BASF-Bericht 2025

Wirtschaftliche
Rahmen­­bedingungen 20261

Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung, sondern wurden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch unseren Abschlussprüfer unterzogen.

Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen wurden.

Während die gesamtwirtschaftlichen Wachstumsraten im Jahr 2025 noch durch Vorzieheffekte und den damit verbundenen vorübergehenden Lageraufbau gestützt wurden, erwarten wir im Jahr 2026 wachstumsdämpfende Effekte durch die höheren Zölle bei Importen in die USA. Die Auswirkungen steigender Verbraucherpreise in den USA werden sich voraussichtlich stärker bemerkbar machen. Die durch die höheren Zölle in den USA und Gegenmaßnahmen ihrer Handelspartner ausgelösten Umlenkungen globaler Handelsströme beeinflussen das Wachstum in anderen Regionen und führen insbesondere in Europa zu einem höheren Importdruck.

Entwicklung der Weltwirtschaft im Jahr 2026

Wir erwarten, dass das globale BIP mit 2,7 % etwas schwächer wachsen wird als im Jahr 2025. Sowohl für die fortgeschrittenen Volkswirtschaften (1,6 %) als auch für Schwellenländer (4,0 %) gehen wir von einem etwas schwächeren Wachstum als im Vorjahr aus.

Für die Europäische Union (EU) nehmen wir an, dass sich das Wachstum insgesamt von 1,6 % im Jahr 2025 auf 1,2 % im Jahr 2026 abschwächt. In Frankreich und Italien gehen wir von einem unverändert geringen Wachstum von etwas unter 1 % aus, für Spanien unterstellen wir einen Rückgang des BIP-Wachstums auf 2,3 %. Einen wesentlichen Beitrag zur Verlangsamung des Wachstums in der EU leistet Irland, das im Jahr 2025 noch zweistellig gewachsen war. Für 2026 erwarten wir einen leichten Rückgang des irischen BIP.

Für Deutschland gehen wir davon aus, dass das BIP wieder mit knapp 1 % wächst, nachdem es im Jahr 2025 noch weitgehend stagniert hatte. Die staatlichen Ausgabenprogramme für Infrastruktur und Verteidigung werden das Wachstum voraussichtlich stützen. Im Außenhandel treten dagegen die Belastungen durch das höhere US-Zollniveau stärker zutage.

Die osteuropäischen EU-Länder werden mit 2,4 % voraussichtlich etwa so stark wie im Jahr 2025 wachsen, gestützt durch steigende Staatsausgaben und ein solides Wachstum des privaten Konsums.

Für das Vereinigte Königreich gehen wir von einem etwas geringeren Wachstum (0,9 %) als im Jahr 2025 (1,3 %) aus, da die Fiskalpolitik restriktiver wird und die privaten Ausgaben durch steigende Sozialabgaben belastet werden.

In den USA werden sich die dämpfenden Nachfrageeffekte höherer Einfuhrzölle und eines schwächeren Wechselkurses voraussichtlich stärker bemerkbar machen. Die restriktive Einwanderungspolitik wird sich darüber hinaus zunehmend im Arbeitskräfteangebot widerspiegeln. Auf der positiven Seite stehen die expansiven Wirkungen von Steuersenkungen, eine mögliche Verbesserung der Handelsbilanz und ein insgesamt stabiler privater Konsum. Insgesamt gehen wir von einem Wachstum von 2,3 % im Jahr 2026 aus (2025: 2,3 %).

In China wird die Konjunktur das Wachstum voraussichtlich abschwächen. Wir gehen davon aus, dass das Wachstum 2026 weitgehend dem Ziel der chinesischen Regierung entsprechen und bei rund 4,5 % liegen wird (2025: 5,0 %). Diese Prognose unterstellt, dass es China gelingt, seine Exporte trotz der höheren Einfuhrzölle der USA im bilateralen Handel leicht zu steigern, dass der private Konsum weiter zunimmt und dass die Investitionen zu Beginn des neuen Fünfjahresplans wieder an Fahrt gewinnen.

Für die anderen asiatischen Schwellenländer gehen wir davon aus, dass sich das Wachstum im etwas schwächeren globalen Umfeld leicht verringert. Die Wachstumsperspektiven in der Region bleiben aufgrund ihrer Integration in die internationalen Lieferketten und steigender lokaler Nachfrage hoch (2026: 5,0 %, 2025: 5,9 %). In Indien erwarten wir ein überdurchschnittliches Wachstum von rund 6,5 % und für die ASEAN-Länder ein Wachstum von etwas über 4 %.

Für Japan unterstellen wir ein wieder etwas schwächeres BIP-Wachstum (2026: 0,5 %, 2025: 1,2 %). Insgesamt bleibt die konjunkturelle Dynamik in Japan verhalten, weil die Zentralbank die Zinsen langsam anhebt, die Realeinkommenssteigerungen vergleichsweise gering sind und die Exporte unter den höheren US-Zöllen leiden.

In Südamerika gehen wir insgesamt von einem schwächeren Wachstum aus (2026: 2,1 %, 2025: 2,8 %). Argentinien wird das hohe Wachstum des Jahres 2025 von über 4 % voraussichtlich nicht beibehalten können, auch wenn es weiter konjunkturellen Rückenwind durch die Reformen geben wird. Wir prognostizieren ein Wachstum von rund 3 %. In Brasilien wird sich das Wachstum voraussichtlich auf knapp unter 2 % abschwächen. Die bereits in der zweiten Jahreshälfte 2025 erkennbare zyklische Abkühlung der Konjunktur wird sich damit fortsetzen.

Ausblick zum Bruttoinlandsprodukt 2026 und 2026–2028

Reale Veränderung gegenüber Vorjahr

2026

2026–2028

Welt

2,7 %

2,6 %

EU

1,2 %

1,5 %

USA

2,3 %

1,9 %

China

4,5 %

4,2 %

Schwellenländer Asiens ohne China

5,0 %

5,0 %

Japan

0,5 %

0,5 %

Südamerika

2,1 %

2,4 %

1 Unsere Annahmen berücksichtigen aktuelle Einschätzungen externer Institutionen; dazu zählen Wirtschaftsforschungsinstitute, Banken, multinationale Organisationen und Beratungsunternehmen.

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