BASF-Bericht 2025

Entwicklung wichtiger Abnehmerbranchen

Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung, sondern wurden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch unseren Abschlussprüfer unterzogen.

Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen wurden.

Im Jahr 2025 stieg die globale Industrieproduktion stärker als im Vorjahr und war so hoch wie die Wachstumsrate des globalen Bruttoinlandsprodukts. In den Kundenindustrien der Chemieindustrie zeigte sich ein sehr schwaches Wachstum in der Bauindustrie und bei langlebigen Konsumgütern, während die Autoindustrie sowie Gesundheit und Ernährung moderat wuchsen. Ein besonders hohes Wachstum zeigte sich in der Elektro- und Elektronikindustrie.

Die globale Industrieproduktion nahm insgesamt um 2,9 % zu (2024: 2,0 %). In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften wuchs sie nur schwach (2025: 0,6 %, 2024: –0,7 %), in den Schwellenländern konnte sie dagegen um 4,7 % zulegen (2024: 4,1 %). In der EU nahm die Industrieproduktion um 1,3 % zu, in Nordamerika stagnierte sie und in Asien wuchs sie um insgesamt 4,8 %. Mehr als 80 % des globalen Industriewachstums wurden in Asien erzielt.

Wachstum wichtiger Abnehmerbranchen

Reale Veränderung gegenüber Vorjahr

2025

2024

Industrie gesamt

2,9 %

2,0 %

Transport

3,3 %

0,1 %

davon Automobilindustrie

3,7 %

–1,0 %

Energie und Rohstoffe

3,6 %

1,6 %

Bauindustrie

0,4 %

1,5 %

Konsumgüter

1,9 %

1,4 %

Elektronik

9,1 %

7,5 %

Gesundheit und Ernährung

4,1 %

2,3 %

Landwirtschaft

3,5 %

2,3 %

Die weltweite Automobilproduktion stieg 2025 um 3,7 % von 89,6 auf 92,9 Millionen Personenwagen und leichte Nutzfahrzeuge. In China, dem größten Automarkt der Welt, nahm die Autoproduktion um 10,4 % zu. In der EU und in Nordamerika nahm die Produktion dagegen jeweils um gut 1 % ab. Auch in Südkorea ging die Produktion leicht um 0,6 % zurück, während sie in Japan um 1,3 % zulegen konnte. Das Wachstum der weltweiten Produktion batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) war erheblich höher als das des Gesamtmarktes: Insgesamt wurden 3,3 Millionen BEV mehr produziert; dies entspricht einem Wachstum dieses Segments um etwa 28,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Anteil dieser Fahrzeuge an allen produzierten Fahrzeugen stieg damit von rund 13 % im Jahr 2024 auf etwa 16 % im Jahr 2025.

Der Sektor Energie und Rohstoffe wuchs um 3,6 % und damit stärker als im Vorjahr (1,6 %). Die Produktion nicht-energetischer Rohstoffe wuchs stärker als die Produktion energetischer Rohstoffe und auch deutlich stärker als im Vorjahr. Auch die Öl- und Gasproduktion wurde nach einem Rückgang im Vorjahr wieder ausgeweitet, insbesondere im Nahen Osten.

In der Bauindustrie war das Wachstum gering. Insgesamt nahm die Bauproduktion nur um 0,4 % zu. Während die Produktion von Wohnimmobilien um 1,7 % schrumpfte, stagnierte der gewerbliche Hochbau nahezu. Im Infrastruktursegment war dagegen ein Wachstum von rund 3 % zu verzeichnen. In der EU nahm das Bauvolumen leicht zu. Während der Infrastrukturbau moderat zulegte, stagnierte der Hochbau. In den USA ging dagegen sowohl der Wohnungsbau als auch der Nicht-Wohnungsbau deutlich zurück, nachdem diese Segmente im Vorjahr noch deutlich gewachsen waren. Der Infrastrukturbau in den USA stagnierte weitgehend. In China war die Bauproduktion im Wohnungsbau weiterhin deutlich rückläufig, während sie im Nicht-Wohnungsbau geringfügig sank. Im Infrastruktursegment nahmen die Bauaktivitäten erneut deutlich zu. Insgesamt war der chinesische Markt leicht rückläufig.

Nach einer Stagnation im Vorjahr nahm die Konsumgüterproduktion im Jahr 2025 um 1,9 % zu und damit weniger stark als das globale BIP. In den einzelnen Segmenten entwickelten sich die Wachstumsraten jedoch sehr unterschiedlich: In der Möbelindustrie sank die Produktion leicht, nachdem sie im Vorjahr nahezu stagniert hatte. In der Textilindustrie war das Wachstum unterdurchschnittlich und ging gegenüber dem Vorjahr etwas zurück. Auch die Produktion von Chemikalien zur Herstellung von Pflegeprodukten wuchs nur schwach.

Die Elektronikindustrie expandierte noch stärker als im Vorjahr um rund 9 %, mit hohen Wachstumsraten bei Halbleitern, in der Kommunikationselektronik, aber auch bei elektronischen Konsumgütern.

Im Bereich Gesundheit und Ernährung nahm die Produktion um mehr als 4 % zu. Während die Nahrungsmittelindustrie ähnlich wie im Vorjahr ein unterdurchschnittliches Wachstum verzeichnete, wuchs die Pharmaindustrie erheblich stärker als das globale BIP. In der Nahrungsmittelindustrie blieb das Wachstum in Europa und Nordamerika insgesamt schwach, in Asien lag es deutlich über dem globalen Durchschnitt. In der Pharmaindustrie wurde das höhere Wachstum dagegen stark von Europa beeinflusst, mit sehr hohen Wachstumsraten in Irland.

In der Landwirtschaft lag das Wachstum mit 3,5 % über dem des Vorjahres. Beinahe 90 % des Zuwachses kamen aus der Region Asien-Pazifik, wo die Wetterbedingungen besser als im Vorjahr waren. Die Produktion in China und Indien, den beiden größten Produzenten der Region, nahm um 5,0 % beziehungsweise 3,8 % zu. Auch in Südamerika stieg die Produktion deutlich an, vor allem aufgrund von Aufholeffekten nach den überflutungsbedingten Ernteausfällen im Vorjahr in Brasilien. In der EU nahm die Produktion lediglich um 1,4 % zu. In Nordamerika ging die Produktion dagegen zurück, unter anderem wegen der rückläufigen Nachfrage aus China aufgrund des Handelskonflikts mit den USA.

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