Glossar

Assoziiertes Unternehmen

Als assoziiert gelten Unternehmen, bei denen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen, Joint Ventures oder Joint Operations handelt. In der Regel liegt ein Kapitalanteil zwischen 20 % und 50 % vor.

Audits

Audits sind ein Instrument zur Kontrolle und Steuerung von Standards. Bei der Auditierung eines Standorts oder eines Betriebs wird anhand von klar definierten Kriterien ein Profil erstellt, beispielsweise in den Bereichen Umwelt, Sicherheit oder auch Gesundheit.

Back-up-Linie

Als Back-up-Linie wird eine verbindlich zugesagte Kreditlinie bezeichnet, die im Zusammenhang mit Emissionen von Commercial Paper im Fall unzureichender Marktliquidität sowie zum Zweck der allgemeinen Unternehmensfinanzierung gezogen werden kann. Sie ist eines der Instrumente, die BASF nutzt, um jederzeit zahlungsfähig zu sein.

Barrel Öläquivalent (BOE)

Barrel Öläquivalent ist eine internationale Maßeinheit zum Vergleich des Brennwerts verschiedener Energieträger. Ein BOE entspricht einem Barrel Erdöl beziehungsweise 6.000 Kubikfuß oder 169 Kubikmetern Erdgas.

Biokatalyse

Biokatalyse bezeichnet den Einsatz von Enzymen als biologische Katalysatoren für die gezielte Umsetzung, Beschleunigung oder Lenkung chemischer Reaktionen. Die hohe Selektivität von Enzymkatalysatoren ermöglicht Verfahrensvereinfachungen und geringere Herstellkosten.

Biotechnologie

Biotechnologie umfasst alle Verfahren und Produkte, die lebende Organismen, zum Beispiel Bakterien und Pilze, oder ihre zellulären Bestandteile nutzen.

1,4-Butandiol (BDO)

1,4-Butandiol ist ein Zwischenprodukt der BASF. BDO und dessen Folgeprodukte werden bei der Herstellung von Kunststoffen, Polyurethanen, Lösemitteln, Elektronikchemikalien und elastischen Fasern eingesetzt.

CO2-Äquivalente

CO2-Äquivalente sind eine Berechnungsgröße für den Einfluss von Treibhausgasemissionen auf den Treibhauseffekt. Ein Faktor (Global Warming Potential) gibt die Treibhauswirkung der einzelnen Gase verglichen mit CO2 als Referenzgröße an.

Coil Coatings

Coil Coatings (Bandbeschichtungen) sind Speziallacke, die auf Stahl- und Aluminiumbänder aufgebracht werden. Das resultierende Material ist ein Verbundwerkstoff, der die Eigenschaften des Metalls und der Beschichtung vereint und dadurch etwa besonders korrosionsbeständig und leicht umformbar ist. Coil-Coating-Bleche kommen vor allem in der Bauindustrie zum Einsatz.

Commercial-Paper-Programm

Das Commercial-Paper-Programm bezeichnet eine Rahmenvereinbarung zwischen BASF und Banken über die Begebung von Schuldverschreibungen am Geldmarkt (Commercial Paper). Die unter dem Programm begebenen Commercial Paper haben den Charakter einer Daueremission, bei der die Laufzeiten individuell festgelegt werden können. Voraussetzung dafür ist ein gutes Rating.

Compliance

Compliance ist ein wichtiges Element der Corporate Governance. Darunter versteht man die Einhaltung von Gesetzen und Richtlinien sowie von freiwilligen Kodizes im Unternehmen.

EBIT

Earnings before interest and taxes (EBIT) – bei der BASF entspricht das EBIT dem Ergebnis der Betriebstätigkeit.

EBITDA

Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization (EBITDA) – bei der BASF entspricht das EBITDA dem Ergebnis der Betriebstätigkeit vor der Berücksichtigung von Abschreibungen und Wertberichtigungen.

EBITDA-Marge

Die EBITDA-Marge zeigt die Marge, die wir durch unsere operative Tätigkeit vor Abschreibungen und Wertberichtigungen aus dem Umsatz erwirtschaftet haben. Sie berechnet sich aus dem Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen, bezogen auf den Umsatz.

EBIT nach Kapitalkosten

Das EBIT nach Kapitalkosten wird ermittelt, indem die Kapitalkosten vom EBIT der Unternehmensbereiche abgezogen werden. Die Kapitalkosten beschreiben dabei die Renditeerwartungen der Aktionäre (in Form von Dividenden und Kurssteigerungen) und Verzinsungsansprüche der Fremdkapitalgeber. Ist das EBIT nach Kapitalkosten positiv, haben wir eine Prämie auf die Kapitalkosten erzielt.

Equity-Methode/at Equity

Die Equity-Methode bezeichnet eine Methode zur Bilanzierung der Beteiligungen an Joint Ventures und assoziierten Unternehmen. Ausgehend von den Anschaffungskosten der Beteiligung im Erwerbszeitpunkt, wird der Beteiligungsbuchwert laufend an die Entwicklung des Eigenkapitals des Unternehmens, an dem die Beteiligung besteht, angepasst.

European-Water-Stewardship(EWS)-Standard

Anhand des European-Water-Stewardship-Standards prüfen Unternehmen und landwirtschaftliche Betriebe, wie nachhaltig sie mit der Ressource Wasser umgehen. Die Kriterien sind Entnahmemenge, Wasserverschmutzung, Biodiversität sowie Wassermanagement. Der europaweite Standard ist seit Ende 2011 in Kraft und wurde von NGOs, Politik und Unternehmen unter Federführung der unabhängigen Organisation European Water Partnership (EWP) entwickelt.

Exploration

Als Exploration wird die Erkundung und Erschließung von Lagerstätten und Rohstoffvorkommen, wie etwa Erdöl und Erdgas, in der Erdkruste bezeichnet. Bei der Exploration werden Speichergesteine, die Ansammlungen von Öl und Gas beinhalten können, durch geeignete geophysikalische Verfahren ausfindig gemacht und ein möglicher Fund anschließend über Explorationsbohrungen nachgewiesen.

Feldesentwicklung

Feldesentwicklung ist die Bezeichnung für den Aufbau von Förderanlagen und das Durchführen von Produktionsbohrungen zur kommerziellen Ausbeutung von Erdöl- und Erdgaslagerstätten.

Formulierung

Als Formulierung bezeichnet man die Mischung eines oder mehrerer Wirkstoffe mit Hilfsstoffen wie Emulgatoren, Stabilisatoren und anderen Nicht-Wirkstoffkomponenten, um die Anwendbarkeit von verschiedenen Produkten wie Kosmetika, Pharmazeutika, Agrochemikalien sowie Farben und Lacken zu ermöglichen und deren Wirkung zu verbessern.

Free Cashflow

Der Free Cashflow ist der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich der Auszahlungen für Sachanlagen und immaterielles Vermögen, soweit diese bereits zahlungswirksam wurden.

Gesamtkapitalrendite

Die Gesamtkapitalrendite ist die Rendite auf das während des Geschäftsjahres durchschnittlich eingesetzte Vermögen. Sie errechnet sich aus dem Ergebnis vor Ertragsteuern zuzüglich der Fremdkapitalzinsen, bezogen auf das durchschnittlich eingesetzte Vermögen.

Global Compact

Im Global Compact der Vereinten Nationen arbeiten Nichtregierungsorganisationen, Unternehmen, internationale Wirtschafts- und Arbeitnehmervertretungen sowie Wissenschaft und Politik daran, die Weltwirtschaft am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung auszurichten. Als Gründungsmitglied des Global Compact hat sich BASF zu der Einhaltung von zehn Prinzipien in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitnehmerbeziehungen, Umweltschutz sowie Korruption verpflichtet. Wir berichten regelmäßig, wie wir die Prinzipien umsetzen.

Global Reporting Initiative (GRI)

Die Global Reporting Initiative ist eine Multistakeholder-Organisation. Sie wurde 1997 mit dem Ziel gegründet, einen Leitfaden für die freiwillige Berichterstattung über ökonomische, ökologische und soziale Aktivitäten von Organisationen und Unternehmen zu entwickeln. BASF orientiert sich seit 2003 an diesem weltweit anerkannten Standard in der Nachhaltigkeitsberichterstattung und bringt sich in die Weiterentwicklung des Standards ein.

Globale Produktstrategie (GPS)

Die Globale Produktstrategie sieht weltweit einheitliche Standards und Verfahren für Unternehmen in der Produktverantwortung vor. Das Programm des International Council of Chemical Associations zielt darauf ab, den sicheren Umgang mit Chemikalien durch den Abbau bestehender Unterschiede bei der Risikobewertung zu gewährleisten.

Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol)

Das Greenhouse Gas Protocol ist ein weltweit anerkannter Standard zur Quantifizierung und zum Management von Treibhausgasemissionen, der von vielen Unternehmen aus unterschiedlichen Industrien, NGOs und Regierungen angewendet wird. Die Berichtsstandards und Empfehlungen für die Durchführung von Projekten zur Emissionsreduzierung werden unter der Leitung des World Resources Institute und des World Business Council for Sustainable Development von Unternehmen, Regierungen und NGOs gemeinsam erarbeitet.

Health Performance Index (HPI)

Der Health Performance Index ist ein Indikator, den BASF entwickelt hat, um den umfassenden Ansatz im Gesundheitsmanagement noch aussagekräftiger darzustellen. Er umfasst fünf Komponenten: anerkannte Berufskrankheiten, medizinische Notfallplanung, Erste Hilfe, arbeitsmedizinische Vorsorge und Gesundheitsförderung.

IAS

IAS ist die Abkürzung für International Accounting Standards (siehe auch IFRS).

IFRS

Die International Financial Reporting Standards (IFRS) (bis 2001: International Accounting Standards, IAS) sind internationale Rechnungslegungsvorschriften, die von dem in London/England ansässigen International Accounting Standards Board entwickelt und veröffentlicht werden. Seit 2005 sind die IFRS nach der sogenannten IAS-Verordnung von börsennotierten Unternehmen mit Sitz in der Europäischen Union verpflichtend anzuwenden.

ILO-Kernarbeitsnormen

Die ILO-Kernarbeitsnormen sind in einer Deklaration der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) niedergelegt. Sie umfasst acht Konventionen, in denen die Mindestanforderungen an menschenwürdige Arbeitsbedingungen definiert werden. BASF überprüft über ein gruppenweites Monitoringsystem die Einhaltung der Arbeitsstandards bei Mitarbeitern und Lieferanten.

ISO 14001

ISO 14001 ist eine internationale Norm der Internationalen Organisation für Normung (ISO), die allgemeine Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem für eine freiwillige Zertifizierung festlegt.

ISO 19011

ISO 19011 ist eine internationale Norm der Internationalen Organisation für Normung (ISO), die Anforderungen für Audits von Qualitätsmanagement- und Umweltmanagementsystemen festlegt.

ISO 50001

ISO 50001 ist eine internationale Norm der Internationalen Organisation für Normung (ISO), die allgemeine Anforderungen an ein Energiemanagementsystem für eine freiwillige Zertifizierung festlegt.

IUCN-Schutzkategorien

Die International Union for Conservation of Nature (IUCN) ist eine internationale Nichtregierungsorganisation, die zum Ziel hat, für den Natur- und Artenschutz zu sensibilisieren und zu einer nachhaltigen und schonenden Nutzung von Ressourcen beizutragen. Die IUCN klassifiziert die Schutzgebiete der Erde. In den Kategorien I, II und III finden sich „Strenges Naturreservat und Wildnisgebiet“, „Nationalpark“ sowie „Naturdenkmal“.

Joint Arrangement

Ein Joint Arrangement (gemeinsame Vereinbarung) bezeichnet als Sammelbegriff für Joint Ventures und Joint Operations eine Vereinbarung, die unter der gemeinschaftlichen Führung von zwei oder mehr Parteien steht. Diese ist gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten die einstimmige Zustimmung der an der gemeinschaftlichen Führung beteiligten Parteien erfordern.

Joint Operation

Eine Joint Operation (gemeinschaftliche Tätigkeit) ist ein Joint Arrangement, bei dem die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien unmittelbar Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Verbindlichkeiten aus der Vereinbarung haben. Bei Joint Operations werden die anteiligen Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen im Konzernabschluss der BASF-Gruppe erfasst.

Joint Venture

Bei einem Joint Venture (Gemeinschaftsunternehmen) handelt es sich um ein Joint Arrangement, bei dem die Partner auf Grund ihrer Gesellschafterstellung am Reinvermögen des gemeinschaftlich geführten rechtlich selbständigen Unternehmens beteiligt sind. Joint Ventures werden nach der Equity-Methode in den Abschluss der BASF-Gruppe einbezogen.

Konfliktmineralien/Konfliktminen

Als Konfliktmineralien werden Mineralien bezeichnet, die im US Conflict Minerals Trade Act aufgeführt sind. Dazu gehören Tantal (Coltan), Kassiterit (Zinnerz), Wolfram, Gold oder deren Derivate. Bei einigen sogenannten Konfliktminen besteht der Verdacht, dass durch sie bewaffnete Konflikte in der Demokratischen Republik Kongo oder in angrenzenden Staaten finanziert werden.

Konsumgüterbranche

Die Konsumgüterbranche umfasst unter anderem die Textil- und Lederindustrie, die Elektroindustrie und die Herstellung von Haushaltsgeräten, die Papierindustrie sowie die Herstellung von Körperpflege-, Wasch- und Reinigungsmitteln.

Long-Term-Incentive-Programm (LTI)

Das Long-Term-Incentive-Programm ist ein aktienkursbasiertes Vergütungsprogramm für Senior Executives der BASF-Gruppe und Mitglieder des Vorstands. Ziel des Programms ist es, einen Teil der Bezüge mit der langfristigen, absoluten und relativen Wertentwicklung der BASF-Aktie zu verknüpfen.

MDI

MDI steht für Methylendiphenylisocyanat und ist eines der wichtigsten Grundprodukte für den Polyurethankunststoff. Das Anwendungsspektrum dieses Kunststoffs reicht von der Sohle in Hightech-Laufschuhen, über die Dämmung von Automotoren oder auch Kühlschränken bis hin zur Isolierung von Gebäuden.

Million British thermal unit (mmbtu)

British thermal unit (btu) ist eine Energieeinheit des angloamerikanischen Maßsystems, mit der unter anderem der Brennwert von Gas angegeben wird. Eine Million btu (mmbtu, million British thermal unit) entsprechen etwa 1.003 Kubikfuß Gas beziehungsweise 28 Kubikmetern Gas.

Monitoringsystem

Monitoringsysteme und -instrumente dienen dazu, das Einhalten von Standards zu erfassen und sicherzustellen. Gegenstand von Monitoring sind unter anderem freiwillige Selbstverpflichtungen wie das Bekenntnis zur Einhaltung der Menschenrechte oder international anerkannte Arbeitsstandards.

MSCI World Chemicals Index

Der MSCI World Chemicals Index ist ein Aktienindex, der die weltweit größten Chemieunternehmen umfasst. Er misst die Performance der im Index enthaltenen Unternehmen in ihrer jeweiligen Landeswährung, wodurch Währungseinflüsse deutlich reduziert werden.

Nachwachsende Rohstoffe

Der Begriff nachwachsende Rohstoffe bezieht sich auf Bestandteile aus Biomasse, die aus unterschiedlichen Quellen stammen, wie zum Beispiel Pflanzen und Mikroorganismen, und industriell genutzt werden. Nachwachsende Rohstoffe werden etwa für die Herstellung zahlreicher Produkte und für die Erzeugung von elektrischem Strom und weiteren Energieformen verwendet.

Nanomaterialien

Die internationale Organisation für Normung definiert Nanomaterialien als Materialien mit einem oder mehreren Außenmaßen im Nanomaßstab oder mit einer inneren Struktur oder Oberflächenstruktur im Nanomaßstab. Für regulatorische Zwecke gibt es weltweit weitere Definitionen für Nanomaterialien.

Naphtha

Naphtha ist Rohbenzin und entsteht als Produkt bei der Raffinierung von Mineralölen in einer Rohölraffinerie. Schweres Naphtha ist Basisstoff der Fahrbenzinproduktion, leichtes Naphtha der wichtigste Einsatzstoff im Steamcracker.

NMVOC (Non Methane Volatile Organic Compounds)

VOCs (Volatile Organic Compounds, leichtflüchtige organische Verbindungen) sind Stoffe organischen Ursprungs, die bei niedrigen Temperaturen als Gas in der Luft vorliegen. Dazu gehören zum Beispiel manche Kohlenwasserstoffe, Alkohole, Aldehyde und organische Säuren. Bei der Abkürzung NMVOC wird das Gas Methan aus der Gruppe der VOCs ausgeklammert.

OHSAS 18001

Die Occupational Health and Safety Assessment Series (OHSAS) enthält unter anderem den Standard OHSAS 18001, der ein Managementsystem für Arbeitsschutz beinhaltet. Dieses kann in ein bestehendes Qualitäts- oder Umweltschutzmanagementsystem integriert und zertifiziert werden.

Ökoeffizienz-Analyse

Die von BASF entwickelte Ökoeffizienz-Analyse ist eine Methode zur Bewertung von Produkten und Verfahren unter ökonomischen und ökologischen Aspekten. Ziel ist der Vergleich von Produkten hinsichtlich Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit.

Ökosystemleistungen

Unternehmen sind auf Ökosystemleistungen wie beispielsweise den Erhalt von Luft-, Wasser- und Bodenqualität angewiesen und nehmen gleichzeitig Einfluss darauf. Als Grundlage und Indikator für die Intaktheit von Ökosystemen gilt Biodiversität, unter der die Vielfalt von Lebensformen auf unserer Erde verstanden wird.

Opportunity Finding-Methode

Die Opportunity Finding-Methode ermöglicht es, Haupttreiber für Nachhaltigkeit in den relevanten Wertschöpfungsketten und bei unseren Kunden zu identifizieren. Sie hilft uns dabei, Geschäftschancen durch Nachhaltigkeit zu erschließen und zu nutzen.

Patent Asset Index

Der Patent Asset Index misst die Stärke des Patentportfolios eines Unternehmens. Er setzt sich aus zwei Faktoren zusammen: (1) Portfoliogröße (Anzahl der weltweit aktiven Patentfamilien) und (2) Wettbewerbswirkung, die aus den Werten zur technologischen Relevanz und Abdeckung des Marktes (gewichtet anhand der Marktgröße) ermittelt wird.

Propylenoxid (PO)

Propylenoxid entsteht durch die Oxidation von Propylen und ist eine sehr reaktive Verbindung, die als Grundchemikalie zur Weiterverarbeitung in der chemischen Industrie genutzt wird.

Ramsar-Schutzgebiet

Ramsar-Schutzgebiete wurden in der Ramsar-Konvention von 1971 definiert. Es sind Feuchtgebiete mit internationaler Bedeutung, wie Sümpfe, Moore, Seen, Flüsse oder auch Feuchtwiesen.

REACH

REACH ist eine Verordnung der Europäischen Union, die die Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien regelt und bis 2018 schrittweise eingeführt wird. Unternehmen sind verpflichtet, Informationen über Eigenschaften und Verwendungen von hergestellten oder importierten Stoffen zu sammeln und mögliche Risiken zu beurteilen. Die Europäische Chemikalienagentur prüft die eingereichten Dossiers und fordert gegebenenfalls weitere Informationen an.

Responsible Care

Responsible Care ist eine weltweite Initiative der chemischen Industrie zur kontinuierlichen Verbesserung in den Bereichen Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheit.

Sondereinflüsse

Als Sondereinflüsse werden Einmalkosten oder Einmalerträge bezeichnet, die das Ergebnis eines Segments oder der BASFGruppe insgesamt wesentlich beeinflussen. Darunter können beispielsweise Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen oder Erträge aus Devestitionen fallen.

Spitzenumsatzpotenzial

Das Spitzenumsatzpotenzial der Crop-Protection-Pipeline beschreibt die Summe der erfolgten und zu erwartenden Spitzenumsätze einzelner Produkte in der Pipeline. Sie beinhaltet Wirkstoffe und Systemlösungen, die sich bereits seit 2010 auf dem Markt befinden oder bis zum Jahr 2020 in den Markt eingeführt werden sollen. Das Spitzenumsatzpotenzial einzelner Produkte entspricht dem höchsten zu erwartenden Umsatzwert eines Jahres im betrachteten Zeitraum.

Spotmarkt (Kassamarkt)

Als Spotmarkt wird ein Markt bezeichnet, auf dem ein vereinbartes Geschäft, bestehend aus Lieferung, Abnahme und Bezahlung, unmittelbar abgewickelt wird. Im Gegensatz dazu erfolgen bei Geschäften am Terminmarkt Lieferung, Abnahme und Bezahlung zu einem späteren Zeitpunkt als der Abschluss des Geschäfts.

Sustainable Solution Steering-Methode

Mit Hilfe der Sustainable Solution Steering-Methode untersuchen und steuern wir unser Portfolio hinsichtlich Nachhaltigkeit. Die vier Kategorien „Accelerator“, „Performer“, „Transitioner“ und „Challenged“ zeigen an, wie sehr unsere Produkte und Lösungen die Nachhaltigkeitsanforderungen bereits heute erfüllen und wie wir ihren Beitrag erhöhen können.

Steamcracker

Steamcracker sind Anlagen, in denen unter Zuhilfenahme von Dampf (englisch: steam) Naphtha (Rohbenzin) oder Erdgas aufgespaltet (englisch: to crack) wird. Die entstehenden Petrochemikalien sind Ausgangsprodukte für die Herstellung eines Großteils der Erzeugnisse der BASF.

TDI

TDI steht für Toluoldiisocyanat und ist ein Ausgangsprodukt für Polyurethan. Es wird zu einem großen Teil in der Automobilindustrie (zum Beispiel Sitzpolster und Innenverkleidungen) sowie in der Möbelindustrie (zum Beispiel flexible Schäume für Matratzen, Polsterung oder Holzbeschichtungen) eingesetzt.

Tertiäre Ölgewinnung/tertiäre Ölförderung

Zur Erhöhung der Ausbeute aus Öllagerstätten werden Verfahren der tertiären Ölgewinnung beziehungsweise Ölförderung (Enhanced Oil Recovery, EOR) eingesetzt. Je nach Lagerstätte eignen sich unterschiedliche Technologien. Man unterscheidet allgemein zwischen thermalen und chemischen EOR-Verfahren sowie dem Mischphasenfluten, bei dem Gase (unter anderem CO2) zum Einsatz kommen.

Thesaurierung

Für erwirtschaftete Gewinne gibt es zwei Verwendungsmöglichkeiten: Ausschüttung an die Gesellschafter oder Einbehaltung im Unternehmen. Letzteres wird als Thesaurierung bezeichnet.

TUIS

TUIS ist ein gemeinsames Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem, an dem rund 130 Chemieunternehmen in Deutschland beteiligt sind. Die TUIS-Mitgliedsunternehmen sind jederzeit für öffentliche Dienststellen erreichbar und helfen mit telefonischer Beratung, Fachleuten vor Ort und der Bereitstellung von speziellen technischen Geräten.

UNESCO-Schutzgebiet

UNESCO-Schutzgebiete, auch Weltnaturerbe genannt, sind Stätten von außergewöhnlichem Wert. Es sind bedeutende Lebensräume, die unter anderem bedrohten Tier- und Pflanzenarten Raum geben.

Verbund

Im BASF-Verbund werden Produktionsanlagen, Energiefluss, Logistik und Infrastruktur intelligent miteinander vernetzt, um die Produktausbeute zu steigern, Ressourcen und Energie zu sparen und Logistikkosten zu senken. Ein wesentlicher Faktor der Verbundidee ist der Wissensverbund. Mitarbeiter der BASF tauschen sich weltweit untereinander aus. Das Expertenwissen bündelt BASF in ihren Technologieplattformen.

VFA-basierte kationische Polymere

VFA steht für Vinylformamid, ein Ausgangsstoff für wasserlösliche kationische Polymere. VFA-basierte kationische Polymere werden in der Papierindustrie zur Effizienzsteigerung in Produktionsprozessen eingesetzt.

Wasserstressgebiete

Wasserstressgebiete bezeichnen Gebiete, in denen Wasser eine knappe Ressource darstellt und mehr als 60 % des verfügbaren Wassers von Menschen entnommen wird. Die wichtigsten Einflussgrößen, die zu Wasserknappheit führen, sind: geringe Niederschläge, hohe Temperaturen, geringe Luftfeuchtigkeit, ungünstige Bodeneigenschaften oder auch eine hohe Wasserentnahme.

Weiße Biotechnologie

Weiße Biotechnologie ist ein Teilgebiet der Biotechnologie, auch industrielle Biotechnologie genannt, das Mikroorganismen und/oder Enzyme zur Herstellung von chemischen Produkten nutzt, die in verschiedenen Wertschöpfungsstufen der chemischen Industrie zum Einsatz kommen. Dabei handelt es sich beispielsweise um die biokatalytische Herstellung von chiralen Zwischenprodukten.

Wertschöpfungskette

Als Wertschöpfungskette wird die Aufeinanderfolge von Veredlungsschritten im Produktionsprozess bezeichnet, angefangen von den Rohstoffen, über verschiedene Zwischenstufen wie Transport und Produktion bis zum fertigen Endprodukt.

Wesentlichkeitsanalyse/wesentliche Aspekte

Mit der Wesentlichkeitsanalyse erhebt BASF die Einschätzung interner und externer Stakeholder zur Bedeutung von Nachhaltigkeitsthemen. Die Ergebnisse, die in acht wesentlichen Aspekten zusammengefasst sind, helfen BASF, gegenwärtige und zukünftige Chancen oder Risiken für ihr Geschäft zu erkennen und frühzeitig Strategien zum Umgang mit diesen zu entwickeln.