Geschäftsausbau in Schwellenländern

In den kommenden Jahren wollen wir noch stärker in Schwellenländern wachsen und unsere Position dort weiter ausbauen. 2020 werden die heutigen Schwellenländer voraussichtlich rund 60 % zur globalen Chemieproduktion beitragen. Vom deutlichen Wachstum in diesen Regionen wollen wir profitieren und planen deshalb, zwischen 2011 und 2020 dort mehr als ein Drittel unserer Investitionen in Sachanlagen zu tätigen.

Im Jahr 2014 verzeichneten die Schwellenländer abermals ein kräftigeres Wachstum als die Industrieländer, das allerdings niedriger ausfiel als im Vorjahr. Während die Dynamik in den Schwellenländern Asiens nur geringfügig abnahm, stagnierte die südamerikanische Wirtschaft. Das Wachstum in Brasilien fiel schwach aus; Argentinien geriet in eine Rezession. Auch die osteuropäischen Schwellenländer verzeichneten insgesamt nur ein geringes Wachstum. Die Konjunktur in Russland hat sich vor dem Hintergrund der Krise in der Ukraine, des sinkenden Ölpreises, der von der EU und den USA verhängten Handelssanktionen und des stark abgewerteten Rubels massiv abgeschwächt.

Trotz eines höheren Absatzes war unser Geschäft in Schwellenländern 2014 währungsbedingt leicht rückläufig: Verglichen mit 2013, nahm der Umsatz unserer Gesellschaften mit Sitz in diesen Ländern um 1 % auf 15.804 Millionen € ab. Nach Sitz der Kunden ging der Umsatz (ohne Oil & Gas) in den Schwellenländern im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls währungsbedingt um 1 % auf 19.242 Millionen € zurück. Damit betrug der Umsatz mit Kunden in Schwellenländern 2014 etwa 33 % des Gesamtumsatzes (ohne Oil & Gas). Bis 2020 wollen wir diesen Anteil auf rund 45 % ausbauen.

Umsatz 1 in Schwellenländern
Umsatz in Schwellenländern (Balkendiagramm)

1 Prozent des Umsatzes der BASF-Gruppe ohne Oil & Gas nach Sitz der Kunden
2 Umfassen EU-15, Norwegen, Schweiz, USA, Kanada, Japan, Südkorea, Australien, Neuseeland