Nachhaltigkeitskennzahlen
Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung, sondern wurden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch unseren Abschlussprüfer unterzogen.
Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen wurden.
Vereinzelte Nachhaltigkeitsparameter werden anhand indirekter Quellen wie Sektordurchschnittsdaten oder anderer Näherungswerte geschätzt. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Werte nicht exakt zu dargestellten Summen addieren lassen und dass sich Prozentangaben nicht exakt aus den dargestellten Werten ergeben. Da die Berechnungen unserer Scope-3-Emissionen (berichtet im Kapitel „E1 Klimawandel“) zu einem großen Teil auf Modellen und Statistiken beruhen, sind diese mit einer hohen Unsicherheit belegt. Die Anzahl der Ausfalltage unserer Belegschaft (berichtet im Kapitel „S1 Arbeitskräfte des Unternehmens“) kann sich im Laufe des nachfolgenden Geschäftsjahres ändern, da nicht alle relevanten Informationen zum Stichtag der Berichterstattung vorliegen. Längere Ausfallzeiten von Mitarbeitenden können erst nach dem Stichtag gemeldet und ausgewertet werden, was zu Abweichungen gegenüber der im Vorjahr berichteten Anzahl führen kann. Wenn für einzelne Parameter zusätzliche Angaben notwendig sind, erläutern wir diese in den entsprechenden Kapiteln. Dies gilt sowohl für Änderungen gegenüber früheren Berichtszeiträumen, den Umgang mit Schätzwerten als auch für Messunsicherheiten.
Unsere Datenerhebung zu Umweltschutz und Sicherheit orientiert sich an den Empfehlungen des Weltchemieverbands (International Council of Chemical Associations, ICCA) sowie des Europäischen Verbands der chemischen Industrie (CEFIC). Die Daten bezüglich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit (Environment, Health and Safety, EHS) und Mitarbeitenden (Human Resources, HR) werden mithilfe einer zentral verwalteten Datenbank erfasst. Dies geschieht für EHS-Daten pro Standort und den dort ansässigen Gesellschaften, für HR-Daten pro Gesellschaft. Daten bezüglich Energie sowie der Scope-1- und Scope-2-Emissionen erfassen wir auf Ebene der Anlagen und aggregieren diese wiederum für den jeweiligen Standort. Umweltdaten (zum Beispiel Emissionen von Schadstoffen oder Wasservolumina) werden entsprechend den behördlichen Vorgaben beziehungsweise gesetzlichen Anforderungen durch Messungen, Berechnungen oder Schätzungen ermittelt. Maßgeblich für die Entscheidung für eine Datenerhebungsmethode sind technische Randbedingungen (hohe Temperaturen erlauben nicht immer den Einsatz von Sensoren für eine direkte Messung), Ableitbarkeit aus bereits erfassten Daten und die Verhältnismäßigkeit des Aufwands einer Messung in Bezug auf die Emission (zum Beispiel Volumenstrom, Betriebsstunden). Um die Robustheit unserer Daten zu erhöhen, wird ein zweistufiger Prozess angewandt, bei dem diese Nachhaltigkeitsdaten zunächst eingetragen und im Anschluss nach dem Vier-Augen-Prinzip validiert werden. Durch die zuständigen Corporate-Center-Einheiten erfolgen stichprobenartig zusätzliche Plausibilitätsprüfungen, bevor die Daten schließlich in der Datenbank nach den entsprechenden Konsolidierungskriterien ausgewertet und aggregiert werden.
Sollten sich Berechnungen von Parametern im Vergleich zum Vorjahr geändert haben oder sollten wir signifikante Fehler bei deren Berechnung korrigiert haben, wird dies im jeweiligen Kontext erläutert. Falls Parameter oder deren Messmethoden und Kalibrierungen zusätzlich extern validiert werden, geben wir dies im jeweiligen Kapitel an.