BASF-Bericht 2025

Ausblick 2026

Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung, sondern wurden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch unseren Abschlussprüfer unterzogen.

Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen wurden.

Die weltwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2026 wird durch Veränderungen handelspolitischer Rahmenbedingungen und die anhaltende geopolitische Unsicherheit bestimmt. Temporäre Sondereffekte aus vorgezogenen Bestellungen und einem entsprechenden Lageraufbau, die im Vorjahr unterstützend wirkten, entfallen im Jahr 2026. Die höheren Zölle in den USA führen zur Umlenkung globaler Warenströme und erhöhen den Wettbewerbsdruck in Ländern beziehungsweise Regionen mit geringeren Importbarrieren.

Vor diesem Hintergrund erwarten wir für 2026 eine verhaltenere Entwicklung der Weltwirtschaft sowie der Industrie- und Chemieproduktion. Unsere Prognose für die BASF-Gruppe und die Segmente basiert auf der Annahme, dass das Wachstum des globalen Bruttoinlandprodukts leicht und das der globalen Industrieproduktion deutlich unter Vorjahresniveau liegen werden. Wir gehen von einem weiteren Rückgang der Chemieproduktion in den reifen Volkswirtschaften und von einem schwächeren Wachstum in den Schwellenländern aus. In China wird sich das Wachstum abschwächen, aber dennoch solide bleiben, da die Nachfrage aus chinesischen Kundenindustrien und durch Exporte weiterhin wächst. Insbesondere in der EU und den USA erwarten wir einen weiteren Rückgang der Chemieproduktion aufgrund schwacher Nachfrage und, in Bezug auf die EU, hohem Importdruck. Nachdem die Automobilproduktion 2025 deutlich zulegte, erwarten wir für 2026 einen leichten Rückgang.

In unserer Planung berücksichtigen wir einen durchschnittlichen Ölpreis von 65 US$/Barrel Brent und einen Wechselkurs von 1,20 US$/€ (mehr zur Prognose der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Jahr 2026 und zu den Chancen und Risiken).

Ergebnis- und Free-Cashflow-Prognose für die BASF-Gruppe1

Prognose auf Gruppenebene

Millionen €

2025

Prognose 2026

EBITDA vor Sondereinflüssen

6.554

6,2 bis 7,0 Milliarden €

 

 

 

 

 

 

 

 

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

5.610

4,9 bis 5,7 Milliarden €

Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

4.267

3,4 Milliarden €

Free Cashflow

1.342

1,5 bis 2,3 Milliarden €

Die BASF-Gruppe erwartet im Jahr 2026 ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 6,2 Milliarden € und 7,0 Milliarden € (2025: 6,6 Milliarden €). Die Segmente Nutrition & Care und Chemicals werden ihre Ergebnisse vermutlich deutlich steigern, während Industrial Solutions einen leichten Ergebnisanstieg erwartet. Für die Segmente Materials und Agricultural Solutions prognostizieren wir währungsbedingt ein leicht niedrigeres Ergebnis. Das EBITDA vor Sondereinflüssen von Surface Technologies wird voraussichtlich deutlich unter dem Wert des Jahres 2025 liegen, hauptsächlich aufgrund des Wegfalls von Einmaleffekten im Unternehmensbereich Environmental Catalyst and Metal Solutions (ECMS).

Wir erwarten für die BASF-Gruppe einen Free Cashflow zwischen 1,5 Milliarden € und 2,3 Milliarden € (2025: 1,3 Milliarden €). Dieser ergibt sich aus einem prognostizierten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zwischen 4,9 Milliarden € und 5,7 Milliarden € abzüglich der erwarteten Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 3,4 Milliarden €.

Prognose der CO2-Emissionen für die BASF-Gruppe

Die CO2-Emissionen werden sich im Jahr 2026 voraussichtlich zwischen 17,2 Millionen Tonnen bis 18,2 Millionen Tonnen bewegen. Wir erwarten Mehremissionen im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich aufgrund des in Betrieb genommenen Verbundstandortes Zhanjiang/China bei annähernd gleichbleibenden Produktionsvolumen an anderen Produktionsstandorten. Mit gezielten Emissionsminderungsmaßnahmen, wie beispielsweise einer Erhöhung der Energieeffizienz und Prozessoptimierung, sowie mit der weiteren Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Energien, werden wir diesem Anstieg entgegenwirken.

1 In Bezug auf das EBITDA vor Sondereinflüssen und den Cashflow entspricht „leicht“ einer Veränderung von 0,1 % bis 10,0 %, während „deutlich“ Veränderungen ab 10,1 % und „auf Vorjahresniveau“ keine Veränderungen (+/–0,0 %) bezeichnet.

Kennzahlen­vergleich

Übersicht Kennzahlen­vergleich

Themenfilter

Ergebnisse für