BASF-Bericht 2025

Chemicals

Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung, sondern wurden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch unseren Abschlussprüfer unterzogen.

Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen wurden.

Das Segment Chemicals besteht aus den Unternehmensbereichen Petrochemicals und Intermediates. Durch direktes Kundengeschäft und die Versorgung der übrigen Segmente mit Basischemikalien sowie Zwischenprodukten trägt das Segment zu einem organischen Wachstum unserer wesentlichen Wertschöpfungsketten bei. Kunden des Segments kommen vor allem aus der Chemie- und Kunststoffindustrie. Unsere Wettbewerbsfähigkeit wollen wir durch Technologieführerschaft, Operational Excellence und Produkte mit einem geringeren CO2-Fußabdruck weiter stärken.

Auf einen Blick

853 Mio. €

EBITDA vor Sondereinflüssen

2024: 1.342 Mio. €

-1.182 Mio. €

Segment-Cashflow

2024: -2.051 Mio. €

Im Segment Chemicals betrug der Umsatz 10.055 Millionen € und lag damit, vor allem preisbedingt, um 782 Millionen € unter dem Vorjahreswert.

Umsatzeinflüsse

 

Chemicals

Petrochemicals

Intermediates

Mengen

–0,3 %

1,0 %

–4,1 %

Preise

–8,8 %

–10,0 %

–5,2 %

Währungen

–2,2 %

–2,2 %

–2,3 %

Portfoliomaßnahmen

4,1 %

4,3 %

3,6 %

Umsatz

–7,2 %

–6,9 %

–8,0 %

Deutliche Preisrückgänge aufgrund von globalen Überkapazitäten und niedrigeren Rohstoffpreisen belasteten den Umsatz des Segments. Im Unternehmensbereich Petrochemicals sanken die Preise insbesondere für Crackerprodukte sowie für Styrenics und Acrylmonomere. Intermediates verzeichnete Preisrückgänge in allen Arbeitsgebieten.

Negative Währungseinflüsse, überwiegend aus dem US-Dollar und dem chinesischen Renminbi, belasteten den Umsatz beider Unternehmensbereiche.

Die Verkaufsmengen des Segments lagen nahezu auf Vorjahresniveau. Während der Absatz im Unternehmensbereich Petrochemicals insbesondere in den Arbeitsgebieten Acrylmonomere und Styrenics stieg, verzeichnete Intermediates einen Mengenrückgang. Maßgeblich hierfür war neben einer gedämpften Nachfrage, die in der ersten Jahreshälfte 2024 durch den Konflikt im Roten Meer sowie ungeplante Anlagenabstellungen bei Wettbewerbern gestützt worden war, die Schließung mehrerer Produktionsanlagen.

Positive Portfolioeinflüsse resultierten aus einer Änderung des Geschäftsmodells der at Equity bilanzierten BASF-YPC Company Ltd., Nanjing/China, die diese Mengen im Vorjahr noch direkt vermarktet hatte.

Das EBITDA vor Sondereinflüssen1 von Chemicals lag deutlich unter dem Vorjahresniveau. Das Ergebnis von Petrochemicals sank hauptsächlich aufgrund niedrigerer Deckungsbeiträge bei Crackerprodukten und in der Propylen-Wertschöpfungskette. Im Unternehmensbereich Intermediates belasteten gesunkene Deckungsbeiträge infolge rückläufiger Preise das Ergebnis. Geringere Fixkosten konnten dieser Entwicklung teilweise entgegenwirken.

Die im EBITDA enthaltenen Sonderaufwendungen beliefen sich im Jahr 2025 auf 106 Millionen € und resultierten überwiegend aus Restrukturierungsmaßnahmen im Unternehmensbereich Intermediates.

Der Segment-Cashflow1 von Chemicals lag insgesamt deutlich über dem Wert des Vorjahres. Ausschlaggebend waren erheblich niedrigere Investitionsausgaben, insbesondere im Unternehmensbereich Petrochemicals für den Aufbau des Verbundstandorts in Zhanjiang/China.

Segmentdaten Chemicals

Millionen €

 

2025

2024

+/–

Umsatz mit Dritten

 

10.055

10.838

–7,2 %

davon Petrochemicals

 

7.492

8.050

–6,9 %

Intermediates

 

2.564

2.788

–8,0 %

Transfers zwischen den Segmenten

 

3.432

3.962

–13,4 %

Umsatz inklusive Transfers

 

13.488

14.800

–8,9 %

EBITDA vor Sondereinflüssen

 

853

1.342

–36,5 %

Sondereinflüsse im EBITDA

 

–106

–28

–283,9 %

EBITDA

 

747

1.314

–43,2 %

EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen

%

8,5

12,4

.

Abschreibungena

 

1.120

885

26,5 %

EBIT vor Sondereinflüssen

 

–88

503

.

Sondereinflüsse im EBIT

 

–286

–74

–288,2 %

Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT)

 

–374

429

.

Investitionen inklusive Akquisitionenb

 

2.108

3.403

–38,1 %

Segment-Cashflow

 

–1.182

–2.051

42,4 %

Vermögen (31. Dezember)

 

14.400

14.266

0,9 %

Forschungs- und Entwicklungskosten

 

87

80

9,6 %

a

Abschreibungen auf immaterielles Vermögen und Sachanlagen (inklusive Wertminderungen und Wertaufholungen)

b

Zugänge zu immateriellem Vermögen und Sachanlagen

Umsatz Chemicals nach Regionen

nach Sitz der Kunden

Tortendiagramm zeigt die regionale Verteilung des Umsatzes im Segment Chemicals im Jahr 2025 nach Sitz der Kunden. Gesamtumsatz beträgt 10.055 Millionen Euro. Europa macht 50,1 % aus, Nordamerika 25,7 %, Asien-Pazifik 18,6 % und Südamerika, Afrika sowie Naher Osten 5,6 %.

1 In Bezug auf das EBITDA vor Sondereinflüssen und den Cashflow entspricht „leicht“ einer Veränderung von 0,1 % bis 10,0 %, während „deutlich“ und dessen Synonyme Veränderungen ab 10,1 % und „auf Vorjahresniveau“ keine Veränderungen (+/- 0,0 %) bezeichnen.

Steamcracker
Steamcracker sind Anlagen, in denen mithilfe von Dampf (Englisch: steam) Naphtha (Rohbenzin) oder Erdgas aufgespalten (Englisch: to crack) wird. Die entstehenden Petrochemikalien sind Ausgangsprodukte für die Herstellung eines Großteils der Erzeugnisse von BASF.
Wertschöpfungskette
Als Wertschöpfungskette wird die Aufeinanderfolge von Veredlungsschritten im Produktionsprozess bezeichnet, angefangen bei den Rohstoffen über verschiedene Zwischenstufen wie Transport und Produktion bis zum fertigen Endprodukt.

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