialien und deren Anwendungen sowie Biowissenschaften und verwandten Technologien liegen.

Strategische Ausrichtung

  • Zukunftsgerichtetes Projektportfolio
  • Stärkere Kunden- und Marktorientierung
  • Weltweite Präsenz und Ausbau von Forschungs- und Entwicklungszentren
  • Bündelung unserer Forschungskompetenzen in drei global aufgestellten Plattformen

Unsere Forschungspipeline umfasste im Jahr 2014 etwa 3.000 Projekte. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung steigerten wir um 35 Millionen € auf 1.884 Millionen € (2013: 1.849 Millionen €). 79 % der gesamten Forschungsaufwendungen verantworteten die Unternehmensbereiche. Die übrigen 21 % der Aufwendungen entfielen auf die bereichsübergreifende Konzernforschung, in der Wachstums- und Technologiefelder bearbeitet werden.

Chemiebasierte Innovationen erfordern eine marktorientierte Forschung und Entwicklung, die sich stark an den Bedürfnissen unserer Kunden orientiert. Um vielversprechende Forschungsideen noch schneller auf den Markt zu bringen, bewerten wir unsere Projekte regelmäßig in einem mehrstufigen Prozess. Bei der Suche nach neuen Geschäftsfeldern kommt der BASF New Business eine besondere Rolle zu. Sie identifiziert frühzeitig Trends und Zukunftsmärkte und implementiert attraktive Themen als Wachstumsfelder.

Maßgeblich für unseren Erfolg ist auch eine globale Präsenz von Forschung und Entwicklung. 2014 haben wir unsere Aktivitäten besonders in Asien weiter ausgebaut. Durch die Erweiterung unseres „Innovation Campus Asia Pacific“ werden die regionalen Forschungskapazitäten auf dem Gebiet neuer Materialien und Systeme weiter gestärkt. Daneben bauen wir Arbeitsgebiete wie Formulierungen und chemische Verfahrenstechnik aus. In Mumbai/Indien haben wir ein globales Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet, das sich auf die organische Synthese, Prozessentwicklung, Formulierungs- und Pflanzenschutzforschung sowie Modellierung fokussiert. Innovationen für die Elektronikindustrie erarbeiten wir zukünftig auch am neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum Asien-Pazifik für Elektronikmaterialien in Suwon/Südkorea, das wir im Jahr 2014 eingeweiht haben.

Den Ausbau unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Asien sowie in Nord- und Südamerika wollen wir weiter verstärken. Ab Januar 2015 bündeln wir unsere Forschungskompetenzen in drei global aufgestellten Plattformen zu den Themen Chemie, Materialien und Biowissenschaften mit Sitz in den für uns wichtigen Regionen Europa, Asien-Pazifik und Amerika. Wir planen, bis 2020 die Hälfte unserer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten außerhalb Europas zu betreiben. Die stärkere Präsenz außerhalb Europas eröffnet neue Chancen für den Auf- und Ausbau von Kundenbeziehungen sowie von wissenschaftlichen Kooperationen. So stärken wir unseren F+E-Verbund und erhöhen die Attraktivität von BASF als Partner und Arbeitgeber in den Regionen.

Unsere Innovationskraft und langfristige Wettbewerbsfähigkeit zeigt sich in der Anzahl und Qualität unserer Patente. Weltweit haben wir im Jahr 2014 rund 1.200 Patente neu angemeldet. Beim Patent Asset Index, einer Methodik, die industrieweit Patentportfolios miteinander vergleicht, waren wir 2014 bereits zum sechsten Mal in Folge führend. Dies unterstreicht erneut die Innovationsleistung der BASF.