Aussichten für die chemische Industrie
Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung, sondern wurden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch unseren Abschlussprüfer unterzogen.
Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen wurden.
Die globale Chemieindustrie (ohne Pharma) wird 2026 mit 2,4 % voraussichtlich schwächer als im Jahr 2025 (3,6 %) wachsen. In den reifen Volkswirtschaften erwarten wir wie im Jahr 2025 einen Rückgang der Produktion (2026: –0,6 %, 2025: –0,7 %). In den Schwellenländern wird sich das Wachstum abschwächen (2026: 3,6 %, 2025: 5,3 %).
In China, das die Hälfte der globalen Chemieproduktion auf sich vereint, wird sich das Wachstum voraussichtlich verringern, aber immer noch solide bleiben (2026: 4,0 %, 2025: 7,0 %). Für die Nachfrage aus den chinesischen Kundenindustrien erwarten wir weiterhin insgesamt ein substanzielles Wachstum. Darüber hinaus gehen wir von weiter zunehmenden Exporten vor allem nach Asien und Europa aus.
In den anderen asiatischen Schwellenländern unterstellen wir nach dem schwachen Anstieg im Jahr 2025 wieder ein stärkeres Wachstum der Chemieindustrie, das aber unter dem Wachstum der heimischen Industrieproduktion liegt (2026: 2,6 %, 2025: 0,7 %).
Für die EU sehen wir einen weiteren Rückgang der Produktion (2026: –0,6 %, 2025: –2,1 %). Insgesamt bleibt die Nachfrage aus den Kundenindustrien in Europa schwach. Im Außenhandel wird der Importdruck voraussichtlich hoch bleiben. Aufgrund der gestiegenen Einfuhrzölle in die USA und des schwächeren US-Dollar nimmt zudem die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Importe in den USA ab.
Für die USA erwarten wir trotz der besseren Position auf den Exportmärkten aufgrund der schwachen Industrienachfrage aus der Autoindustrie, dem Bausektor und aus der Konsumgüterindustrie einen leichten Rückgang der Chemieproduktion (–1,0 %)
Für Japan prognostizieren wir eine Stagnation nach dem Rückgang der Produktion im Jahr 2025 um 0,8 %. Dies steht im Einklang mit dem insgesamt verhaltenen Wachstum der Kundenindustrien.
In Südamerika wird die Chemieproduktion insgesamt voraussichtlich moderat wachsen, gestützt durch eine wachsende Nachfrage aus allen wesentlichen Kundenindustrien.
Reale Veränderung gegenüber Vorjahr |
2026 |
2026–2028 |
|---|---|---|
Welt |
2,4 % |
2,8 % |
EU |
–0,6 % |
0,5 % |
USA |
–1,0 % |
0,5 % |
China |
4,0 % |
4,0 % |
Schwellenländer Asiens ohne China |
2,6 % |
3,2 % |
Japan |
0,0 % |
0,3 % |
Südamerika |
2,0 % |
2,2 % |