BASF-Bericht 2025

19. Sonstige Eigenkapitalposten

Die Inhalte dieses Abschnitts sind nicht Bestandteil der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung, sondern wurden einer gesonderten betriebswirtschaftlichen Prüfung mit begrenzter Sicherheit durch unseren Abschlussprüfer unterzogen.

Die Inhalte dieses Abschnitts sind ungeprüfte freiwillige Inhalte, die vom Abschlussprüfer kritisch gelesen wurden.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die ergebnisneutral in den Sonstigen Eigenkapitalposten erfassten Aufwendungen und Erträge werden in zwei Kategorien unterteilt: Posten, die in Zukunft über die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht werden (sogenanntes Recycling), und Posten, die künftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Zu der ersten Kategorie gehören Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung, die Bewertung von bestimmten als Fremdkapitalinstrument eingestuften Wertpapieren und die Marktwertänderungen von Derivaten, die zur Absicherung künftiger Zahlungsströme eingesetzt werden. Zu den Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden, gehören die Effekte aus der Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne.

Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne

Im Jahr 2025 resultierte aus der Wertentwicklung der leistungsorientierten Versorgungspläne ein Anstieg des Sonstigen Eigenkapitals in Höhe von 563 Millionen € (einschließlich Steuern in Höhe von 316 Millionen €), davon entfielen 22 Millionen € auf at Equity bilanzierte Beteiligungen. Darüber hinaus wurden 15 Millionen € in die Gewinnrücklagen umgegliedert.

Im Jahr 2024 ergab sich aus der Wertentwicklung der leistungsorientierten Versorgungspläne ein Anstieg des Sonstigen Eigenkapitals in Höhe von 1.477 Millionen € (einschließlich Steuern in Höhe von 273 Millionen €), auf at Equity bilanzierte Beteiligungen entfielen davon 23 Millionen €. Daneben wurden 90 Millionen € im Zusammenhang mit der Veräußerung des E&P-Geschäfts der nach der Equity-Methode bilanzierten Wintershall Dea GmbH, Kassel, an Harbour Energy plc, London/Vereinigtes Königreich, in die Gewinnrücklagen umgegliedert. Des Weiteren bewirkte die Änderung des auf BASF entfallenden Anteils am Vermögen der BASF Pensionskasse VVaG als Multi-Employer-Plan einen Rückgang des Sonstigen Eigenkapitals in Höhe von 98 Millionen €.

Währungsumrechnung

Unterschiedsbeträge aus der Währungsumrechnung haben das Eigenkapital im Jahr 2025 insgesamt um 2.442 Millionen € vermindert, davon entfielen 456 Millionen € auf at Equity bilanzierte Beteiligungen. Daneben wurden kumulierte Währungsverluste in Höhe von 33 Millionen € im Zusammenhang mit der Devestition zweier vollkonsolidierter und einer at Equity konsolidierten Gesellschaft in die Ergebnisrechnung reklassifiziert.

Im Vorjahr ergab sich eine Erhöhung des Eigenkapitals um 782 Millionen €, auf at Equity bilanzierte Beteiligungen entfielen 215 Millionen €.

Im Jahr 2025 resultierten die Unterschiedsbeträge insbesondere aus der Abwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro. Im Jahr 2024 waren die Unterschiedsbeträge vor allem auf die Aufwertung des US-Dollar gegenüber dem Euro zurückzuführen.

Bewertung von Wertpapieren zu Marktwerten

Aus der Bewertung von Wertpapieren zu Marktwerten ergab sich im Jahr 2025 ein Anstieg des Sonstigen Eigenkapitals in Höhe von 178 Millionen € (Vorjahr: –1 Million €). Dieser resultierte im Jahr 2025 im Wesentlichen aus der Umgliederung von erfolgsneutral gebildeten Wertberichtigungen auf Eigenkapitalinstrumente bei der Wintershall Dea GmbH in Höhe von 180 Millionen € in die Gewinnrücklagen. Der Rückgang im Jahr 2024 in Höhe von 1 Million € resultierte aus der Bewertung von Schuldinstrumenten zu Marktwerten.

Absicherung zukünftiger Zahlungsströme (Cashflow Hedge)

Marktwertänderungen der in Sicherungsbeziehungen designierten Derivate (Cashflow Hedge) haben das Eigenkapital nach Berücksichtigung latenter Steuern in Höhe von 24 Millionen € um 129 Millionen € vermindert; darin enthalten sind 147 Millionen € auf die Absicherung zukünftiger Zahlungsströme bei at Equity bilanzierten Beteiligungen. Daneben wurden realisierte Verluste aus der Sicherung eines Fremdwährungsdarlehens sowie aus der Sicherung aufgenommener Commercial Paper in Höhe von insgesamt 343 Millionen € erfolgswirksam umgegliedert und im Finanzergebnis erfasst. Darüber hinaus wurden 5 Millionen € erfolgsneutral umgegliedert und in den Anschaffungskosten der Sachanlagen und Vorräte erfasst, für deren Erwerb eine Sicherungsbeziehung bestand.

Im Vorjahr führten die Marktwertänderungen nach Berücksichtigung latenter Steuern in Höhe von –7 Millionen € zu einer Reduktion des Eigenkapitals um 50 Millionen €; darin enthalten waren 100 Millionen € auf die Absicherung zukünftiger Zahlungsströme bei at Equity bilanzierten Beteiligungen. Darüber hinaus wurden realisierte Gewinne in Höhe von 101 Millionen € erfolgswirksam umgebucht. Die erfolgsneutralen Umgliederungen in Höhe von 38 Millionen € betrafen im Wesentlichen realisierte Verluste aus der Sicherung von Erdgasbezügen.

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