Transport und Lagerung

Unsere Regelungen und Maßnahmen für Transport- und Lagersicherheit umfassen die Lieferung von Rohstoffen, die Lagerung und Verteilung von chemischen Produkten zwischen BASF-Standorten und Kunden sowie den Transport von Abfällen von unseren Standorten zu den Entsorgern.

Die Grafik stellt die verschiedenen Stationen entlang der Wertschöpfungskette dar. Das jeweils dunkelgrün hervorgehobene Feld zeigt an, welche Station im jeweiligen Kapitel thematisiert wird. (hier: Transport, Transport) (Grafik)

Strategie

  • Gruppenrichtlinie für Transportsicherheit überarbeitet
  • Prozessbeschreibungen für Gefahrgutklassifizierung aktualisiert

Im Jahr 2014 haben wir unsere Gruppenrichtlinie für Transportsicherheit auf Basis der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren überarbeitet. So wurden Zuständigkeiten in unserem weltweiten Netzwerk spezifiziert und Standards vereinheitlicht. Ebenfalls überarbeitet wurden die Prozessbeschreibungen für die Gefahrgutklassifizierung und die gefahrgutrechtliche Freigabe der Produkte. Damit stellen wir sicher, dass chemische Produkte nach global einheitlichem Standard gemäß Transportrecht klassifiziert und für die unterschiedlichen Verkehrsträger freigegeben werden.

Unser Ziel, die Anzahl der weltweiten Transportunfälle pro 10.000 Transporte auf Basis des Jahres 2003 bis zum Jahr 2020 um 70 % auf 0,17 Unfälle zu senken, haben wir 2014 nahezu erreicht (0,20 Unfälle, das entspricht −64,3 %). Die absolute Anzahl von Transportunfällen lag mit 35 auf einem sehr niedrigen Niveau. Die Zahl der Produktaustritte bei Transporten lag 2014 bei 0,23 pro 10.000 Transporte (2013: 0,23).

Bei einer Rohstofflieferung zu einem BASF-Standort in Indien ereignete sich 2014 ein schwerer Transportunfall durch Fremdverschulden.

Ziel 2020

−70%

Weniger Transportunfälle pro 10.000 Transporte
Basisjahr 2003

Transportunfälle pro 10.000 Transporte (Reduzierung zu Basisjahr 2003: −64,3 %)
Transportunfälle pro 10.000 Transporte (Balkendiagramm)

Unfallprävention und Hilfsmaßnahmen

  • Audits durchgeführt zur Sicherheit von Containern beim Schiffstransport
  • Leitlinie zu Risikobewertungen implementiert

Unseren Logistikdienstleistern geben wir weltweit Anforderungen vor und überprüfen sie hinsichtlich Sicherheit und Qualität. Im Jahr 2014 haben wir rund 600 Unternehmen in allen Regionen bewertet. Unsere Experten nutzen sowohl eigene Instrumente zur Bewertung und Überprüfung als auch international anerkannte Systeme.

2014 haben wir an unseren zwei Verbundstandorten in Europa Audits von Großlagern durchgeführt, um die Sicherheit von Containern beim Schiffstransport zu erhöhen. Im Fokus standen die Beladung von Containern und deren Begleitdokumente.

Für den Transport von Rohstoffen mit hohem Gefährdungspotenzial bewerten wir die Risiken. Um einheitliche Standards zu Transportsicherheit in der chemischen Industrie weiter voranzutreiben, haben wir 2013 gemeinsam mit dem europäischen Chemieverband CEFIC eine Leitlinie für die Durchführung von Risikobewertungen erarbeitet. 2014 haben wir diese weltweit implementiert. Auf dieser Basis haben wir Risikobewertungen für Naphtha in China, Acrylsäure in Thailand sowie Butylacrylat in Brasilien durchgeführt. An den drei europäischen Standorten Antwerpen/Belgien, Ludwigshafen und Schwarzheide haben über 1.000 Mitarbeiter an unseren praxisorientierten Gefahrgutschulungen an begehbaren Kesselwagen und Tankcontainern teilgenommen.

Außerdem haben wir im Jahr 2014 die Sicherheitsstandards in der Lieferkette weiter erhöht. Für die Gefahrgutprüfungen, die in den Logistikprozessen implementiert sind, haben wir Maßnahmen spezifiziert. Eine darauf basierende neue Prozessbeschreibung ist zunächst für Europa gültig und wird im Anschluss auf die anderen Regionen übertragen.

Engagement in externen Netzwerken

Wir engagieren uns in externen Netzwerken, die im Notfall schnell Informationen liefern und Hilfe leisten. Hierzu zählen die International Chemical Environmental(ICE)-Initiative und das deutsche Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem (TUIS), bei dem BASF koordinierend tätig ist. Im Jahr 2014 haben wir anderen Unternehmen in rund 200 Fällen weltweit Hilfe geleistet. Die im Rahmen dieses Engagements gesammelten Erfahrungen nutzen wir für den Aufbau ähnlicher Systeme in anderen Ländern. Hierbei haben wir im Jahr 2014 beispielsweise mit Trainings- und Schulungsmaßnahmen unterstützt.