Tatsächliche Entwicklung im Vergleich zum Ausblick 2025
Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung, sondern wurden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch unseren Abschlussprüfer unterzogen.
Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen wurden.
Ergebnis- und Cashflow-Prognose für die BASF-Gruppe
Die im Februar 2025 prognostizierte Bandbreite für das EBITDA vor Sondereinflüssen lag ursprünglich bei 8,0 Milliarden € bis 8,4 Milliarden €. Die Prognose für die BASF-Gruppe wurde im Juli 2025 auf 7,3 Milliarden € bis 7,7 Milliarden € angepasst. Im Zuge der Einrichtung der Veräußerungsgruppe Coatings wurde die Prognose im Oktober 2025 auf 6,7 Milliarden € bis 7,1 Milliarden € technisch angepasst. Der Ausblick für die Segmente blieb seit Februar 2025 unverändert. Für die Ermittlung der tatsächlichen Entwicklung im Vergleich zum Ausblick 2025 wurde berücksichtigt, dass die Umsätze und Ergebnisse von Coatings rückwirkend zum 1. Januar 2025 nicht mehr Teil des Umsatzes und EBIT(DA) der BASF-Gruppe sowie des Segments Surface Technologies waren.
Im Jahr 2025 erwirtschaftete die BASF-Gruppe ein EBITDA vor Sondereinflüssen von 6,6 Milliarden €. Dieser Wert lag leicht unter der im Oktober 2025 prognostizierten Spanne. Wesentlich hierfür waren die Ergebnisrückgänge in unseren Core Businesses. Während wir für Chemicals im Februar 2025 einen leichten Rückgang des EBITDA vor Sondereinflüssen prognostiziert hatten, verzeichnete das Segment ein deutlich niedrigeres Ergebnis. Auch in den Segmenten Materials, Industrial Solutions sowie Nutrition & Care sank das EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich, nachdem wir eine leichte Ergebnisverbesserung erwartet hatten (mehr zu den Hintergründen für die abweichenden Entwicklungen siehe unten).
Der Free Cashflow der BASF-Gruppe lag im Geschäftsjahr 2025 bei 1,3 Milliarden € und damit deutlich über der im Februar 2025 prognostizierten Bandbreite von 0,4 Milliarden € bis 0,8 Milliarden €. Der Free Cashflow wurde unterstützt durch niedrigere Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die mit 4,3 Milliarden € unter dem prognostizierten Wert von 5,2 Milliarden € lagen. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag mit 5,6 Milliarden € in der von uns prognostizierten Bandbreite von 5,6 Milliarden € bis 6,0 Milliarden €.
Prognose der CO2-Emissionen für die BASF-Gruppe
Die CO2-Emissionen erreichten einen Wert von 16,1 Millionen Tonnen und lagen damit unterhalb des im Februar 2025 prognostizierten Intervalls von 16,7 Millionen Tonnen bis 17,7 Millionen Tonnen. Maßgeblich für die Abweichungen gegenüber der Prognose waren ein geringeres Produktionsvolumen, leicht höhere Prozesseffizienzen sowie die erhöhte Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien.
Prognose für die Sachinvestitionen der BASF-Gruppe
Im Jahr 2025 haben wir 4,0 Milliarden € in Sachanlagen investiert (Sachanlagen ohne Zugänge aus Akquisitionen, IT-Investitionen, Rückbauverpflichtungen und Nutzungsrechten aus Leasingverhältnissen). Der im Februar 2025 prognostizierte Wert betrug rund 5,0 Milliarden €. Alle Segmente investierten weniger als ursprünglich geplant.
Ergebnis- und Cashflow-Prognose für die Segmente
Im Segment Chemicals entwickelte sich das EBITDA vor Sondereinflüssen deutlich rückläufig, prognostiziert war lediglich ein leichter Rückgang. Ausschlaggebend hierfür war ein erheblich gesunkenes Ergebnis im Unternehmensbereich Intermediates. Entgegen einer erwarteten deutlichen Steigerung der Mengen und Margen, insbesondere bei Aminen, blieb die geplante Erholung aus. Der Segment-Cashflow stieg, wie im Februar 2025 vorhergesagt, deutlich.
Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Materials lag deutlich unter dem Vorjahreswert. Prognostiziert hatten wir eine leichte Ergebnissteigerung des Segments. Der Ergebnisrückgang war hauptsächlich auf preis- und währungsbedingt niedrigere Deckungsbeiträge beider Unternehmensbereiche zurückzuführen. Wir waren von stabilen Margen ausgegangen. Der Volumenanstieg fiel etwas geringer aus als erwartet. Die Fixkosten bei Monomers sind entgegen den Erwartungen gesunken, konnten jedoch den Rückgang des Ergebnisses nur geringfügig abmildern. Der Segment-Cashflow wurde auf Vorjahresniveau prognostiziert, konnte jedoch deutlich gesteigert werden. Während der Cashflow bei Performance Materials wie erwartet rückläufig war, erzielte Monomers eine stärker als geplante Verbesserung des Cashflows, insbesondere durch einen höheren Vorratsabbau.
Auch das EBITDA vor Sondereinflüssen von Industrial Solutions sank deutlich, während wir einen leichten Anstieg prognostiziert hatten. Bei Performance Chemicals sank das Ergebnis entgegen unserer Erwartung deutlich: Anstatt des prognostizierten deutlichen Absatzanstiegs entwickelten sich die Mengen rückläufig. Das Ergebnis von Dispersions & Resins war stärker rückläufig als erwartet. Anders als prognostiziert konnte das Kosteneinsparprogramm den inflationsbedingten Fixkostenanstieg nur teilweise kompensieren. Der Segment-Cashflow war wie prognostiziert leicht rückläufig.
Bei Nutrition & Care waren wir für das Geschäftsjahr 2025 von einer leichten Ergebnissteigerung ausgegangen. Entgegen dieser Erwartung sank das EBITDA vor Sondereinflüssen des Segments deutlich. Care Chemicals konnte entgegen unserer Erwartungen das Vorjahresergebnis nicht erreichen; niedrigere Deckungsbeiträge führten zu einem deutlichen Ergebnisrückgang. Das Ergebnis von Nutrition & Health verbesserte sich zwar wie prognostiziert deutlich, allerdings war der Ergebnisanstieg entgegen unserer Erwartungen nicht auf verbesserte Margen, sondern auf geringere Fixkosten zurückzuführen. Der Segment-Cashflow lag wie angenommen deutlich unter dem Vorjahreswert.
Im Segment Surface Technologies stieg das Ergebnis, wie prognostiziert, deutlich. Auch der Segment-Cashflow verbesserte sich, wie angenommen, deutlich.
Bei Agricultural Solutions entwickelten sich beide Kennzahlen wie angenommen: Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg leicht und der Segment-Cashflow sank deutlich.