11 – Langfristige Vermögenswerte

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen 1. Halbjahr (Millionen €)

 

Immaterielle Vermögenswerte

Sachanlagen

 

2022

2021

2022

2021

Anschaffungskosten

 

 

 

 

Stand am 01.01.

17.802

17.241

71.030

66.015

Zugänge

35

28

1.676

1.348

Abgänge

–194

–107

–563

–672

Umbuchungen

2

4

–2

–4

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

723

297

2.201

909

Stand am 30.06.

18.367

17.463

74.342

67.596

 

 

 

 

 

Abschreibungen

 

 

 

 

Stand am 01.01.

4.303

4.096

49.477

46.368

Zugänge

327

306

1.643

1.442

Abgänge

–191

–81

–506

–595

Umbuchungen

9

–3

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

156

65

1.475

574

Stand am 30.06.

4.595

4.395

52.089

47.786

Nettobuchwert am 30.06.

13.772

13.068

22.253

19.810

Die Sachanlagenzugänge im ersten Halbjahr 2022 resultierten vor allem aus Investitionsprojekten. Diese umfassten, neben dem Aufbau des neuen Verbundstandorts in Zhanjiang/China sowie dem Neubau beziehungsweise der Erweiterung der Produktionsanlagen für Ethylenoxid und Polyethylenoxid in Antwerpen/Belgien und in Ludwigshafen, Neubau- und Erweiterungsprojekte sowie Modernisierungsmaßnahmen, insbesondere an den Standorten Ludwigshafen, Antwerpen/Belgien, Schanghai/China, Geismar/Louisiana sowie Freeport/Texas.

Neben den planmäßigen Abschreibungen beinhalteten die Abschreibungen auf Sachanlagen insbesondere Wertminderungen im Rahmen der vereinbarten Devestition des Standorts De Meern in den Niederlanden.

Umrechnungsbedingte Wertänderungen im ersten Halbjahr 2022 resultierten vor allem aus der Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro.

Die Marktkapitalisierung von BASF ist seit dem 31. Dezember 2021 um 34 % auf 37.376 Millionen € gesunken, während gleichzeitig das Eigenkapital, insbesondere durch einen Anstieg der sonstigen Eigenkapitalposten, auf 46.373 Millionen € angewachsen ist.

Vor diesem Hintergrund hat BASF untersucht, ob sich hieraus Wertminderungsbedarfe, insbesondere beim Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill), ableiten lassen. Trotz der deutlich rückläufigen Marktkapitalisierung haben sich die Geschäftsergebnisse nahezu aller goodwilltragenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entsprechend oder besser entwickelt als für die Wertminderungsprüfungen zum 31. Dezember 2021 unterstellt. Auch für die zukünftigen Geschäftsentwicklungen haben wir keine Anhaltspunkte für eine deutliche Verschlechterung gegenüber den bisherigen Annahmen. Eine Ausnahme bilden die Geschäfte mit der Automobilindustrie, deren Schwächephase länger als erwartet anhält. Da diese vor allem durch die Störung der Lieferketten verursacht ist, erwarten wir allerdings eine lediglich verzögerte Erholung.

Der für die Werthaltigkeitsprüfungen zu verwendende Diskontierungssatz hat sich trotz eines Anstiegs des risikofreien Zinses aufgrund der Entwicklung der anderen relevanten Marktparameter nur unwesentlich erhöht. Darüber hinaus haben sich die Buchwerte der goodwilltragenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten seit dem Jahresende nicht wesentlich verändert.

Auf dieser Grundlage ergaben sich keine Anhaltspunkte für Wertminderungen beim Geschäfts- oder Firmenwert.

Entwicklung der at Equity bilanzierten Beteiligungen 1. Halbjahr (Millionen €)

 

Integral

Nicht-integral

Gesamt

 

2022

2021

2022

2021

2022

2021

Beteiligungsbuchwerte Stand am 01.01.

2.540

1.878

9.843

10.874

12.383

12.752

Anteilige Ergebnisse nach Steuern und sonstige ergebniswirksame Anpassungen

233

321

–342

73

–109

394

Anteilige Veränderungen des Sonstigen Eigenkapitals

83

40

1.486

29

1.569

69

Gesamtergebnisse der Gesellschaften

316

361

1.144

102

1.460

463

Veränderungen des Konsolidierungskreises

Zugänge

382

12

382

12

Abgänge

–2

–6

–2

–6

Umbuchungen

–372

–116

–90

–488

–462

–604

Beteiligungsbuchwerte Stand am 30.06.

2.865

2.129

10.897

10.488

13.762

12.617

Die Anteiligen Ergebnisse nach Steuern und sonstigen ergebniswirksamen Anpassungen verringerten sich um insgesamt 503 Millionen €, insbesondere durch den Ergebnisrückgang der nicht-integralen Beteiligung an Wintershall Dea AG, Kassel/Hamburg, aufgrund der vorgenommenen Wertminderungen sowie der rückläufigen Ergebnisse der Lucura Versicherungs AG, Ludwigshafen, und BASF-YPC Company Ltd., Nanjing/China.

Die Anteiligen Veränderungen des Sonstigen Eigenkapitals enthielten direkt im Eigenkapital zu erfassende Aufwendungen und Erträge und betrafen vor allem umrechnungsbedingte Wertänderungen der Beteiligung an der Wintershall Dea AG.

Die Zugänge bei den integralen at Equity bilanzierten Beteiligungen betrafen vor allem die Beteiligung an der HKZ Investor Holding B.V., Arnhem/Niederlande.

Die Abgänge im ersten Halbjahr 2022 beinhalteten eine Kapital­herabsetzung bei Yara Freeport LLC, Wilmington/Delaware.

Die Umbuchungen für das erste Halbjahr 2022 betrugen –462 Millionen € und enthielten insbesondere Dividendenausschüttungen, vor allem der Wintershall Dea AG, der BASF-YPC Company Ltd. und der Markor Meiou Chemical (Xinjiang) Co., Ltd., Schanghai/China.

Sonstige Finanzanlagen (Millionen €)

 

30.06.2022

31.12.2021

30.06.2021

Sonstige Beteiligungen

524

514

478

Langfristige Wertpapiere

60

61

55

Sonstige Finanzanlagen

585

575

533