Vorwort des Vorstandsvorsitzenden
Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung, sondern wurden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch unseren Abschlussprüfer unterzogen.
Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen wurden.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
2025 war für mich ein Jahr, auf das ich mit gemischten Gefühlen zurückblicke. Bei der Umsetzung unserer „Winning Ways“-Strategie konnten wir erhebliche Fortschritte erzielen. Dank unserer Anstrengungen ist BASF fokussierter und schneller geworden. Wir haben wichtige Meilensteine bei der Weiterentwicklung unserer Kerngeschäfte erreicht. Und Coatings sowie Agricultural Solutions setzten ihren Weg der Wertsteigerung als eigenständige Geschäfte erfolgreich fort.
Wir haben die richtigen Maßnahmen ergriffen, um die kurzfristigen Herausforderungen zu meistern, und wir haben die richtige Strategie, um BASF langfristig zukunftsfest aufzustellen.
An unserem neuen Standort in Zhanjiang/China ist der Kern unseres Verbunds termingerecht und günstiger als veranschlagt in Betrieb gegangen – ein eindrucksvoller Beleg für die operative Exzellenz von BASF. In Geismar/Louisiana bringen wir unsere MDI-Erweiterung für eine Milliarde US-Dollar weiter voran. In Ludwigshafen haben die Teams meine Erwartungen übertroffen und geben alles, um Wettbewerbsfähigkeit zurückzugewinnen und die Weichen für eine profitable Zukunft in Europa zu stellen.
Gleichzeitig muss ich anerkennen, dass unsere strategischen und operativen Maßnahmen noch nicht zu umfassenden Ergebnisverbesserungen geführt haben. Dem starken Start ins Jahr 2025 folgte eine zunehmende Marktvolatilität. Der anfängliche konjunkturelle Rückenwind schlug in geopolitischen Gegenwind um. In diesem schwierigen Umfeld behaupteten sich unsere eigenständigen Geschäfte Agricultural Solutions sowie Environmental Catalyst and Metal Solutions sehr gut. Sie lieferten überdurchschnittliche Ergebnisbeiträge und spielten ihre Stärken voll aus.
Insgesamt lag das EBITDA vor Sondereinflüssen der BASF-Gruppe leicht unter unserer zuletzt prognostizierten Bandbreite und den durchschnittlichen Analystenschätzungen. Ausschlaggebend waren niedrigere Margen, insbesondere in den Upstream‑Geschäften, sowie negative Währungseffekte – vor allem aufgrund eines schwachen US‑Dollars. Zugleich lag der Free Cashflow deutlich über den durchschnittlichen Analystenschätzungen und unserer eigenen Prognose. Dies bildet die Grundlage für unseren Dividendenvorschlag von 2,25 € je Aktie für das Jahr 2025. Aus heutiger Sicht rechnen wir in absehbarer Zeit weder mit einer spürbaren Konjunkturbelebung noch mit einer deutlichen Entspannung der geopolitischen Lage. Das wird auch in unserem Ausblick für das Jahr 2026 deutlich. Daher konzentrieren wir uns auf das, was wir selbst beeinflussen können und behalten unseren klaren Fokus auf Kosten und unseren Cashflow.
Ich bleibe dennoch optimistisch: Wir haben die richtigen Maßnahmen ergriffen, um die kurzfristigen Herausforderungen zu meistern, und wir haben die richtige Strategie, um BASF langfristig zukunftsfest aufzustellen. Entscheidend ist jetzt, mutig nach vorne zu schauen und entschlossen weiterzuarbeiten, im Sinne unserer Winning Behaviors. BASF ist ein starkes Team und wir können erfolgreich sein – auch unter schwierigen Bedingungen. Daraus ziehe ich meine Zuversicht.
Dr. Markus Kamieth
Vorsitzender des Vorstands der BASF SE