BASF-Bericht 2021

19. Kapital, Rücklagen und Bilanzgewinn

Genehmigtes Kapital

BASF SE hat nur nennwertlose, voll eingezahlte Namensaktien ausgegeben. Es gibt keine Vorzugsrechte oder sonstigen Beschränkungen. BASF SE hält keine eigenen Aktien im Bestand.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2019 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 2. Mai 2024 das Grundkapital der Gesellschaft einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um bis zu insgesamt 470 Millionen € durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht zu. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre in den im Ermächtigungs­beschluss genannten Fällen auszuschließen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Einzelheiten der Durchführung der Kapital­erhöhung festzulegen. Die insgesamt aufgrund der vorstehenden Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien dürfen 10 % des Grundkapitals weder zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung noch – falls dieser Wert geringer ist – zum Zeitpunkt ihrer Ausnutzung überschreiten. Auf diesen Höchstbetrag von 10 % ist der anteilige Betrag des Grund­kapitals derjenigen Aktien anzurechnen, die aufgrund von während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts begebenen Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen auszugeben sind. Von der Ermächtigung ist bisher kein Gebrauch gemacht worden.

Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2017 wurde der Vorstand bis zum 11. Mai 2022 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen beziehungsweise Kombinationen dieser Instrumente mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnenn­betrag von bis zu 10 Milliarden € zu begeben. Der rechnerische Anteil am Grundkapital, der auf BASF-Aktien entfällt, die aufgrund von unter dieser Ermächtigung ausgegebenen Schuldverschreibungen auszugeben sind, darf 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten.

In diesem Zusammenhang wurde das Grundkapital um bis zu 117.565.184 € durch Ausgabe von bis zu 91.847.800 neuen auf den Namen lautenden BASF-Aktien bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen oder von Optionsscheinen aus Optionsschuldverschreibungen von ihrem Wandlungs- oder Optionsrecht Gebrauch machen. Von der Ermächtigung ist bis Ende des Geschäftsjahres 2021 kein Gebrauch gemacht worden.

Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Mai 2017 wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 11. Mai 2022 zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt. Der Erwerb ist auf bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung bestehenden Grundkapitals beschränkt und kann über die Börse, im Wege eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots oder im Wege einer öffentlichen Aufforderung an die Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten erfolgen. Von der Ermächtigung ist kein Gebrauch gemacht worden.

Der Vorstand hat am 4. Januar 2022 ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von bis zu 3 Milliarden € beschlossen, welches im Zeitraum Januar 2022 bis Dezember 2023 umgesetzt werden soll. Das Aktienrückkaufprogramm basiert auf der zuvor dargestellten Ermächtigung vom 12. Mai 2017. Es ist geplant, dass der Hauptversammlung 2022 eine erneute Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien vorgeschlagen wird, unter der das begonnene Aktienrückkaufprogramm fortgesetzt wird.

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital zum 31. Dezember 2021 mit 1.176 Millionen € und die gewinnbezugsberechtigten Stückaktien von 918.478.694 sind unverändert gegenüber dem Vorjahr.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält unter anderem Effekte aus dem BASF-Aktienprogramm, Aufgelder aus Kapitalerhöhungen, Entgelte für Optionsscheine und passive Unterschieds­beträge aus der Kapitalkonsolidierung, die sich aus dem Erwerb von Beteiligungen gegen Ausgabe von Aktien der BASF SE zu pari ergaben.

Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

Der Erwerb von Anteilen an Unternehmen, die bereits von BASF beherrscht oder als Joint Arrangement in den Konzernabschluss einbezogen wurden, wird als Trans­aktion zwischen Anteilseignern behandelt, wenn er zu keiner Veränderung der Konsolidierungs­methode führt. Im Jahr 2021 sowie im Vorjahr erfolgte keine wesentliche Transaktion dieser Art.

Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn (Millionen €)

 

31.12.2021

31.12.2020

Gesetzliche Rücklage

958

901

Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

39.407

37.010

Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn

40.365

37.911

Die Gesetzliche Rücklage erhöhte sich im Jahr 2021 um 57 Millionen € und im Jahr 2020 um 70 Millionen € durch Umgliederungen aus den Gewinnrücklagen beziehungsweise dem Bilanzgewinn.

Andere Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn enthalten unter anderem die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Aufgrund der Veräußerung des Pigmentgeschäfts am 30. Juni 2021 wurden 48 Millionen € sowie weitere 6 Millionen € resultierend aus der Veräußerung der operativen Gesellschaften der bis dahin at Equity einbezogenen Solenis UK International Ltd., London/Vereinigtes Königreich, für die Neubewertung leistungsorientierter Versorgungspläne aus dem Sonstigen Eigenkapital erfolgsneutral in die Position Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn umgegliedert. Gleichermaßen wurden –18 Millionen € latente Steuern, die aus einer Anpassung im Zusammenhang mit der Einführung von IAS 19 entstanden, erfolgsneutral mit der Position Gewinnrücklagen und Bilanzgewinn verrechnet.

Dividendenausschüttung

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 29. April 2021 hat die BASF SE aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2020 eine Dividende von 3,30 € je gewinnbezugsberechtigter Aktie ausgeschüttet. Dies entspricht bei 918.478.694 gewinnbezugsberechtigten Aktien einer Dividenden­summe von 3.030.979.690,20 €. Der danach verbleibende Bilanzgewinn von 914.882.378,80 € wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt.