Aussichten für wichtige Abnehmerbranchen
Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung, sondern wurden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch unseren Abschlussprüfer unterzogen.
Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen wurden.
Wir rechnen mit einer Zunahme der globalen Industrieproduktion um 2,3 % (2025: 2,9 %). In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wird sie voraussichtlich nur geringfügig wachsen (2026: 0,7 %, 2025: 0,6 %). In den Schwellenländern wird das Wachstum vermutlich leicht zurückgehen (2026: 3,5 %, 2025: 4,7 %).
Für die gesamte Transportindustrie1 prognostizieren wir eine Stagnation nach einem Zuwachs um 3,3 % im Jahr 2025. Für die Produktion von Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen erwarten wir nach dem deutlichen Zuwachs im Jahr 2025 nun einen leichten Rückgang. Die globale Produktion wird von knapp 93 Millionen Fahrzeugen auf 92,6 Millionen Fahrzeuge zurückgehen. Für den Markt in China gehen wir nach dem starken Zuwachs im Vorjahr nun von einem leichten Rückgang aus. Auch für die EU, die USA, Südkorea und Japan rechnen wir mit einer rückläufigen Produktion. Gegenläufige positive Impulse kommen aus Indien und den ASEAN-Ländern. Die Anteile batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) am gesamten Produktionsvolumen werden sich weiter erhöhen, voraussichtlich von rund 16 % im Jahr 2025 auf etwa 19 % im Jahr 2026.
Der Sektor Energie und Rohstoffe wird im Jahr 2026 vor dem Hintergrund eines etwas schwächeren globalen Industriewachstums vermutlich langsamer wachsen als im Jahr 2025. Zum Wachstum dürften alle Teilsektoren (Energieversorgung, Öl- und Gasförderung sowie Raffinerien, Förderung nicht-energetischer Rohstoffe) beitragen. Die Produktion von nicht-energetischen Rohstoffen wird voraussichtlich etwas stärker wachsen als die Öl- und Gasproduktion.
Für die Bauindustrie gehen wir von einer moderaten Beschleunigung aus, das Wachstum bleibt aber niedriger als das der gesamten globalen Industrieproduktion. Der Hochbau bleibt global schwach, während die Infrastrukturinvestitionen weiterhin solide wachsen. In der EU hat der Wohnimmobilienzyklus voraussichtlich seinen Tiefpunkt erreicht, der Bau von Wohnimmobilien wird etwas stärker zunehmen als im Vorjahr. In den USA sinken die Wohnungsbauinvestitionen vor dem Hintergrund nach wie vor hoher Zinsen und Baukosten voraussichtlich weiter. Da auch die Infrastrukturausgaben nur moderat zunehmen, wird die Bauproduktion dort voraussichtlich insgesamt weiter zurückgehen. Für China erwarten wir einen weiteren Rückgang im Wohnungsneubau, der durch Infrastrukturinvestitionen kompensiert wird, so dass der Markt insgesamt leicht wachsen wird.
Die Konsumgüterproduktion wird wie im Jahr 2025 etwas schwächer wachsen als das globale BIP. Die Produktion in der Möbelindustrie dürfte wieder zunehmen, aber insgesamt nur schwach wachsen. Höhere Wachstumsraten, die weiterhin unterhalb der Wachstumsrate des globalen BIP liegen, sind in der Textil- und Kleidungsindustrie zu erwarten. Die Produktion von Pflegechemikalien wird ebenfalls voraussichtlich etwas schwächer als das globale BIP zunehmen.
Für die Elektronikindustrie gehen wir von einem weiterhin überdurchschnittlichen Wachstum aus, das gleichwohl voraussichtlich etwas schwächer als im Jahr 2025 ausfällt. Nach wie vor findet das Wachstum vor allem in der Computer- und Kommunikationstechnologie statt. Die traditionelle Unterhaltungselektronik wird dagegen vermutlich schwächer zulegen.
Im Sektor Gesundheit und Ernährung erwarten wir im Vergleich zu 2025 ein schwächeres und leicht unter der Steigerungsrate des BIP liegendes Wachstum. Die Nahrungsmittelindustrie wird wie im Jahr 2025 etwas unterhalb des globalen BIPs wachsen, während wir für die Pharmaindustrie wiederum ein etwas höheres Wachstum prognostizieren, das aber geringer als im überdurchschnittlich starken Jahr 2025 ausfällt.
Die Produktion in der Landwirtschaft wird im Jahr 2026 vermutlich etwas weniger als im Jahr 2025 zunehmen, in dem die Erträge aufgrund günstiger Wetterbedingungen überdurchschnittlich stark gewachsen waren. In Europa und Nordamerika wird das Wachstum voraussichtlich auf niedrigem Niveau stabil bleiben. In Südamerika wird sich das Wachstum nach den starken Aufholeffekten in Brasilien im Jahr 2025 dagegen vermutlich deutlich verringern. In Asien dürfte die Agrarproduktion weiterhin insgesamt solide wachsen. Allerdings ist in China nach der überdurchschnittlich hohen Wachstumsrate im Jahr 2025 mit einem leichten Wachstumsrückgang zu rechnen. Die anderen Länder der Region behalten ihre Wachstumsdynamik voraussichtlich bei.
1 Die Transportindustrie umfasst die Produktion von Kraftfahrwagen, Kraftwagenteilen und den sonstigen Fahrzeugbau (vor allem Schiffe und Boote, Eisenbahnen, Luft- und Raumfahrzeuge sowie Zweiräder).