BASF-Bericht 2025

14. Anlagevermögen

Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung, sondern wurden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch unseren Abschlussprüfer unterzogen.

Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen wurden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts- oder Firmenwerte werden nur bei Vorliegen einer Wertminderung abgeschrieben. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich und zusätzlich bei Vorliegen einer Indikation für eine Wertminderung überprüft. Wertaufholungen auf einen Geschäfts- oder Firmenwert werden nicht vorgenommen.

Erworbene immaterielle Vermögenswerte (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die jeweilige Nutzungsdauer bemisst sich anhand der Laufzeit des zugrunde liegenden Vertrags oder des voraussichtlichen Verbrauchs des Nutzenpotenzials des immateriellen Vermögenswertes.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer betreffen im Wesentlichen Firmen- beziehungsweise Markennamen, die im Rahmen von Akquisitionen erworben wurden. Diese werden zu Anschaffungskosten bewertet und einmal jährlich sowie bei Vorliegen einer Indikation für eine Wertminderung auf ihre Werthaltigkeit überprüft.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte umfassen vor allem selbst erstellte Software. Diese sowie das sonstige selbst geschaffene immaterielle Vermögen werden zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bewertet. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn der fortgeführte Buchwert des Vermögenswertes über dem erzielbaren Betrag liegt. Die Herstellungskosten selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile von Gemeinkosten.

Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe von immateriellen Vermögenswerten beruhen auf Erfahrungswerten, Planungen und Schätzungen und werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft.

Abhängig von der Art des immateriellen Vermögenswertes werden die planmäßigen Abschreibungen in den Herstellungskosten, den Vertriebskosten, den Forschungs- und Entwicklungskosten oder den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer verrechneten planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen bewertet. Die Neubewertungsmethode wird nicht angewendet. Geringwertige Anlagegegenstände werden im Erwerbsjahr als Aufwand erfasst.

Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen enthalten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der allgemeinen Verwaltungskosten der mit der Anlagenerrichtung befassten Bereiche.

Aufwendungen für turnusmäßige Wartungen von Großanlagen werden in Höhe der Kosten der Maßnahme als separater Vermögenswert angesetzt und linear über den Zeitraum bis zur nächsten Wartung abgeschrieben. Die Kosten des Austauschs von Komponenten werden als Vermögenswert erfasst, sofern ein zukünftiger zusätzlicher Nutzen erwartet wird. Der Buchwert der ausgetauschten Komponenten wird ausgebucht. Die Kosten der Instandhaltung und Reparatur im Rahmen des normalen Geschäftsbetriebs werden als Aufwand erfasst.

Die zur Erzielung von Wertsteigerungen oder Mieteinnahmen gehaltenen Immobilien (Investment Properties) sind unwesentlich und werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen beziehungsweise zum niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Die voraussichtlichen Nutzungsdauern und Abschreibungsverläufe von Sachanlagen beruhen auf Erfahrungen, Planungen und Schätzungen. Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft. Das bewegliche und das unbewegliche Sachanlagevermögen werden grundsätzlich linear abgeschrieben.

Fremdkapitalkosten: Die direkt zurechenbaren Fremdkapitalkosten, die im Rahmen des Erwerbs, des Baus oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes anfallen, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Ein qualifizierter Vermögenswert liegt vor, wenn sich der Prozess zur Versetzung des Vermögenswertes in den gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr erstreckt. Fremdkapitalkosten werden bis zu dem Zeitpunkt aktiviert, ab dem der Vermögenswert für die vorgesehene Nutzung bereit ist. Dabei wurde ein Fremdkapitalkostensatz von 2,25 % (Vorjahr: 2,25 %) zugrunde gelegt. Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode ihres Anfallens ergebniswirksam erfasst.

Staatliche Zuschüsse: Zuwendungen der öffentlichen Hand für den Erwerb oder den Bau von Sachanlagen verringern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der betreffenden Vermögenswerte (Netto-Methode). Sonstige gewährte Zuschüsse oder Beihilfen werden sofort als Sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst beziehungsweise abgegrenzt und über den zugrunde liegenden Zeitraum aufgelöst.

Werthaltigkeitsprüfungen

Für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Geschäfts- oder Firmenwerte werden Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment-Tests) durchgeführt, wenn bestimmte Indikatoren (Triggering Events) auf eine mögliche Wertminderung hinweisen. Zu den externen Indikatoren zählen beispielsweise Veränderungen in den Kundenbranchen oder bei den verwendeten Technologien, eine rückläufige Konjunkturentwicklung oder erwartete Auswirkungen des Klimawandels. Eine reduzierte Profitabilität der Produkte, geplante Restrukturierungsmaßnahmen oder physische Schäden der Vermögenswerte stellen interne Indikatoren für eine Wertminderung dar. Geschäfts- oder Firmenwerte und immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden darüber hinaus jährlich auf Wertminderung überprüft.

Bei einem Impairment-Test werden die fortgeführten Buchwerte der Vermögenswerte mit dem erzielbaren Betrag der Vermögenswerte verglichen. Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert (Value in Use). In der Regel wird der Nutzungswert mithilfe von Discounted-Cashflow-Verfahren bestimmt. Die Schätzung der Zahlungsströme und die getroffenen Annahmen basieren auf den jeweils zum Bilanzstichtag verfügbaren Informationen über die zukünftige Entwicklung des operativen Geschäfts und können von den tatsächlichen künftig eintretenden Entwicklungen abweichen. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit werden langfristige Ertragsprognosen für die zahlungsmittelgenerierende Einheit im Kontext der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung getroffen.

Von wesentlicher Bedeutung für die Werthaltigkeitsprüfung ist der gewichtete Kapitalkostensatz (WACC) nach Steuern gemäß dem Capital Asset Pricing Model, der zur Abzinsung der Zahlungsströme herangezogen wird. Dessen Komponenten sind der risikofreie Zins, die Marktrisikoprämie sowie ein branchenüblicher Zuschlag für das Kreditrisiko (Spread). Weitere wichtige Parameter sind der Detailplanungszeitraum sowie, sofern erforderlich, die angewendete Wachstumsrate.

Eine Wertminderung von Vermögenswerten (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) wird vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag unter dem Buchwert liegt. Die Wertminderung erfolgt in Höhe des Unterschieds zwischen dem bisherigen Buchwert und dem erzielbaren Betrag. Sollten die Gründe für eine Wertminderung eines Vermögenswertes (ohne Geschäfts- oder Firmenwert) entfallen, werden entsprechende Wertaufholungen vorgenommen bis zu dem Wert, der sich ergeben hätte, wenn keine Wertminderung erfasst worden wäre. Wertminderungen und Wertaufholungen werden grundsätzlich in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen ausgewiesen.

Die Werthaltigkeitsprüfung beim Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill-Impairment-Test) erfolgt auf Basis zahlungsmittelgenerierender Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die bei BASF den Unternehmensbereichen entsprechen. Falls ein Wertberichtigungsbedarf vorliegt, wird in einem ersten Schritt der bestehende Geschäfts- oder Firmenwert gegebenenfalls vollständig abgeschrieben. Besteht danach weiterhin Wertberichtigungsbedarf, wird dieser auf die übrigen Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten buchwertproportional verteilt. Vorzunehmende Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden in den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Der jeweils erzielbare Betrag wurde grundsätzlich unter Verwendung des Nutzungswertes bestimmt. Dabei wurden von der Unternehmensführung genehmigte Planungen und entsprechende Zahlungsströme für die nächsten fünf Jahre verwendet.

Für den Zeitraum danach wurde ein Endwert (Terminal Value) unter Fortführung des letzten detaillierten Planungsjahres als ewige Rente ermittelt. Die Planungen beruhen auf gesammelten Erfahrungen, den aktuellen Geschäftsergebnissen und der bestmöglichen Schätzung der Unternehmensführung zur zukünftigen Entwicklung einzelner Einflussfaktoren, wie Umsatzerlöse ohne Edelmetalle, Deckungsbeiträge, Fixkosten und Investitionen, aus welchen das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Abschreibungen und daraus abgeleitet die EBITDA-Marge ermittelt werden. Marktannahmen, wie beispielsweise Gas- und Rohstoffpreise, Wechselkurse, Konjunkturverlauf, Inflationserwartungen und Marktwachstum der jeweiligen Abnehmerbranchen werden unter Berücksichtigung externer makroökonomischer und industriespezifischer Quellen einbezogen.

Daneben basieren die Planungen auf den Strategien der einzelnen strategischen Geschäftseinheiten und Unternehmensbereiche, aus welchen sich die jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammensetzen. Die in den Strategien identifizierten Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitstrends finden dadurch Berücksichtigung in den jeweiligen Wertminderungsprüfungen (mehr zur Strategie und den identifizierten Digitalisierungs- und Nachhaltigkeitstrends im zusammengefassten Lagebericht unter Unsere Strategie sowie Geschäftsmodelle der Segmente).

14.1. Erläuterungen zu immateriellen Vermögenswerten

Die durchschnittlichen gewichteten Abschreibungsdauern des immateriellen Vermögens betrugen:

Durchschnittliche gewichtete Abschreibungsdauern in Jahren

 

2025

2024

Vertriebs- und ähnliche Rechte

14

14

Produktrechte, Lizenzen und Trademarks

18

19

Know-how, Patente und Produktionstechnologien

17

15

Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte

10

8

Sonstige Rechte und Werte

6

7

Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte dar.

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2025

Millionen €

Vertriebs- und ähnliche Rechte

Produkt­rechte, Lizen­zen und Trade­marks

Know-how,
Patente und Produktions­technologien

Selbst
geschaffene immate­rielle Vermö­genswerte

Sonstige
Rechte und
Werte
a

Geschäfts- oder Firmen­werte

Summe

Anschaffungs- und Herstellungskosten

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2025

1.973

1.319

4.346

317

785

8.510

17.249

Veränderungen des Konsolidierungskreises

–1

–1

Zugänge

–1

3

43

63

14

122

Abgänge

–80

–17

–476

–35

–122

–729

Umbuchungen

2

–69

8

26

–33

Umbuchungen in Veräußerungsgruppen

–972

–44

–125

–53

–31

–1.416

–2.642

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

–135

–65

–243

–1

–14

–541

–998

Stand am 31.12.2025

787

1.196

3.475

300

657

6.553

12.968

Abschreibungen

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2025

1.190

368

2.021

217

681

789

5.267

Veränderungen des Konsolidierungskreises

–1

–1

Zugänge

107

61

224

39

45

476

davon Wertberichtigungen

8

7

15

Abgänge

–80

–17

–476

–35

–119

–726

Umbuchungen

–2

1

0

Umbuchungen in Veräußerungsgruppen

–567

–15

–106

–38

–13

–743

–1.482

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

–85

–15

–102

–1

–9

–46

–258

Stand am 31.12.2025

565

383

1.560

184

584

3.275

Nettobuchwert am 31.12.2025

222

813

1.915

116

73

6.553

9.692

a

Inklusive Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Zugänge im Jahr 2025 betrafen insbesondere selbst erstellte Software im Segment Agricultural Solutions und ohne Segmentzuordnung sowie Produktionstechnologien im Segment Surface Technologies.

Abgänge von immateriellen Vermögenswerten mit einem Bruttobuchwert von 729 Millionen € betrafen im Wesentlichen voll abgeschriebene Vermögenswerte.

Die Umbuchungen in die Veräußerungsgruppe betrafen die immateriellen Vermögenswerte des Coatings-Geschäfts sowie des brasilianischen Geschäfts mit Bautenanstrichmitteln.

Umrechnungsbedingte Wertänderungen reduzierten die immateriellen Vermögenswerte um 740 Millionen € und resultierten insbesondere aus der Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro.

Im Jahr 2025 waren in den Zugängen zu Abschreibungen Wertminderungen in Höhe von 15 Millionen € enthalten. Diese betrafen im Wesentlichen Know-how und Produktionstechnologien im Segment Agricultural Solutions und ohne Segmentzuordnung sowie selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte ohne Segmentzuordnung.

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte 2024

Millionen €

Vertriebs- und ähnliche Rechte

Produkt­rechte, Lizen­zen und Trade­marks

Know-how,
Patente und Produktions­technologien

Selbst
geschaffene immate­rielle Vermö­genswerte

Sonstige
Rechte und
Werte
a

Geschäfts- oder Firmen­werte

Summe

Anschaffungs- und Herstellungskosten

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2024

2.244

1.309

4.296

323

898

8.269

17.338

Veränderungen des Konsolidierungskreises

1

1

Zugänge

2

72

44

14

132

Zugänge aus Akquisitionen

1

1

Abgänge

–226

–21

–102

–41

–148

–4

–541

Umbuchungen

1

–9

–10

17

–1

Umbuchungen in Veräußerungsgruppen

–86

–4

–40

–5

–135

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

40

33

128

1

4

250

455

Stand am 31.12.2024

1.973

1.319

4.346

317

785

8.510

17.249

Abschreibungen

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2024

1.303

319

1.770

196

765

769

5.122

Veränderungen des Konsolidierungskreises

1

1

Zugänge

156

67

333

61

53

670

davon Wertberichtigungen

1

5

60

20

1

87

Abgänge

–226

–21

–104

–41

–139

–531

Umbuchungen

Umbuchungen in Veräußerungsgruppen

–71

–4

–35

–110

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

27

7

57

3

20

114

Stand am 31.12.2024

1.190

368

2.021

217

681

789

5.267

Nettobuchwert am 31.12.2024

783

950

2.325

101

103

7.721

11.983

a

Inklusive Lizenzen an solchen Rechten und Werten

Die Geschäfts- oder Firmenwerte von BASF waren in beiden Jahren 20 zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, die auf Basis der Geschäftseinheiten oder einer übergeordneten Ebene definiert wurden.

Im Geschäftsjahr 2025 wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte des Unternehmensbereichs Coatings den Veräußerungsgruppen zugeordnet. Der auf das Geschäft mit Bautenanstrichmitteln entfallende Geschäfts- oder Firmenwert ist mit dem Vollzug der Transaktion am 1. Oktober 2025 abgegangen. Für den verbleibenden Teil wurde im Rahmen der angekündigten Transaktion mit Carlyle im dritten Quartal 2025, vor Umbuchung in die Veräußerungsgruppe, ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Dieser basierte auf dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (beizulegender Zeitwert der Stufe 2).

Zum 1. Januar 2025 wurde der dem Segment Surface Technologies zugeordnete Unternehmensbereich Catalysts aufgelöst. Dieser umfasste die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Batteriematerialien sowie Catalysts ohne Batteriematerialien. Das Batteriematerialiengeschäft wird seitdem als eigenständiger Unternehmensbereich geführt; die entsprechende zahlungsmittelgenerierende Einheit blieb unverändert. Das Geschäft mit Chemie- und Raffineriekatalysatoren, bisher Teil der Einheit Catalysts ohne Batteriematerialien, wird seitdem dem Unternehmensbereich Performance Chemicals und der gleichnamigen zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Segment Industrial Solutions zugeordnet. Mit der Übertragung des Geschäfts mit Chemie- und Raffineriekatalysatoren wurde die Wachstumsrate in der ewigen Rente für die Einheit Performance Chemicals von 2,0 % im Vorjahr auf 1,0 % im Jahr 2025 angepasst. Das verbleibende Geschäft der ehemaligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit Catalysts ohne Batteriematerialien wird als eigenständiger Unternehmensbereich Environmental Catalyst and Metal Solutions (ECMS) im Segment Surface Technologies fortgeführt. Der Geschäfts- oder Firmenwert der Einheit Catalysts ohne Batteriematerialien wurde proportional zum beizulegenden Zeitwert auf die beiden aufnehmenden Einheiten verteilt.

Für die Werthaltigkeitsprüfung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Batteriematerialien wurde der erzielbare Betrag in den Jahren 2024 und 2025 anhand des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Aufgrund der verwendeten Parameter handelt es sich dabei um einen beizulegenden Zeitwert der Stufe 3. Dieser überstieg den Nutzungswert der Einheit. Der Detailplanungszeitraum betrug zehn Jahre, um den erwarteten Marktentwicklungen gerecht zu werden. Es wird dabei mit einer Verzögerung der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und entsprechenden Batteriematerialien in den kommenden Jahren gerechnet. Mittelfristig wird jedoch ein Anstieg der Nachfrage für Batteriematerialien erwartet.

Die fortschreitende Transformation der Automobilindustrie wird voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf das Geschäft mit Abgaskatalysatoren haben, das der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ECMS zugeordnet ist. Der Übergang von Verbrennungsmotoren zur Elektromobilität wird mittel- bis langfristig zu einem kontinuierlichen Nachfragerückgang führen. Aufgrund der Verlangsamung des Trends zur Elektromobilität in Europa und Nordamerika wird im Vergleich zum Vorjahr jedoch eine verzögerte Entwicklung dieses Rückgangs erwartet, was zu einer Anpassung der Planungsannahmen führte. Vor diesem Hintergrund wurde die Wachstumsrate in der ewigen Rente von –4,7 % im Vorjahr auf –2,4 % im Jahr 2025 erhöht. Gleichzeitig wird aufgrund verschärfter Umweltstandards im Detailplanungszeitraum weiterhin mit einer stabilen Nachfrage nach Katalysatoren gerechnet.

Infolge der geopolitischen Konflikte ist mit erhöhter unterjähriger Volatilität bei den Gas- und Rohstoffpreisen zu rechnen. Für den Detailplanungszeitraum wird jedoch erwartet, dass die durchschnittlichen Gaspreise leicht rückläufig sind. Bei anderen Rohstoffen wird kurzfristig ebenfalls ein Preisrückgang angenommen, bevor zum Ende des Detailplanungszeitraums mit steigenden Preisen zu rechnen ist. Diesen und weiteren makroökonomischen Faktoren, wie der weiter zurückgehenden Inflation in einigen Industrieländern, wird in den zukünftigen Geschäftserwartungen Rechnung getragen.

Die Wachstumsrate in der ewigen Rente der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Agricultural Solutions im gleichlautenden Segment wurde vor dem Hintergrund angepasster Erwartungen von 2,0 % im Vorjahr auf 1,4 % im Jahr 2025 reduziert.

Geschäfts- oder Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten

Millionen €

2025

2024

Zahlungs­mittel­generierende Einheit oder Gruppe zahlungs­mittel­generierender Einheiten

Geschäfts- oder Firmen­werte

Gewich­teter Kapital­kosten­satz nach Steuern

Wachs­tums­ratena

Geschäfts- oder Firmen­werte

Gewich­teter Kapital­kosten­satz nach Steuern

Wachs­tums­ratena

Agricultural Solutions (Unternehmens­bereich)

3.116

6,74 %

1,40 %

3.341

6,30 %

2,00 %

Environmental Catalyst and Metal Solutions (Unternehmens­bereich)

751

7,84 %

–2,40 %

747

7,57 %

–4,70 %

Battery Materials (Unternehmens­bereich)

302

7,85 %

2,00 %

330

7,57 %

2,00 %

Care Chemicals (Unternehmens­bereich)

631

6,68 %

2,00 %

677

6,64 %

2,00 %

Coatings (Unternehmens­bereich)

723

7,57 %

2,00 %

Performance Chemicals (Unternehmens­bereich)

847

6,50 %

1,00 %

946

6,84 %

2,00 %

Petrochemicals (Unternehmens­bereich)

177

6,23 %

2,00 %

200

7,08 %

2,00 %

Weitere zahlungs­mittel­generierende Einheiten

729

5,96 % – 6,77 %

0,00 % – 2,00 %

757

6,64 % – 7,08 %

0,00 % – 2,00 %

Geschäfts- oder Firmenwerte am 31.12.

6.553

 

 

7.721

 

 

a

In den Werthaltigkeitsprüfungen verwendete Wachstumsraten zur Ermittlung der Endwerte gemäß IAS 36

Die jährlichen Werthaltigkeitsprüfungen der 14 zahlungsmittelgenerierenden Einheiten oder Gruppen von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfolgten mit Ausnahme der Einheiten im Unternehmensbereich Coatings zum 31. Dezember 2025. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung werden sowohl die Kapitalstruktur als auch der Beta-Faktor der jeweiligen Peergroup sowie der durchschnittliche Steuersatz jeder zahlungsmittelgenerierenden Einheit berücksichtigt. Die Werthaltigkeitsprüfungen der Einheiten wurden unter der Annahme gewichteter Kapitalkostensätze nach Steuern zwischen 5,96 % und 7,85 % (Vorjahr: zwischen 6,30 % und 7,57 %) vorgenommen. Dies entspricht gewichteten Kapitalkostensätzen vor Steuern zwischen 7,26 % und 11,68 % (Vorjahr: zwischen 7,74 % und 10,19 %).

Nach Bestimmung der erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde geprüft, ob mögliche Änderungen bei den wesentlichen Annahmen dazu führen könnten, dass der Buchwert einer Einheit den erzielbaren Betrag übersteigt. Bei allen Einheiten mit Ausnahme des Unternehmensbereichs Petrochemicals, der dem Segment Chemicals zugeordnet ist, würden solche Abweichungen nicht dazu führen, dass die Buchwerte die erzielbaren Beträge überschreiten.

Für die jährliche Werthaltigkeitsprüfung der Geschäfts- oder Firmenwerte im Unternehmensbereich Petrochemicals wurde ein gewichteter Kapitalkostensatz nach Steuern von 6,23 % (Vorjahr: 7,08 %) und als Basis zur Ermittlung des Endwertes eine EBITDA-Marge des letzten detaillierten Planungsjahres von 11,23 % (Vorjahr: 12,19 %) verwendet. Der erzielbare Betrag dieser Einheit überstieg den Buchwert um 2.802 Millionen €. Der erzielbare Betrag würde dem Buchwert der Einheit entsprechen, wenn die EBITDA-Marge des letzten detaillierten Planungsjahres als Basis zur Ermittlung des Endwertes um 1,41 Prozentpunkte reduziert würde.

14.2. Erläuterungen zu Sachanlagen

Die durchschnittlichen gewichteten Abschreibungsdauern betrugen:

Durchschnittliche gewichtete Abschreibungsdauern in Jahren

 

2025

2024

Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen

19

18

Technische Anlagen und Maschinen

12

10

Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

6

7

Die folgende Tabelle stellt die Entwicklung des Sachanlagevermögens inklusive von BASF als Leasingnehmer bilanzierte Nutzungsrechte dar (mehr zu Leasingverhältnissen unter Anmerkung 15).

Entwicklung der Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte auf Leasinggegenstände 2025

Millionen €

Grund­stücke

Nutzungs­rechte Grund­stücke

Gebäude

Nutzungs­rechte Gebäude

Technische
Anlagen und Maschinen

Nutzungs­rechte
technische
Anlagen und Maschinen

Andere
Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts-
ausstat­tung

Nutzungs­rechte andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstat­tung

Geleistete
Anzah­lungen
und Anlagen
im Bau

Summe

Anschaffungs- und Herstellungskosten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2025

883

720

12.753

1.207

51.849

834

5.461

1.208

9.712

84.627

Veränderungen des Konsolidierungskreises

–6

–31

7

–121

–9

–4

–24

–187

Zugänge

2

44

304

60

1.414

178

211

195

2.153

4.562

Zugänge aus Akquisitionen

15

15

52

3

3

14

103

Abgänge

–9

–2

–82

–67

–1.670

–39

–239

–164

–88

–2.360

Umbuchungen

7

1.350

2

4.088

214

–5.620

42

Umbuchungen in Veräußerungsgruppen

–104

–36

–741

–71

–1.283

–1

–309

–50

–146

–2.740

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

–49

–47

–550

–57

–2.315

–62

–237

–49

–642

–4.009

Stand am 31.12.2025

740

679

13.018

1.082

52.015

909

5.096

1.140

5.360

80.039

Abschreibungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2025

52

179

8.194

632

42.546

544

4.331

664

288

57.430

Veränderungen des Konsolidierungskreises

–10

4

–61

–5

–2

–74

Zugänge

1

21

416

122

2.385

134

340

189

77

3.687

davon Wertberichtigungen

20

8

248

39

9

5

75

405

Abgänge

–1

–2

–78

–58

–1.659

–38

–234

–151

–58

–2.279

Umbuchungen

24

2

7

–23

10

Umbuchungen in Veräußerungsgruppen

–2

–12

–449

–39

–923

–1

–246

–26

–1

–1.699

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

–3

–12

–315

–32

–1.828

–40

–181

–27

–2

–2.440

Stand am 31.12.2025

47

174

7.783

631

40.468

599

4.005

647

281

54.634

Nettobuchwert am 31.12.2025

694

505

5.235

451

11.547

310

1.092

493

5.079

25.405

Zugänge zu Sachanlagen aus Investitionsprojekten (ohne Leasingverhältnisse) beliefen sich im Jahr 2025 auf 4.085 Millionen € (Vorjahr: 6.078 Millionen €). Wesentliche Investitionen betrafen den Bau der Infrastruktur und diverse technische Anlagen am neuen Verbundstandort Zhanjiang, China, sowie die Modifizierung und die Kapazitätserweiterung der MDI-Anlage in Geismar, Louisiana. Des Weiteren erfolgten der Neubau der Anlagen für Menthol und Linalool und der Umbau der Anlage für Säurechloride und Chlorformiate in Ludwigshafen, sowie diverse Modernisierungen und Erweiterungen am Standort Antwerpen, Belgien.

Zuwendungen der öffentlichen Hand aus der Förderung von Investitionsmaßnahmen reduzierten die Anlagenzugänge in Höhe von 78 Millionen € (Vorjahr: 73 Millionen €).

Abschreibungen enthielten im Jahr 2025 Wertminderungen in Höhe von 414 Millionen € (Vorjahr: 694 Millionen €) und Wertaufholungen in Höhe von 9 Millionen € (Vorjahr: 5 Millionen €).

Für eine Anlage im Segment Chemicals an einem Produktionsstandort in Nordamerika wurde eine vollständige Wertminderung in Höhe von 155 Millionen € erfasst. Sie resultierte aus einer im globalen Vergleich nachteiligen Kostenposition bei gleichzeitig geringeren Produktpreiserwartungen. Die Wertminderung betraf alle Anlagenklassen. Weitere Wertminderungen in Höhe von 33 Millionen € erfolgten auf technische Anlagen am Produktionsstandort Ludwigshafen im Rahmen von Anlagenschließungen. Dies betraf im Wesentlichen die Segmente Chemicals, Materials und Nutrition & Care. Des Weiteren wurden für Gebäude, technische Anlagen und sonstige Betriebsausstattungen an zwei Standorten in Asien Wertminderungen erfasst. Aufgrund der Beendigung der Herstellung bestimmter Fahrzeugkatalysatoren wurde im Segment Surface Technologies eine Anlage mit einem Buchwert von 33 Millionen € voll wertberichtigt. Eine weitere vollständige Wertminderung wurde im Segment Industrial Solutions in Höhe von 20 Millionen € aufgrund zunehmend schwächerer Nachfrage vorgenommen.

Wertminderungen auf Anlagen im Bau betrafen in Höhe von 34 Millionen € nicht fortgeführte Investitionsprojekte.

Umbuchungen enthielten im Wesentlichen die Umgliederungen von betriebsbereiten Vermögenswerten aus den Anlagen im Bau in die übrigen Anlageklassen.

Die Umbuchungen in Veräußerungsgruppen betrafen das zum 1. Oktober devestierte brasilianische Geschäft mit Bautenanstrichmitteln sowie das nicht fortgeführte Coatings-Geschäft.

Umrechnungsbedingte Wertänderungen reduzierten die Sachanlagen um 1.569 Millionen € und resultierten insbesondere aus der Abwertung des US-Dollar sowie des chinesischen Renminbi gegenüber dem Euro.

Entwicklung der Sachanlagen inklusive Nutzungsrechte auf Leasinggegenstände 2024

Millionen €

Grund­stücke

Nutzungs­rechte Grund­stücke

Gebäude

Nutzungs­rechte Gebäude

Technische
Anlagen und Maschinen

Nutzungs­rechte
technische
Anlagen und Maschinen

Andere
Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts-
ausstat­tung

Nutzungs­rechte andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts-
ausstat­tung

Geleistete
Anzah­lungen
und Anlagen
im Bau

Summe

Anschaffungs- und Herstellungskosten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2024

878

695

12.136

1.129

49.184

759

5.291

1.112

6.701

77.884

Veränderungen des Konsolidierungskreises

1

2

Zugänge

14

23

166

125

771

72

213

208

4.914

6.506

Zugänge aus Akquisitionen

7

40

137

1

4

188

Abgänge

–7

–22

–104

–64

–510

–13

–276

–121

–62

–1.180

Umbuchungen

2

410

1.505

163

–1

–2.072

7

Umbuchungen in Veräußerungsgruppen

–11

–1

–54

–111

–3

–12

–3

–195

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

7

18

160

17

873

19

80

9

234

1.416

Stand am 31.12.2024

883

720

12.753

1.207

51.849

834

5.461

1.208

9.712

84.627

Abschreibungen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stand am 01.01.2024

49

173

7.665

544

39.936

453

4.138

586

260

53.804

Veränderungen des Konsolidierungskreises

1

1

Zugänge

2

24

547

127

2.504

95

381

191

107

3.978

davon Wertberichtigungen

1

2

162

3

388

1

26

108

689

Abgänge

–22

–98

–47

–499

–12

–249

–115

–60

–1.103

Umbuchungen

4

6

7

–1

–19

–3

Umbuchungen in Veräußerungsgruppen

–25

–90

–2

–10

–127

Umrechnungsbedingte Wertänderungen

2

4

102

7

688

10

63

4

879

Stand am 31.12.2024

52

179

8.194

632

42.546

544

4.331

664

288

57.430

Nettobuchwert am 31.12.2024

832

541

4.558

575

9.303

290

1.131

544

9.424

27.197

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