Luft und Boden

Wir wollen Emissionen aus unserer Produktion in die Luft weiter senken, den Boden schützen und Abfälle vermeiden. In einer global gültigen Richtlinie haben wir uns dazu Standards gesetzt. Sofern sich keine Verwertungsmöglichkeiten bieten, entsorgen wir Abfälle ordnungsgemäß und umweltgerecht.

Die Grafik stellt die verschiedenen Stationen entlang der Wertschöpfungskette dar. Das jeweils dunkelgrün hervorgehobene Feld zeigt an, welche Station im jeweiligen Kapitel thematisiert wird. (hier: Produktion, Kunden) (Grafik)

Strategie

  • Rohstoffverbund hilft, Abfälle zu vermeiden und zu vermindern
  • Fachgerechte Entsorgung von gefährlichen Abfällen

Die regelmäßige Kontrolle der Emissionen in die Luft ist Teil des Umweltmanagements bei BASF. Neben Treibhausgasen erfassen wir Emissionen luftfremder Stoffe in die Atmosphäre. Da die Emissionen luftfremder Stoffe im Öl-und-Gas-Geschäft in den Explorationsphasen starke Schwankungen aufweisen, berücksichtigen wir diese in unserer Berichterstattung nicht.

Unser Rohstoffverbund hilft uns dabei, Abfälle zu vermeiden und zu vermindern. Zur Überprüfung externer Entsorgungsbetriebe führen wir regelmäßig Audits durch und stellen dadurch sicher, dass unsere gefährlichen Abfälle fachgerecht entsorgt werden.

Ziel 2020

−70%

Reduzierung der Emissionen luftfremder Stoffe
Basisjahr 2002

Emissionen in die Luft

  • Emissionen weiter reduziert

Wir wollen die absoluten Emissionen luftfremder Stoffe aus unseren Chemieanlagen bis 2020 weltweit im Vergleich zum Basisjahr 2002 um 70 % senken. Im Jahr 2014 lag der Rückgang bei 63,2 %; wir haben die Emissionen auf 31.505 Tonnen reduziert (2013: 32.385 Tonnen). Die Emissionen von ozonabbauenden Substanzen nach dem Montreal-Abkommen lagen im Jahr 2014 bei 36 Tonnen (2013: 28 Tonnen). Die Emissionen von Schwermetallen betrugen 4 Tonnen (2013: 4 Tonnen).

Unsere Emissionen an flüchtigen organischen Stoffen (NMVOC) konnten wir 2014 deutlich senken. Einen wesentlichen Beitrag hierzu leistete die verstärkte Nutzung einer Lösungsmittel-Rückgewinnungsanlage an einem unserer Standorte in Australien. Hierdurch werden jährlich Emissionen in Höhe von etwa 550 Tonnen vermieden.

Außerdem haben wir beispielsweise seit 2014 an den Standorten Ludwigshafen, Schwarzheide und Antwerpen/Belgien eine neue Flotte von Diesellokomotiven im Einsatz, die 30 Lokomotiven älterer Bauart ersetzen. Die modernen Lokomotiven steigern die Produktivität und verursachen geringere Emissionen in die Luft. Zusätzlich werden jedes Jahr 300 Tonnen CO2 vermieden.

Emissionen in die Luft 1 (in Tonnen)
Luftfremde Stoffe aus dem BASF-Geschäft ohne Oil & Gas

 

 

2002 2

2011

2012

2013

2014

1

Die Werte für die Geschäftsjahre 2011 und früher wurden nicht an die neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 10 und 11 angepasst. Weitere Erläuterungen zur Datenerhebung sind unter Über diesen Bericht aufgeführt.

2

Basisjahr

CO (Kohlenmonoxid)

 

46.208

4.419

4.264

4.547

4.635

NOx (Summe NO2 [Stickstoffdioxid] + NO [Stickstoffmonoxid], berechnet als NO2)

 

15.045

13.003

11.507

11.551

11.697

NMVOC (Flüchtige organische Kohlenstoffverbindungen ohne Methan)

 

15.005

6.127

6.148

5.760

4.881

SOx (Summe verschiedener Schwefeloxide)

 

6.633

4.483

3.423

4.489

4.506

Stäube

 

1.734

3.069

2.858

3.542

3.465

NH3/ sonstige (NH3 [Ammoniak] und sonstige anorganische Stoffe)

 

994

3.263

2.382

2.496

2.321

Summe

 

85.619

34.364

30.581

32.385

31.505

Umgang mit Abfällen und Altlasten

  • Gesamtmenge der Abfälle reduziert
  • Erstellung einer Altlastendatenbank begonnen

Wir überprüfen regelmäßig, ob es Möglichkeiten zur Vermeidung von Abfällen gibt. Ist eine Vermeidung nicht möglich, analysieren wir die stoffliche oder energetische Verwertung von Abfällen. Im Jahr 2014 ist die Gesamtmenge der Abfälle um 16 % zurückgegangen. Dies ist vor allem auf die detailliertere Bewertung des Abfalls sowie auf die Verringerung mineralischer Abfälle aus Bauaktivitäten zurückzuführen.

Bei der Sanierung von Altlasten erarbeiten wir Lösungen, um Kosten, Natur- und Klimaschutzaspekte, gesetzliche Anforderungen sowie das Transportaufkommen miteinander zu vereinbaren. Nach der Festlegung globaler Standards für das Altlastenmanagement im Jahr 2013 haben wir 2014 mit der Erfassung der für uns wesentlichen Standorte in unserer Altlastendatenbank begonnen. Weltweit konnten laufende Sanierungsmaßnahmen planmäßig vorangetrieben und die Planungen weiterer Deponiesanierungen abgeschlossen werden.

Abfall der BASF-Gruppe (in Mio. Tonnen)

 

 

2014

2013

1

Umfasst alle Produktionsabfälle und gefährliche Abfälle aus Bautätigkeiten

2

Inklusive rezykliertem Abfall

3

Die Klassifizierung der Abfälle in gefährliche beziehungsweise ungefährliche Abfälle erfolgt nach lokalen Vorschriften.

Gesamtes Abfallaufkommen 1

 

2,07

2,47

davon aus Erdöl- und Erdgasexploration

 

0,05

0,14

Verwerteter Abfall

 

0,71

0,73

Stofflich verwertet 2

 

0,30

0,31

Thermisch verwertet

 

0,41

0,42

Beseitigter Abfall

 

1,36

1,75

In Untertagedeponien

 

0,12

0,12

Auf Übertagedeponien

 

0,52

0,80

Durch Verbrennen

 

0,72

0,82

Klassifizierung des beseitigten Abfalls 3

 

 

 

Ungefährlicher Abfall

 

0,42

0,44

Gefährlicher Abfall

 

0,94

1,31

Transportierter gefährlicher Abfall

 

0,23

0,33